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Porthmeus
Porthmeus
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Personennamen 375. 376. 407) = 'der Eroberer,insofern das Erobern wesentlich ein Zerstörenist’ {E. Maaf's, Griechen und Semiten auf demIsthmus von Korinth 70), scheint ursprünglichein Beiname des Ares, dessen Sohn Portheus-Porthaon (s. d.) heilst, gewesen zu sein, Gruppe,Griech. Myth . 1382 (vgl. das Epitethon des Aresπτολί-πορ&ος). Auch als Eigenname mit deut-lichem Bezug anf den Begriff des πορ&είν findetsich ΙΙορ&άων bei Polyaen. 6, 1, 0 und dazu ioBergk, Philologtis 17 (1861), 55 f. = Kleinephilol. Schriften 1, 149 u. Anm. 12. Auf einerSilbermünze aus Rhodos kehrt derselbe Eigen-name wieder, Friedländer, Hermes 7 (1873), 50.
—· 4) s. Porthaon und ferner Euripides im Me-leagros bei Aristot. Wut. 3, 9 p. 1409b: Οίνεύς . . Πορϋ-άονος Ttals sowie Argonautenverzeichnisin der Ausgabe des Apollonios Bhod. von Merkel-Keil p.53ö: Λαοκόων Πορ&έως, vgl. Apoll. Bhod.
1,191 ff. u. Laokoon nr. 1. — 5) Nach W. Crönert, soArchiv f. Papyrusforschung 2 (1903), 351 wirdin einem Epikerfragment, höchst wahrschein-lich den Bassarika des Dionysios, enthalten indem Papyrus des Brit. Mus. nr. 273, heraus-gegeben von Kenyon, Fragments of an epicpocm in Liber gratularius in honorem Her-icerdeni (1902) [mir nicht zugänglich] nebenanderen Heroen ein Πορβ·άων, wahrscheinlichals Mitstreiter des Dionysos in seinem Kampfegegen die Inder, genannt. [Hofer.] 30
Porthmeus (Πορ&μενς), 1) Beiname desNauplios (s. d.) bei Lucian. v. h. 2. 29. Rha-damanthys, erzählt Lnician, habe ihm als Be-gleiter von den Inseln der Seligen nach deninsein der Gottlosen mitgegeben τον πορ&μίαNuvithov, ΐν εΐ καταχ&είημεν lg rag vyeovg,μηδε lg iju&g σνλλάβρ km κατ’ alipv έμπορίανκατ uitXiovtag (Anspielung auf des Sophokles NuvrtXiog καταπλέωνΊ). Nach J. Geffcken,Hermes 26 (1891), 38 f. bes. 39, 4 ist das Epi- 40theton πορ&μενς noch eine Reminiszenz andas ursprüngliche Wesen des Nauplios als einesfurchtbaren, tückischen Meerdaimons, eine An-schauung, in der er sich mit Gruppe, Gr. Myth.
65, 3f. begegnet, nach dem Nauplios (= 'derAblenker der Schiffe’; der verkürzte zweiteBestandteil von Nauplios scheine von πλά &abgeleitet), der 'furchtbare, mit Poseidon aus-geglichene Gott von Nauplia’ ist. — 2) Bezeich-nung des Charon , vgl. Eust. Hom. II. 16, 35: soΧάρων μν&ολογεΐται πορ&μενς έν ’Άιδον. Schol.Luc. Oial. Mort. 2 ρ. 252, 21 Babe : πορ&μέα,λέγει τον Χάρωνα ώς διαβιβάζοντα τονς νεκρούς—, Minyas bei Paus. 10, 28, 2. Eur. Alk. 253.Theokr. 17, 49. Eust . Hom. Öd. 1666, 36. Suid.s. v. δανάκη. Paus. 10, 28, 1. Luc. dial. mort.
4, 1. 10, 10, 13. 11, 4. 12, 5. 20, 1. 22, 2. 27, 9.Charon 1. 16. 22. 23. Catapl. 5, 17. de hictuI 3. 10. Anth. Pal. 7, 63. Kaibel, Epigr. 646, 3| (7. G. 1t. et. Sic. 1746, 3). luv. 3, 266. Petron. eot Sat. 121. 177. Epigramm bei Fabretti, Inscr.
E ant. p. 702 nr. 235 v. 3. O. Waser, Archiv fürBeligionswissensch. 1 (1898), 160 und besondersCharon , Charos, Charun 24 f. Bohde, Psyche l a ,f. 306f. Usener, Sintflutsagen 215ff., wo Parallelen1' (vgl. auch Fries, Rhein . Mus. 59 [1904], 207.
\ Sartori, Archiv f. Beligionswissensch. 2 [1899],
S 214. Br. Schröder, Bonner Jahrbücher 1902, 66 f.
Lj. Badermacher, Das Jenseits im Mythos derHellenen 89ff. D. Westermann, Archiv fürBeligionswissensch. 8 [1905], 109) verzeichnetsind. Eine für die Mythologie des Charon imhöchsten Grade wichtige Darstellung, eineschwarzfigurige attische Malerei, etwa dem Endedes 6. Jahrh. angehörig, hat Furtwängler, Archivf. Beligionswissensch. a. a. O. 191 u. 194 —darnach nachstehende zwei Abbildungen — ver-öffentlicht und mit einem ausgezeichneten Kom-mentar versehen, der hier im Auszug wieder-gegeben wird. Das Bild ist auf einer in Athen gefundenen, jetzt in München befindlichen thö-nernen Eschara, einer Art nach beiden Seitenoffenen Cylinder, durch den man den Totendie Opferspenden in die Erde hinabgofs (vgl.Schol. Eur. Phoen. 274. Deneken in diesem
1) Thönerne Eschara mit Charonbild (s. Abb. 2)(nach Furtwängler, Arch. f. Religionswiss. 8, 19]).
Lexikon Bd. 1 Sp. 2501 Anm. Vgl. auch Paus.10, 4, 10. 3, 19, 3 und dazu Bohde, Psyche l 2 ,160 und Anm. 4). Dargestellt ist Charon alsgreiser Fährmann (6 ysgaiog Tiopttgsi'ig, Minyasbei Paus. a. a. 0.) mit weifsein Bart und ebensolchem unter der runden Schiffermütze hervor-quellendem Haupthaar; er sitzt im Hinterteileseines Bootes bei den beiden Steuerrudern, dieLinke unter dem Mantel, in den er sich ge-wickelt, geborgen, die Rechte befehlend vor-gestreckt, den Mund wie zum Schelten geöffnet.Sein Schelten gilt den geflügelten Seelen, denEidola, die von oben herab sich in das Boot,um mitgenommen zu werden, zu schwingenoder gar von der Bootsspitze aus in den Kahnzu gelangen suchen. Denn nicht für alle istPlatz im Boote, viele müssen warten undmanche scheinen wieder zum Ufer zurückzu-fliegen. Die Seelen, die mitgenommen werden,müssen rudern, und so sehen wir unmittelbarvor Charon eine solche auf der Ruderbankhocken im Begriffe zu rudern. Das Boot, dasauf unserer Darstellung in seiner ganzen Länge,nicht wie auf den bekannten Darstellungen