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Platanistios
Pleiades
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bezüglichen Inschrift (0. Kern, Inschrift vonMagnesia a. M. 215 a) wird berichtet, dafs dieMagneten in dem Stamme einer vom Windegebrochenen Platane ein Bild des Dionysos gefunden, darauf hin auf Rat des delphischenOrakels aus Theben drei Mainaden aus demGeschlechte der Ino geholt, die ihnen diedionysischen Weihen bringen sollten, und demGotte drei Thiasoi eingesetzt hätten, dereneiner den Namen ΠΧατανιβτηνο i geführt:habe. Daraus folgert Maafs mit Kaihel, Hermes
26 (1891), 187 für Dionysos in Magnesia denKultnamen Πλατ ανίατης , der dem boiotischenDionysos Endendros ( Hesych. , Kaihel, Hermes
27 [1892], 257, 1) entspreche. Dagegen leitet0. Kern in Beiträge z. Gesell, d. griech. Philos.u. Religion von P. Wendland w. 0. Kern 92den Namen des Thiasos der ΠΧατανιβτηνοίdirekt von den Platanen ab, die, wie man an-zunehmen habe, zum Andenken an das Wunder :das Dionysosheiligtum stets umgeben hätten,und man habe keinen Grund, 'für den mag-netischen oder gar noch für den thebanischenDionysos den Kultnamen des Πλατανιατής zuerschliefsen’; vgl. auch Reinach , Rev. des et.gr. 3 (1890), 359. [Höfer.]
Platanistios (Πλατανΐατιος), Beiname desApollon, unter dem er am Wege von Troizennach Hermione ein Heiligtum besafs, Paus 2,34, 6. Aus Theophr. 4, 5, 6 u. Plin. Η. N. 12, 6, ;erschliefst R. Holland, Heroenvögel in d. griech,Mythologie (Progr. Leipzig Thomasgymn. 1895)S. 32 f. einen Kult des Apollon PI. auch aufder Diomedesinsel, der von Troizen (S. 29) hier-her verpflanzt sei. [Höfer.]
Platanitis ? (ΠΧατανΐτιςΐ), von Kaihel, Hermes27 11892), 256 aus Theokr. 18, 44 erschlossenerKultname der Helena. Diese Helena Plata-nitis soll nach Kaihel mit der rhodischen HelenaDendritis (Paus. 3, 19, 10. Wide. Lakon. Kulte 4344ff.) identisch sein, wie ja auch der theba-nische Dionysos Endendros in Magnesia Pla-tanistes (s. d.) geheifsen habe; s. aber auch0. Gruppe, Bursians Jahresher. 85 (1895), 232.
[Höfer.]
Platanos (Πλάτανος), Schwester der Aloaden,nach deren Tode sie in den gleichnamigenBaum verwandelt wird, Nikephor. Rhet. Graecied. Walz 1, 439 (= Mythogr. Westermann p. 381nr. 61). Anonymes bei Walz a. a. Ο. 1, 613 f. 5Über die Platane als Baum der Trauer s.J. Murr, Hie Pflanzenwelt in d. gr. Myfhol. 14.
[Höfer.]
Plate (Πλάτη), Tochter des Onchestos, nachwelcher das böotische Plataiai benannt seinsollte, Schol. II. 2, 504. Vgl. Steph. B. s. v.ΠΧαταιαί. απ'ο πλάτης τής κωπης. EbensoEustath. ad R, 2, 502 p. 267. Et. M. p. 303,15.Strah. 10, 406. [Stoll.]
; Platon (ΠΧάτων), einer der Söhne des Ly- 6j kaon, Apollod. 3, 8, 1. [Stoll.]j Pleiades (Πληιάδες, Πληιάς , Πελειάδες, Πλει-ί άδες, ΠΧειάς ; Ple'iades, Ple'ias, PlTades undPllales, Pllas; vgl. Vollmer, Stat. Silv.ih. 558;L. Müller, Horat. Oden [1900] Bd. 2, S. 396).
Die Pleiaden gehören zu den am frühestenbezeugten Sternnamen: in der Ilias bildet sieHephaistos auf dem Schilde des Achill (Σ 486),
Odysseus richtet sich nach ihnen auf der Fahrtnach Scheria (ε 272). Man kann nicht er-kennen, wie sich der Dichter an jener Stelleder Hoplopoiie die Darstellung gedacht habenmag, ob als Sternhaufen oder figürlich, etwaals Taubenschar (s. u.). Bei Hesiod gelten sieals Töchter des Atlas: Άτλαγενεϊς Op. 383,’ΑτΧαντίδες Hiod. 3, 60, 4, Atlanteae. Ov. Fast.3, 105; vgl. Ps.-Hesiod fr. 275 S. 413 Rz.,i Simonid. fr. 18, Aeschyl. fr. 312, 1 NI, Ps.-Eratosth, cataster. 1 , 23 Oliv., German . Arat. 264,Cornut. theöl. 26, Avien . 573. Ihre Mutter istdie Okeanostochter Pie io ne nach Schol. Arat .254, Schol, Σ 486 (Maafs, Comm. in Arat.p. 386, 5. 388, 14), Hygin. astr. 2, 21; so auchSchol. Apoll. Rhod. 3, 225, Apollod, 3, 10, 1,Ovid . fast. 5, 83f. Nach Musaios (Timaios) da-gegen erzeugte Atlas die Pleiaden wie dieHyaden mit Aithra, gleichfalls einer Okeanide,i s. Schol. Σ 486 (κα&ά φησι Τίμαιυς [fr. 25 Mi],Movßaiog Robert, Eratosth. catast. rel. S. 13),Hygin. astr. 2, 21, Schol, German , p. 75, 10(hier Oceanus für Atlas); vgl. Eustath. ad. H.p. 1155, Myth. Vatic. 1, 234 (für Ethia 1. Aethra).Diese Verbindung Atlas-Aithra mag ursprüng-licher gewesen sein als Atlas-Pleione; Wernicke(bei Pauly-Wissowa, Real-Encykl. u. d. W.Atlas 2, 2128) meint, sie sei verdrängt worden,seitdem man den peloponnesischen Atlas mitder boiotischen Sternsage in Verbindung ge-setzt und die Atlastöchter mit den siebenPleiaden identifiziert hatte.
Die Einzelnamen bieten uns einige Verse,die, nach unsichrer Vermutung, vielleicht derpseudohesiodischen ' Astronomie ’ entstammen(fr. 275 S. 413 Rzach-, vgl. Maafs, Aratea,Berlin 1892, S.271f.; Rehm, Mythograph. Unters,über griech, Sternsagen, München 1896, S. 36 ff.):
Τηνγετη τ’ ίρόεααα καί ’ΗΧέκτρη κνανωπις
’ΑΧκνόνη τε καί Άβτερόπη δίη τε Κελαινώ
Μαΐά τε καί Μερόπη, τάς γείνατο φαίδιμος
Ατλας.
Dieselben nannte Hellanikos in der Atlantis(Schol. Σ 486 = fr. 56 M. ; vgl. Ps.-Eratosth.catast. 1 , 23, Schol, German , p. 83. 76, Hyg.astr. 2, 21, Eustath. ad II. p. 1155), nämlichTaygete, Maia (ϊξ,οχον είδος επτά Ιοπλο-κάμων φιλάν &νγατρων, ταϊ καΧίονται Πελει-άδες ονράνιαι Simonid. fr. 18), Elektra, Al-kyone, Sterope (Asterope Ps.-Hesiod, Schol.German, p. 83), Kelaino, Merope. Bei Arat262ff. lauten die Verse:
Αλκυόνη Μερόπη τε Κελαινω τ ’ΗΧεκτρη τε
Kal Στερόπη καί Τηνγετη και πότνια Μαία.
Vgl. Ovid fast. 4, 172ff., Apollod. 3, 10, 1 u. a.Für sich steht die Überlieferung Schol. Theocr.13, 25 aus Kallimachos (fr. 381 Schn.), wonachdie Peleiaden Töchter der Amazonenköniginwaren, die als Jungfrauen zuerst Reigentanzund Nachtfeier begingen; nach Kallimachoshiefsen sie: Kokkymo, Glaukia, Protis, Parthenia,Maia, Stonychia, Lampado. Hyg. fab. p, 11,19Schm, wird auch Kalypso als Tochter des Atlasund der Pleione unter den Pleiaden genannt.Sie erscheinen als Stammütter zahlreicherHeroengeschlechter. Über Verbindungen der