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Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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Pier

Pieros

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Gr. Myth. 2, 467, 5. Ygl. auch Schol. Ewr.Andr. 32: Πρόξενος di iv xfj πρι'οτη των'Ηπειρωτικών Νεοπτολέμου μεν Πίελόν (soSchwarte für das überlieferte Πρέλλον bez.Π. Χίον ) φηαι γεγονέναι, τον καί Πηλέα. ον μηνότι εξ Έρμιόνης παραδεδήλωται. [Stoll.]

Pier ίΠίηρ, -ερος), 1) Sohn des Eleuther, vonwelchem Pierien benannt sein sollte, Schol. II.14, 226. Et. M. p. 671, 36. 2) Andere Formfür Pieros, Aut. Lih. 9. Vgl. Pieros. [Stoll.]

Pieria ( Πιερία , -ας), 1) Nymphe, nach derPiei'ien benannt worden sei ( Eustath. ad Hittd.14, 226 p. 980; Etym . Magn. s. v.). 2) Ge-mahlin des Danaos , Mutter der Danaiden Ak-taie, Podarke, Dioxippe, Adite ('Adyte Ägius),Okypete, Pylarge (Apoll. 2, 1, 5), (dort Πιερείαςcodd.). 3) Gemahlin des Oxylos (s. d. Bd. 3Sp. 1236), laus. 5, 4, 4. Vgl. die Quelle Πιέραzwischen Elis und Olympia, an der die sechs-zehn der Hera dienstbaren Frauen der Eieier 2sowie die Hellanodiken vor jeder AmtshandlungWeiheopfer vornehmen mufsten (Paus, δ, 16, 8,Bursian, Geogr. v. Griechenl. 2, 274) und denFlufs Πίερος in Achaia (jetzt Kamenitza), vonden Küstenbewohnern nach Paus. 7, 22, 1 Πείροςgenannt (so auch Hesiod bei Strab. 8 p. 342;Herod. 1, 145; Paus. 7, 18, 1 f.); über ihn s.Bursian a. a. 0. 2, Bll. 4) Tochter desPythes, eiues angesehenen Mannes in Myus,und der lapygia, berühmt durch die Liebe desPhrygios (s. d.), eines Sohnes des Neleus,Gründers von Milet , der um ihretwillen durchseinen Einflufs den Feindseligkeiten zwischenden beiden Städten ein Ende machte (Blut,de mul. virt. 16, gekürzt bei Polyaen. 8, 351.

LT. Ilberg.J

Pieris, Pierides (Πιερίς, Πιεριδες), 1) Bei-name der Musen, sehr oft für diese selbst ge-braucht. Stellensammlungen aus den griechi-schen und lateinischen Dichtern bei Bruch-mann (S. 175. 178) und Carter (S. 73. 74),Epitheta deorum. Die Bezeichnung findet sichnoch nicht bei Homer , wo sie 'Ολυμπιάδεςheifsen II. 2,491; Hijmn. 3, 450, aber bei Hesiod ,Scut. Here. 2051.: &εαί δ' έξήρχον άοιδ jj, Mov-βαι Πιερίδες, Χιγυ μελπομέναις είκνΐαι. Sie istihnen beigelegt von ihrem Geburtsort oderWohnsitz Pieria, Theog. 52 ff.: Μονααι 'Ολυμ-πιάδες, κοϋραι Αιος αίγιόχοιο, τάς έν ΠιερίηΚρονίδη τόκε πατρϊ μιγείβα Μνημοσύνη, γου-νοΐοιν Ελευ&ήρος μεδίοναα ; Op. 1: ΜονααιΠιερίη&εν, άοιδησιν κλείουααι, δεύτε. Dorthin,nach den Sitzen der pierisehen 'Thraker andie Ostseite des Olympos und Pieros, in denschmalen Küstenstrich zwischen Peneios undHaliakmon, sowie in das Schwesterland amParnassos und Helikon, von Daulis bis Askra und Thespiai , weisen die Spuren der ältestengriechischen Hymnenpoesie, dort blühte einstwie die Gesangeskunst, so die Musenverehrung.K. 0. Müller, Orchomenos S. 379 ff.; Gesch. d,grieeh. Litt. I 4 S. 42ff.; Kl. Sehr. 2, 36. Welcher,Griech. Gotterl. 1, 426. 0. Gruppe oben unterOrpheus § 21 ff. § 35. Nach Pierien wünschtsich deshalb der Chor der Bakchen des Euri-pideS', vgl. V. 409 ff.: που δ' ά καΧΧιατευομέναΠιερία μούσειος έδρα, αεμνά κλιτύς Όλυμπον.Es iag für die Hörer dieses zuerst in Pella

Roscher, Lexikon der gr. u. röm. Mythol. III.

aufgeführten Stückes nahe, an die von Arche-laos in Dion gestifteten scenischen Wettkämpfezu denken, deren einzelne Tage Musennamentrugen, s. Fr. Moediger, Fleckeisens Jahrb. Suppl.8 S. 257. Nach boiotischer, vermutlich thes-pischer Sage sind die Musen, quas Pierides etPierias solent poetae appellare, wie Oie. de nat.deor. 3, 21, 54 angiebt, Töchter des Pieros (s. d.)und der Antiope (Töchter des Thespios, Apd.i 2, 7, 8). Scherzweise machte sie Epicharmosim Πβας γάμος zu Töchtern des Pieros undder Pimpleis (s. d.), des Pinguineus und derImpletrina, wie G. Hermann übersetzt. Tzetz.ad HesiodA op. 6 (Com. Graec. fr. 1 S. 98 nr. 41Kaib.): 'Επίχαρμος iv τω της " Ήβας γάμω επτάλέγει (jVfoi'oag), ff'uyK'TSpOig Πιερον καί Πιμ-πληίδος νύμφης, Νειλονν, Τριτώνην (ΤριτωνίδαKaibel), Άαωποϋν, Έπταπόρην (Επτάποριν Κ.),Αχελωίδα, Τιτόπλονν (Τιτωνονν Κ.) καίΡοδίαν.S. d. Art. Musen. 2) Töchter des Pieros vonPella (Emathides Ovid . Met. 5, 669; Antonin.Liberal. Transf. 9) und der Paeonerin Euippe(Oe. Met. 5, 303), neun an Zahl. Sie zogenzum Helikon und forderten die Musen zumSangeswettkampf heraus. Besiegt, wurden siezur Strafe in Vögel verwandelt und behieltennach Aid. IAb. a. a. O. (Nihander, ίτεροιούμ.4 fr· 54 p. 62 Schneider) ihre Namen Kolymbas(Taucherente), Iynx (Wendehals), Kencliris(Turmfalke), Kissa (Häher), Chloris (Grünspecht),Akalanthis (Stieglitz ), Nessa (Finte), Pipo (Baum-hacker), Drakontis, die mifsstimmige oder ge-schwätzige Vögel bezeichnen; Ovid. Met. 5,671 ff.läfst sie zu Elstern werden. Noch späterenUrsprungs als diese Verwandlungssage, diebereits die Rückständigkeit des nördlich vomOlympos gelegenen Landes gegenüber dem amHelikon zur Voraussetzung hat, scheint ausPaus. 9, 24, 4 überliefert: die neun Töchter desPieros hätten die gleichen Namen geführt wiedie Musen, die sog. Musensöhne seien die ihrigenund würden mit Unrecht den Göttern zuge-schrieben. 3) Pieris, Sklavin des Menelaos,mit der er den Megapenth.es zeugte. Apollod.3, 11,1. Nach Hercher und Wilamowitz, Homer .Unters. S. 175 blofses Ethnikon. [J. Ilberg.][Interessant ist die Erwähnung eines PriestersΜ]ούσης Πιερίδος καί 'Τπερείας auf einer imTempel der Aphrodite Paphia gefundenen, aufägyptische Verhältnisse bezüglichen Inschrift,Journ. of hell. stud. 9 (1888), 238, 43. Ltitten-berger, Orient, gr. inscr. sei. 1, 147 p. 226. Auf-fallend ist die Erwähnung einer Muse in ver-hältnismäfsig so später Zeit (ca. 150 v. Chr.).Hütenberger a. a. 0. 226, 4 verweist auf Strabo 17 p. 794, wo ein Ιερενς <5 έπί τω Μοναείω(in Alexandria ) τετα^μενο? erwähnt wird, undidentifiziert diesen einerseits mit dem in unsererInschrift erwähnten Ιερεύς Μούαης Πιερίδος,andererseits mit dem in einer anderen In-schrift (a. a. 0. 104 p. 182) genannten έπιατά-της τοϋ Μουαείον. In Hypereia erkennt Ditten-berger entweder die Nymphe der thessalischenQuelle gleichen Namens (s. Bd. 1 s. v. Hypereia)oder auch ein zweites Epitheton der Muse.

[Höfer.]

Pieros (Πίερος, -ον), 1) Eponymos von Pieria,daher Sohn des Makedon und Bruder des Ama-

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