Band 
Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
Seite
2783-2784
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2) Charon der nofi&f.i euj von flatternden Seelen umgeben, Bild einer thönernen Escliara (nach Furtwängler } Arck, f. Religio ns wiss. 8, 194); vgl. Abb. 1.

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Porthmeus

Porthmios

2784

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IlliiiHllili ilil illo!

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(vgl. Waser, Arehiv f. Bel. a. a. 0. 1, 164 ff.)nur zum Teile gebildet war, weist auf demerhaltenen Stücke noch fünf Ruder auf; dieursprüngliche Zahl war mindestens die doppelte.Damit ist der Zweifel, dafs Polvgnot (Paus.10, 28, 1) den Charon als jrophyiEÜj iiti tccIsxmitaig (Waser a. a. 0. 41) dargestellt habe,beseitigt, und ebenso erklärt sich die Mehrzahlder Ruder des Charon auf einer Grabstele vorio dem Dipylon- in Athen (Litteratur bei Waser118 Anm.). Am bedeutsamsten aber ist unserBild, das sich fast wie eine Illustration zu denungefähr siebenhundert Jahre später von Lucianüber Charon überlieferten Vorstellungen aus-nimmt und dadurch umgekehrt zugleich be-weist, wie fest und zäh die Volbsvorstellungan dem Typus des Charon festgehalten hat,dadurch, dafs es die Annahme hinfällig macht,Charon sei überhaupt erst von dem Dichter der20 Minyas genannt [vgl. Bd. 1 Sp. 885, 9. v. Wi-lamowitz, Hermes 34 (1899), 228], ja von diesemgeradezu erst erfunden worden. Doch hättediese Ansicht, auch ohne. Kenntnis von unseremBilde, nicht aufkommen können, wenn man,wie Furtwängler (a. a. 0. 198) es gethan hat,aus den Versen der Minyas herausgelesen hätte,was nun nach Furtivänglers Vorgang als selbst-verständlich erscheint: die Verse der Minyassetzen den Charon bereits als eine allbekannte30 Figur voraus, da nur kurz berichtet wird, dafsTheseus und Peirithoos, im Begriffe über denHadesstrom zu fahren, den alten Fährmann mitdem Naclien nicht zur Stelle finden. 'So kanndoch nur jemand dichten, der mit dem Fähr-mann als mit einer ganz bekannten Figuroperiert, nicht jemand, der diese Figur erfindet;der würde sie doch nicht gerade durch Ab-wesenheit haben glänzen, sondern sie zur Stellesein lassen und würde sie dem Hörer griind-« lieh vorgestellt haben. So dürfen wir getrostmit Furtwängler annehmen, dafs Charon , derTotenfährmann, eine uralte Gestalt echtenVolksglaubens, nicht die künstliche Schöpfungeines Dichters ist. Auch Bader macker a. a. 0.90 ff. hält den Charon für älter als die Minyas,durch die er vielleicht zuerst als Fährmannder Unterwelt eingeführt worden sei, währendseine ältere, ursprüngliche Funktion die desFährmanns über den Okeanos gewesen sei.5« Vgl. Portitor. [Höfer.]

Porthmios (Tlog&yiog), Kultname des Posei-don, abgeleitet von dem Ttog&yog, der die InselKarpathos von dem nördlich davon hegendenIrmelchen Saros trennt, in dessen Nähe auchder Tempel des Gottes lag ( Beaudouin, Gorr.hell. 8, 359f. Hittenberger, Syltoge l s p. 433, 11.2 2 p. 491,10. Hüter v. G-aertringeu, Arch.-Epigr.Mitt. aus Oest. 16 [1893], 106), Inscr. Ins. Mar.Aeg. 1, 1031 p. 169. 1032 p. 170. 1033 p. 171.60 1036 p. 172. Nach der Inschrift 1035 p. 171(vgl. Hittenberger aa. aa. 00.) scheint der Tempeldes Poseidon Porthmios das gemeinsame Heilig-tum des gesamten rhodischen Volkes gewesenzu sein. Das Nordkap von Karpathos hiefsKtpuklti-ov dy.gov, Ptolem. 5, 2, 33. Daraus hatO. Benndorf, Arch.-Epigr. Mitt. a. a. 0. 106geschlossen, dafs wie Nisyros und Kos einstals zusammengehörig galten und ihre Trennung