Band 
Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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2775-2776
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2775 Pornopion

denselben Stamm aufweise, wie Πορνοπίων, derBeiname des Apollon . Gegen letztere Annahmespricht freilich das aeolische ΠΟρνοπίων imionischen Abydos sowie die Bedeutung von Πορ-νοπίων (s. d.) selbst. Wenn Gregor. Naz. or. inIul. p. 127 d = Migne 705, 10 sagt: Αφροδίτηπόρνη γενομένη τε αΐβχρ&ς καί γάμων αίβχρώνυπηρέτες, so meint er ihre Buhlschaft mit Ares .Als Eigenname einer Waffentänzerin findet sichΠόρνα auf einer Vase in Florenz , 0. Jahn,Arch. Beiträge 332 f. [Höfer.]

Pornopion ( Πορνοπίων ), Beiname des Apol-lon bei den Aiolern als des Yertreibers der Heu-schrecken: s. Kornopion und Parnopios nr. lb.Oberhummer, Phoenizier in Äkarnanien verweistauf die Parallelen des Heros Myiagros, des Apo-myios (über beides s. d. Art.Myiagros; vgl. auchMyiodes), und des Apollon Έρνθ-ίβιος (s. Bd. 2,Sp. 1383, 10 ff., der auf rhodischen InschriftenΈρε&ίμιος heifst, (I. G. 1. Mar. Aeg. 1, 730. 732.733.735; vgl. 786) und sich alsEpiO-ügtosmit demFeste Έρε&υμια auch in Lykien findet, Hesych.Er schützt die Felder vor dem Weizenbrandanders E. Maafs, Oe Lenaeo et Delphinio XIV= ' qui robigine agros perdit, nach dem dasEpitheton = ΈρνΟΊβωλος ist, während Fick,Vorgriechische Ortsnamen 46 den Beinamenfür einen lokalen hält). Nach Gruppe, Gr.Myth. 1229, 3 bezieht sich vielleicht die Heu-schrecke auf einer Münze von Sinope ( Im-hoof-Blumer, Kleinas. Münzen 1,7 nr. 4) aufApollon P; die Münze zeigt auf der einen Seitedas Brustbild der Ceres (?), auf der andern dieHeuschrecke neben einem Pfluge. Die Dar-stellungen der Heuschrecke auf Münzen vonVelia in Lukanien ( Imhoof-Blumer u. Keller,Tierbilder auf Münzen u. Gemmen 1, 9), Akra-gas (4, 29. 8, 13), Metapontum (5, 1«. 7, 37. 38),Messana (7, 89), der gens lunia (7, 40) und aufGemmen (16, 7. 26. 21, 42. 23, 3137. 4143.26, 64) gehören wohl kaum hierher. Überden Standort der angeblich (Ad. Michaelis,Athen. Mitth. 2 [1877], 1 Anm. 2) von Pheidias geschaffenen Statue des Apollon Parnopios aufder Akropolis von Athen (Paus. 1, 24, 8), dieFurtwängler, Meisterwerke 671 für ein WerkPraxiteles des Älteren hält, s. Wachstnuth, StadtAthen 1, 148. Michaelis a. a. 0. 2. 4; vgl. auchB. Keil, Hermes 30 (1895), 239. [Höfer ]

Poros (Πόρος ), Sohn der Metis, von PeniaVater des Eros: s. Bd. 1 Sp. 1349, 44ff. Sp. 1345,64 ff. Bd. 3 Sp. 1921, 53 ff. und die dort ver-zeichnete Litteratur und Porphyr, de antronymph. 16. Schoemann, Opusc. acad .. 2, 81.Zeller, Philosophie der Griechen 2 S , 513 = 2 4 ,611 Anm. 7. Beuschle, Platon . Mythen 13. C.Schirlitz , Jahrb. f. klass. Philol. 147 (1893), 738f.Gegen die gewöhnliche Ansicht, dafs bei Plato wegen des Gegensatzes zu Penia und demganzen Sinne der Allegorie entsprechend Porosdie Bedeutung von 'Abundantia Zeller a. a. 0.weist darauf hin, dafs Poros nicht 'Reichtum,sondern 'Erwerb, Betriebsamkeit bedeutehabe, wendet sich Ahrens, Philologus 27 (1868),271 ff. Poros , führt Ahrens an, könne an und fürsich nicht den Sinn von ευπορία haben, dieseBedeutung, die bei' Plato durch den Zusammen-hang gefordert werde, sei nur möglich, wenn

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man von dem gewöhnlichen πόρος absehe undin ihm ein 'dialektisches Wort erblicke, dasPlato von Alkman (s. unten) entlehnt habe, diesesWort aber sei Κόρος, noch nicht in der tadelns-werten Bedeutung = 'Übersättigung, sondern=πλουτος, όλβος. Bei Alkman in dem argverstümmelten Parthenion ist zu v. 14 dasScholion hinzugeschrieben: ότι τόν Πόρον εί'ρηκετον αυτόν τω υπό του Ήοιόδον μεμν&ενμένώΧάει, Hermes 13 (1878), 16. Bergk, Ρ. L. 3*ρ. 30. Im Text des Alkman selbst ist Πόρος nicht erhalten, so dafs die Deutung und Er-klärung des Poros eine unsichere, von den je-weiligen Ergänzungen des Textes abhängigeist. Alkman hat von dem Schicksal gesprochen,das die Hippokoontiden im Kampfe, nichtgegen Herakles , wie man gewöhnlich annimmt,sondern gegen die Dioskuren, da bei Alkmana. a. 0. Vers 1 Πωλνδενχης erhalten ist (Bergkz. d. St. Kaibel, Hermes 27 [1892] 258) ereilte,und fährt nun fort: [κράτησε γ]άρ Αιβα πάν-των || [η Πόρος] γεραιτάτοι || [βιών & τ άπ]έδιλοςΆλκά. So ergänzt Jurenka, Serta Hartei. 36und Sitzungsberichte der philol.-histor. Klassed. kais. Akad. d. Wiss. in Wien 135 (1896), 1S. 6; ähnlich Blafs, Khein. Mus. 40 (1885), 19;vgl. 23 (1868), 551. Biels, Hermes 31 (1896),345, nur dafs dieser καί (statt 5)) Πόρος schreibt,nach βιών interpungiert und dann weiterschreibt «jrjg'dUos άλκά (nicht Άλκά), das ermit dem Folgenden verbindet (alle bezwangAisa und Poros, die ältesten der Götter; nichtsoll die unbeschwingte Kraft [wohl = Ohn-macht] der Menschen nach dem Himmel fliegen);wir haben also nach diesen Ergänzungen zweibez. drei Gottheiten: Alea, Πόρος bez. nochΆλκά, von denen Πόρος nach dem Scholion demChaos bei Hesiod entspricht. Dafs die Ahrens-sche Ansicht, Πόρος (Κόρος) bedeute hier 'Reich-tum, schon durch den Zusammenhang, abge-sehen von der Bemerkung des Scholions, un-möglich ist, ist ohne weiteres klar. Eine andereVermutung äufsert Bergk, Philologus 22 (1865),4: Πόρος sei, wie bei Plato, so auch bei Alk-man als Vater des Eros, der hier in irgendeinem Zusammenhang erwähnt worden sei, ge-nannt gewesen; da nun als Vater des letzterenauch Chaos (Schol. Theokr. 13, 1. Schol. Apoll.Rhod. 3, 26; vgl. auch Oppian , Hai. 4, 23,Schoemann a. a. 0. 76) erscheine, so habe derScholiast Poros und Chaos für identisch ge-halten. Weil, Journal des Savants 1896, 511wollte, wohl etwas vorschnell, durch Alea ver-führt, statt Πόρος : Μόρος schreiben. Jurenka,Serta Hart. a. a. 0. 37 vergleicht, ohne Berück-sichtigung des Scholions, Πόρος und Alea mitΚράτος und Bia, und übersetzt Sitzungsber.a. a. 0. 37: 'Denn alle bezwang dag bittreVerhängnis Nein, 'Urkraft, die älteste derGötter, Mit 'Hilfe geeint, die herfliegt nacken-den Fufses. Vielleicht empfiehlt es sich aber,wenn wir die Ergänzung Jurenkas annehmen,Άλκά nicht als 'Hilfe aufzufassen, sondern als'Kraft, Stärke, und Πόρος ( 'Mittel, Weg)dürfte dann ungefähr den Sinn von ' Σοφία *haben, eine Personifikation derjenigen Eigen-schaft sein, die in allen Fällen sich Rat weifs(vgl: Soph. Ant. 358: παντοπόρος' άπορος έπ

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