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Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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Porkos

Porne

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Tier- u. Pflanzenbilder auf Münzen u. Gemmen153, 50 zu Taf. 25, 50 denken, wie man will,sicher ist es, dafs der &αλάαβιος δαίμων Porkosmit ihm nichts zu schaffen hat. Und ebenso un-sicher ist es, aus dem als Eber gebildeten κήτοςauf gleiche Gestalt des Porkos zu schliefsen;höchstens könnte man, falls Porkos wirklich= Phorkys ist, auf die Schweinshauer (Bd. 1Sp. 1700, 3) der Tochter des Phorkys verweisen,was mir jedoch nicht beweiskräftig genug er-scheint. Es kommt hinzu, dafs von den Gott-heiten, die bisweilen in der Gestalt eines Ebersoder Schweines erscheinen Apollon (Bd. 1Sp. 71, 52), Ares (Bd. 1 Sp. 71, 40), Artemis (Gruppe 1277, 2 nach Frazer , Golden bough 1,329), Attis u. Osiris ( Gruppe 806, 16 nach Frazer2, 50. 56) keine im Wesen den Meergott-heiten gleicht. Wenn man an Πορκεύς oderΠόρκης (s. d.) denkt·, an χορκεύς = 'Fischer mitdem χόρκος ( Fischernetz oder Fischreuse),so drängt sich unwillkürlich der Gedanke auf,dafs auch der Meerdämon ΙΙόρκος , vielleichtursprünglich ein Gott der mit dem χόρκος han-tierenden Fischer, hierzu gehört, den man mitanderen Meergöttern, mit Nereus und vielleichtauch, der Lautähnlichkeit halber, mit Phorkosgleichgesetzt hat. Denn eine solche Gleich-Setzung mufs man annehmen, einmal wegender Notiz bei Hesych. , dann, um für die vonAlkman erwähnte Tochter des Porkes eine Er-klärung zu finden. Auf einer Inschrift aus Ma-roneia erscheint ein Personenname Πόρκης, Sohndes Πόρκης (Genet. Πορκέω (so!)), Corr. hell. 5[1881], 81) nr. 2. Nach Tomaschek , Die altenThraker I ( Sitzungsber. der kais. Akademie derF« in Wien 131 [1804], 20, der auf Lyko-phrons ΙΙορκεύς (s. d.) verweist, stammt dasgriechische χόρκης aus porqä-, Wurz, per, por,χείρω, würde also den ( das Meer) durchfuhren-den bezeichnen; vgl. κύματα χείρειν, Hont. II.24, 8. Od. 8, 183. 13, 91. 264; vgl.2, 434. Apoll.JRhod. 2, 775. 4, 980; ja auch absolut wird χεί-τ>ειν in gleicher Bedeutung = das Meer durch-fahren, gebraucht Apoll. Bhod. 2, 326. 398. 4,3U6. Aus dieser Bedeutung erklärt sich Πόρ--xog, Πόρκης, ΙΙορκεύς sowohl als Name einesMeerdämons oder Meerungeheuers als auch.χορκεύς als Bezeichnung des das Meer befahren-den Fischers, der mit dem χόρκος (was Cur-tius, Grundzüge der griech. Etym. 166 5 freilichzum Stamme χλεκ 'flechten stellt) hantiert.Schon Schoemann, Opusc. acad. 2, 183 (und nachihm Preller-Bobert 1, 560, 3) hatte zwar Phor-kys-Phorkos-Porkos und die 'LaokoonschlangePorkeus (Porkes, Porkis) zusammengestellt,diese Namen aber freilich von einem gemein-samen Stamme Τορκ abgeleitet, der sich auchfinde in dem Namen der gewaltigen Seefischeορκννες oder ορκυνες ( &ύννος, . . όν καλέουαινορκνν, άλλοτε δ αν κήτος , Arehestratos beiAthen . 7, 301 e. Anaxandrides ebend. 4, 131 e.Herakleon ebend. 7, 303 b. δρκννος κητώδηςίχ&ύς, Ael. nat. an. 1, 40, vgl. Oppian Hai. 1,183. 3, 132. 334 Tümpel, Bemerkungen u. s. w.S. 8f.) und sich noch heute im italienischen-orca = 'Seeungeheuer erhalten habe. GegenSchoemann hat sich Bloch, (ob. Bd. 3 Sp. 2431,53 ff.) erklärt. Möglicherweise könnte für Porkos

auch der in χερκ-ός 'schwärzlich, schwarzblau(vgl. χερκάξει μελανίζει, Hesych. und anderehierher gehörigen Ableitungen bei Vanicek,Griech.-lat. Etym. Wörterbuch S. 1187; aucheinem schwarzen Rosse ist der Name ΙΊέρκος aufeiner swf. Vase beigeschrieben, G. I. G. 4, 7642)in Betracht kommen. Doch verdient m. E. sach-lich die von Tomaschek für den EigennamenΙΙόρκης auf^estellte Ableitung vom Stammeio per : por : χειρω den Vorzug. Auch Zielinski,Arch. f. Beligionswiss. 9 (1906), 47 Anm. 1 hatunabhängig von Tomaschek dieselbe Vermutunggeäufsert: 'Porkos = Phorkos, der möglicher-weise auch etymologisch mit Πόρος (s. d.) zu-sammenhängt ein χάρος ist er ja sicher.Vgl. Porkes, Porkis. [Höfer.jPorne (ΙΙόρνη), Beiname der Aphrodite inAbydos, Pamphilos aus Alexandria bei Athen .13, 572 e, nach Neanthes von Kyzikos ebend.so (fr. 35 F. H. G. 3, 11) zur Erinnerung an eineHetäre so benannt, die durch ihre Entschlossen-heit die Stadt befreite, Georg Wentzel ,Exi-κλήσεις 3, 5. Tümpel, Jahrb. f. klass. Philol.Suppl. 16 (1888), 214 u. Anm. erklärt den Bei-namen aus den Beziehungen der Aphrodite zuden Hetären und verweist auf Strabo 13, 627,wo das Grab des Lyderkönigs Alyattes, daszum grofsen Teil aus den Beiträgen der lydi-schen Hetären ( Herod . 1, 93) erbaut war, χόρνηςso μνήμα genannt wird. Verstehe ich Tümpelrecht, so ist nach ihm bei Strabo χόρνηAphrodite. Auf Prostitution, die im Diensteder Aphrodite geübt wurde, bezieht das Epi-theton Gruppe, Gr. Myth. 1356, 5. NachMeister, Griech. Dialekte 2, 230 bedeutet derBeiname = ή χειρομένη Πράέ,ις (s. d.), d. h.die Göttin, die den Beischlaf vollzieht. Dochist es klar, dafs jene Legende nur erfundenworden ist, um den nicht mehr verstandenen40 Beinamen zu erklären, oder ist es denkbar,dafs ein Schandwort wie χόρνη in der gewöhn-lichen Bedeutung als Kultname gebrauchtworden ist? Schon der Zusammenhang weistauf eine andere Bedeutung hin. Unmittelbarvoraus geht die Erwähnung des Zeus Εταιρείας(s. d.), der, wie Athenaios ausdrücklich erwähnt,mit den Hetären nichts zu thun hat, sondern(vgl. Bio Chrysost. or. 1 p. 9 or. 12 p. 237 Dind.)ungefähr dasselbe bedeutet wie Zeus Φίλιος.όο Auch die Aphrodite 'Εταίρο: (s. d.) hat ursprüng-lich dieselbe Bedeutung wie Zeus Hetaireios nach dem ausdrückliehen Zeugnisse von Apollo-doros ίν τοϊς χερϊ &εών bei Athen . 13, 571c(fr. 17 F. H. G. 1, 431): Εταίραν . . τηνΑφρο-δίτην την τους έταίρους καί τάς έταίρας βννά-γονβαν · τούτο δ έατϊν ψίλας, vgl. ν. Wilamowitzbei Wentzel, Έχικλήβεις a. a. 0. p. 4. Sonachmufs man auch fiir Πόρνη nach einer anderenBedeutung suchen. Enmann, Kypern u. d. JJr-60 sprung des Aphroditekultes (Mein, de lacad. desSciences de St. Petersbourg 34, 1886, 13) S. 83nimmt entweder an, dafs Πόρνη vor Zeitenvielleicht ebenso anständig war wie χαρ&ένοςund erst durch den Pessimismus der Spracheherabgewürdigt worden ist, wie das deutsche'Dirne oder das französische 'fille, oder dafsΠόρνη = Πρόναια (dies mit Metathesis des ρund vollständigem Suffix) ist, oder schliefslich