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Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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2509-2510
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2509

Pinakos

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Πιμπληίς, bei dem Kalliope den Orpheus gebar,spricht wie dieses Apolloniosscholion der Dichterselbst a. a. 0.; vgl. Schol. Callim. hymn. in Del. 7( Πίμπλεια ορος Θράκης, ιερόν Μοναών), Tzetz.ad Lykophr. 275 (τιόΧις και ορος και κρήνηΜακεδονίας), Πιμπληίς άκρη Etym . Magn. s. ν.Μίμας. Man wird sich daran erinnern müssenbei der Erklärung von Catull . 105: Mentulaconatur Pimpleum scandere montem. Für dieBezeichnung einer pierischen Quelle mit Pim-pleia sind die Belege jünger: Stat. Süv. 1, 4,25 f. licet enthea vatis excludat Pimplea sitimnec conscia detur Pirene (wo Vollmer im Kom-mentar S. 286 unter Pimplea die Muse ver-standen wissen will), ehd. 2, 2, 36 f. mihi sicunctos Helicon indulgeat amnes et superet Pim-plea sitim. Hesych. s. ν. Πίπλειαι' ai Movoai ivτώ Μακεδονικά)ΟΧνμπφ, άτιό κρήνης ΠιπΧείας;Fest. Pimpleides Musae a fonte Macedoniae dictaepropter liquoris eius unicam subtilitatem·, vgl. sPorphyrio ad Hor. carm. 1, 26, 9. Allerdingswird der von πίμπλημι gebildete Ortsname mitdem Quellenreichtum der Gegend Zusammen-hängen. Maafs, Orpheus S. 136 f. 148 kon-statiert neben dem makedonischen Pimpla-Pimpleia ein thrakisches am Pangaion, vgl.dazu oben 0. Gruppe unter Orpheus § 26.

Das Epitheton ΠιμπΧηίδες für die Musenist durch die hellenistischen Dichter beliebtgeworden; damals sang KalUmachos Hymn. 4, 7Movocu τον άοιδ'ον ο μή ΠίμπΧειαν άείβη Κχ-&ovsiv. Daher haben es die Römer, z. B. Hora-tius Carm. 1, 26, 9 Pimplei (Pimplea die Hss.)dulcis; Mart. 11, 3. In dem Drama Αάφνιςή Αιτνέρβης des Sositheos kam Thaleia Pim-pleia (Πι.μπΧηία) vor als Geliebte des Daphnis,die von Räubern entführt und dem Phryger-könige Lityerses mit Herakles Hilfe entrissenwird; vgl. Schol. Theocr. 8, 1 und Sero, adVerg. Ecl. 8, 68; Maafs, Orpheus S. 147, 36.Pimpleides, Pimpliades Varro de 1.1. 6, 2; Πιμ-πΧηιάδες Io. Tzetz. de metr. ( Cramer, Anecd.Oxon. 3 p. 302, 18). Vgl. Pipleia. [J. Ilberg.]

Pinakos (Πίνακος), ein anderer Name fürPolydoros, den Sohn des Kadmos und derHarmonia, Schol. Eur. Phoen. 8. [Stoll.]

Piualos (Πίναλος). Sohn des Tremiles undder Praxidike, Bruder des Tloos und des Kra-gos, Polycharmos in der Inschrift aus Sidymabei Benndorf-Niemann, Beisen in Lykien undKarten S. 77«nr. 51B. Quelle für diese Genea-logie des Polycharmos ist nach Stemplinger,Studien zu denΕ&νικά des Steph. v. Byz.(Progr. Maximilian-Gymn. München 1902) S. 31 ff.Hekataios. Bei Panyasis fr. 17 Hübner ausSteph. Byz. s. ν. Τρεμίλη heilst Pinalos mitWechsel der Liquida Πίναρος, seine MutterPrasidike eine ogygische (= lykische, Steph.Byz. s. ν.ίίγνγία) Nymphe; als weiterer Bru-derwird nochXanthos hinzugefügt,vgl. Treuber, <Gesch. der Lykier 20. Alle genannten Heroensind Eponymen von lykischen Städten, vgl.Strabo 14, 665. Steph. Byz. s. ν. Κράγος.

[Höfer.]

Pinaros s. Pinalos.

Pindaros (Πίνδαρος). Nach Paus. 10, 24, öbefand sich im Tempel des Apollon zu Delphiein eiserner θρόνος Πίνδαρον, und nach Paus.

Pipius

9, 23, 3 erhielt Pindaros den gleichen Anteilbeim Opfer wie Apollon, wobei der Priesterzu rufen pflegte: nlväaqog ini zo dslnvov zip&£Ö> bez. nivSaQOg izio ini zo Ssinvov zov&sov, Eust . und Thom. Mag. vit. Find, beiWestermann . Biöyqacp. p. 92. Daraus schliefstEnmann, Kypros u. d. Ursprung d. Aphrodite-kultus in Memoires de lacad. imper. d. Sciencesde St. Petersbourg Ser. VII Tome 34 nr. 13 j). 54 f.) (vgl. F. Duemmler, Wochenschr. f. klass. Phil.1887, 1315 = Kl. Schrift. 2, 286), dafs Pindaros ursprünglich ein in Delphi mit Apollon zu-sammen verehrter Heros gewesen sei, den manspäter wegen der Namensgleichheit mit demDichter identifiziert habe, vgl. aber auch Bd. 1Sp. 2523, 62 ff. Die von Plut. de ser. num. vind.13 erwähnte Sitte, den Nachkommen des Pin-daros Anteil an den apollinischen Theoxenienzu geben, erklärt Enmann für einen Versuch,i die aus dem oben erwähnten Verhältnis zwi-schen Pindaros und Apollon sich ergebendeSchwierigkeit zu umgehen. [Höfer.]

Piudenetici(?). Ein topischer Beiname derLares steckt in der bei Chaves (Aquae Flaviaein Tarraconensis ) gefundenen Inschrift C. I. L.

2, 2471. Obige Namensform schlägt Hübnerzweifelnd vor für für das überlieferte FINDL-NEnCIS. [M. Ihm.]

Piudos ( nivd'og) , Sohn des Makedon, Enkeldes Lykaon. Einer gewaltigen Schlange, dieer auf der Jagd angetroffen, die ihm aberkein Leid zugefügt hatte, brachte er von Zeitzu Zeit seine Jagdbeute, so dafs diese grofseAnhänglichkeit an Pindos zeigte. Als er abervon seinen drei neidischen Brüdern im Waldeheimtückisch erschlagen wurde, eilte dieSchlange herbei, tötete die Mörder und hieltWacht bei der Leiche ihres Lieblings, bisdessen Verwandte herzukamen. Nach Pindos soll der gleichnamige Flufs in Lokris (oderdas Gebirge: Tzetz. Chiliad. 4, 338) benannt sein,Ael. hist. an. 10, 48. Tzetz. a. a. O.; vgl, Schol.in Tzetz. Chil. 4, 333 bei Cramer, Anecd. Ox.

3, 357, 30. [Höfer.]

Pindnsa scheint der Name einer iberischen Göttin auf der spanischen Inschrift (basis),C.I.L. 2,5876: PINDVSiE | TORNVS | I-S-A...(Fundort: Cabeza del Griego, Conventus Car-thaginiensis). [M. Ihm.]

Pinos (nivog), ein Sohn des Numa, von wel-chem die Pinarier abstammen sollten, Plut.Num. 21. S. Bd. 1 Sp. 2286, 44ff. Sp. 2924ff.

[Stoll.]

Pion ( niiov ), Berggott, s. Peion und Imhoof-Blumer , Kleinasiat. Münzen 1, 19 Anm. zunr. 8. Nicht als Berggott, sondern nur alsBeischrift zu dem realistisch dargestellten Bergfafst Ad. Gerber, Naturpersonifik. in Poesie u.Kunst d. Alten (Jahrb. f. Phil. Suppl. 13 [1882])S. 313, 54 nsicov auf; in dem dargestelltenGotte erkennt er einen Flufsgott. [Höfer ]

Pionis ( niovig), ein Nachkomme des Hera-kles, der die Stadt Pioniai in Mysien gegrün-det haben sollte, Paus. 9, 18, 3. [Stoll.]

Pipius. Die Inschrift eines kleinen, beiVallauris (Alpes-Maritimes ) gefundenen Altars(fin colle qui dicitur le PiouleC) lautet C. I. L.12, 5722; Pipio v(otum) s(olvit) l(ubens) m(erito)