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Physo
phiktyon {Flut. a. 0.; Eustath. II. 2 p. 277, 17)und der Chthonopatra ( Eustath. a. 0.), Vaterdes Lokros und, wenn nicht die Überlieferung(.Hekataios bei Herodian tceq'i yovpQovg Xe^scog2 p. 41; Müller, fr. hist. Gr. 1 p. 26) verderbtist (s. unter Lokros Bd. 2 Sp. 2139;, auch des Ion,war Herrscher der Lokrer. Nach ihm ist die StadtPhyskos im ozolischen Lokris benannt, undebenso sollen von ihm die, später Lokrer ge-nannten, Leleger den Namen Physker [dtvaxoioder Htvaxsig) erhalten haben, Steph. B. thvexog,Scytnn. 587 ff.; Eustath. a. 0. — Physkos istStammheros der Lokrer; auf seine Bedeutungals Eponymos eines ganzen Volkes deutet diepluralische Bildung des Ortsnamens (IvaxsTgFlut. Qu. Gr. 15, mschriftlieh öfter <l>vaxioiz. B. Wescher-Eoucart inscr. de Delphes nr. 177.432), und an ihn erinnert auch Name und Sageder elischen Heroine Physkoa (s. d.); indes ister zugleich mit dem Volksnamen vor demLokros (s. d.) zurückgetreten, vgl. 0. Müller,Rh. Mus. 1834, 2, S. 176ff. Toepffer, A. G. 195.
[Weniger.]
Physo s. Phthimene.
Phytalidai [thvxaXiäai), die Nachkommendes Phytalos (s. d.), welche am Kephissos beiAthen als Feigenbaumzucht treibende Acker-bauer und als Verehrer des dem Boden Feuchtig-keit spendenden Poseidon rpvxdXfuog (s. d.) lebten.Sie reinigten den Theseus von dem bei seinerWanderung über den Isthmos vergossenen Blutean ihrem Geschlechtsheiligtum, dem Altar desZeus yuXiyiog, eines chthonischen Gottes desAckerbaues und der Mordsühne (s. o. Bd. 2Sp. 1518 f.), durch ein Opfer [Flut. Thes. 12,
| vgl. 23. Faus. 1, 37, 4), bei welchem offenbar[? wde bei den Reinigungsfesten der Plynterien: und Thargelien die Feigen eine wichtige Rollespielten ( Toepffer , Att. Geneal. S. 135. 248 ff.).Heydemanns Annahme, dal's diese Sühnung aufeiner Lekythos zu Palermo dargestellt sei [Arch,Zeit. 29 [1872] S. 53 Tf. 46, 34), ist schwerlichzu billigen. Vgl. Sp. 2491, 33 ff. [Steuding.]
Phytalios ['Pvxdhog), Phytalmios (’PvxaX-fuog), Beiname der Götter im allgemeinen,Pollux 1, 24, wo Bethe statt cpvx&Xioi lieber• cpvxdlyioi schreiben möchte. Der Name (vgl.cpvxaXid 'Pflanzstätte’, rpvxaXl^siv 'pflanzen’;bezeichnet 'Wachstum und Gedeihen spendend’und hängt etymologisch in seinem zweitenBestandteile wohl mit lat. alere zusammen,Völcker, Mythol. d. Japet.-Geschl. 146. Toepffer,Att. Geneal. 247. Eich bei Bezzenberger 3(1879), 168. Usenet· , Götternamen 258. Mehrs. unter nr. I. Bezeugt ist Phytalmios als Epi-klesis für I) Poseidon, Flut. adv. Colot. 22 p. 1119 e.Anonym. Laurent, in Anecd. var. ed. Schoell-Studemund 1, 267, 17. Nihetas ebend. 1, 279.Nach Cornut. de nat. deor. 22 p. 122f. Osann,führt Poseidon den Beinamen, ixisidi] xov rpvse- <fhcu Ta fr. yf)g yivoysva tj tv avxjj öpXovoxiIxgccg xtaQaixiög iaxiv. In gleicher Weise wirdPoseidon Ph. als Gott der Fruchtbarkeit be-zeichnet, wenn er mit Zeus Ombrios (oderZeus Hyetios, Themist. or. 30 p. 349 a = p. 422Find.) und Demeter Proerosia zusammengestelltwird [Flut. Sept. Sap. conv. 15 p. 158 e), oderwenn Plutarch [Quaest. conv. 5, 3, 1 p. 675 f.)
Pliytal[m]ios
zur Erklärung, warum dem Dionysos (s. unt.nr. HI) und dem Poseidon die Fichte heiligsei, angiebt: άμφόχεροι ol ffsoi xt)g vyoäg καίγόνιμόν κύριοι όον.ονοιν άρχής είναι · καί Ποοει-ä&vi γε φυχαΧμίφ, Αιοννβω όε dcvdnlxy ττάνχεςώς έπος είπεΐν ΈΧΧηνες ftvovaiv , vgl. auchUsener, Rhein . Mus. 53 (1898), 353. Joh.Boehlau,Bonner Studien 138. Aus dieser Auffassungdes Poseidon Phytalmios als des durch dasi Wasser, das Element der Fische, befruchtendenGottes erklärt sich das Verbot des Fisch-genusses für die Priester des Poseidon Ph.,Flut. Quaest. conv. 8, 8, 4φ. 730 d. Toepffera. a. 0. 253. Bezeugt ist der Kultus des Po-seidon Ph. 1) für Troizen, wo gleichfalls seineEigenschaft als Vegetationsgott stark hervor-tritt. Freilich leitet die Legende den BeinamenΦνχάΧμιος fälschlich von αΧμη 'Meerwasser’ ab,durch das Poseidon Felder und Saaten un-i fruchtbar gemacht habe, bis er durch Opferversöhnt das Meer habe zurücktreten lassen,Faus. 2, 32, 8, aber durch die falsche Etymo-logie hindurch schimmert doch die Auffassungvon der wachstumverleihenden Kraft des Gottes,die noch deutlicher erwiesen wird durch seineVerbindung mit Demeter, deren Kultbild Al-thepos (von άΧ&αίνω), der Sohn des Poseidonund der Leis (= Saat, Paus. 2, 30, 6), errichtethatte, Faus. 2, 32, 8, sowie aus dem Opfer vonFeldfrüchten für Poseidon, Flut. Thes. 6. —Mannhardt, Mythol. Forschungen 261 ff. (vgl.258) bestreitet die Deutung des Poseidon Ph.als Gott der befruchtenden Feuchtigkeit, daPoseidon stets nur als Gott des Meeres er-scheine, vielmehr sei Poseidon , der Meergott,der Herr der Winde und der Wogen, ver-mittels einer einfachen poetischen Naturan-schauung zum Beförderer der Vegetation ge-worden, das wallende Meer sei mit dem wogen-den Getreidefeld in Parallele gestellt worden,und mit Rücksicht auf die Gleichartigkeit dieserBewegung habe man die Verschiedenheit derElemente unbeachtet gelassen und sei zu demGlauben gelangt, 'Poseidon geht durchs Ge-treide’, vgl. die Schilderung Horn. F. 20, 226.Über den Tempel des Poseidon Ph., der inTroizen @ξω χείχους [Paus. 2, 32, 8) lag, s. Wide,De sacris Troezen. 10 f., der wohl richtig gegenWelcher, Griech. Götterl. 2, 684 die Verschie-denheit des Poseidon Phytalmios von demPoseidon ποΧιοϋχος [Flut. Thes. 6) betont undden letzteren dem Poseidon ΒααιΧενς [Faus.2, 30, 6) gleichsetzt. Ein Priester ΦνχαΧ[μίονΠοβ]ειάώνος ist inschriftlich bezeugt, Corr. hell,17 (1893), 98 nr. 18. Als Sohn des PoseidonPh. wird Anthas (s. d.) genannt, ein weiteresZeugnis für die Auffassung des Poseidon alsVegetationsgott; vgl. auch unten Sp. 2491,18. —2) für Attika, Sesselinschrift im athenischenDionysostheater :.1ερύως JJoBsiS&vog ΦνχαΧμίον,C. I. A. 3, 269. Da Pausanias (1, 37, 2) imDemos Lakiadai einen Tempel der Demeterund der Kora erwähnt und berichtet, dafsPoseidon zusammen mit diesen beiden Göt-tinnen Verehrung genossen habe, so liegt esnahe, in diesem Poseidon den Phytalmios zuerblicken in der von Troizen her bekanntenVerbindung mit Demeter. Denn von Troizen