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Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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Poseidon (b. Homer)

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Poseidon (b. Homer )

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Sturm- oder Wogenort, dessen Name desselbenUrsprungs ist wie der des hier auch besondersgefürchteten Aigaion (s. d.), kann wohl hiernur gemeint sein entweder das an der Süd-spitze Euböas zwischen Karystos nnd Geraistosgelegene Inselchen Aigai (Schol. Apoll. Eh. 1,1165. Hesych. s. v. Aiycd) oder eine Chalkisbenachbarte euböische Stadt am Euripos (Strabo 8 , 386. 9, 405. Schol. II. 13, 21 ). Poseidon

zerbricht er die Fahrzeuge, Od. 5, 291. 7, 271.9, 283 11, 399. 23, 234, und hält ihn durchSeedrangsale von der Heimat fern, Od. 1 , 20.68 . 5, 286ff. 11, 101 . Den Aias aber stürzter in die Tiefe von jenen gyräischen Felsen,nach Eustathios Klippen der Kyklade Mykonos ,deren inneres mit Felsblöcken iibersät ist (Eofs,Inselr. 2 , 29) und bei deren Anfahrt noch heuteder Schiffer den H. Nikolaos, Ps christlichen

hiefs darnach Aigaios bei Pherekydes Schol. io Ersatzmann, um Stillung der Wogen anfleht,

Apoll. Bhod. 1, 831. Strabo 9, 405. In demebengenannten Geraistos verehrte man ihnnoch in seiner ältesten Eigenschaft als Urheberdes Wintersturms, Schol. Pind. 13, 159; vgl. ωΓεραίοτιε παί Κρόνον Aristoph. Bitter 661, undder Riese Geraistos (s. d.) gehört wie seineEbenbilder Briareos und Aigaion zu den euböi-schen Prototypen des stürmischen KüstengottesP. (vgl. Preller, Cr. 31.* 1, 569. 578. M. Mayer,

Polites, Meierte S. 58.Evvooiyatog und Evo-ai%9av heifst P. häufig wohl, weil die tobendeBrandung die Küste erschüttert und im Rollendes Erdbebens gleichsam wiedererkannt wird,wie denn ßadoeco, ßoaauu. ßnaeyog, ßgaozijgbald die Brandung, bald die Erderschütterungbezeichnen (Curtiws, Gr.° 587); s. oben den erd-erschütternden Aigaion. Dafs die Vorstellungenvon Wind und Wasser, Brandung und Erd-

124. Sam Wide, Lakon. Kulte 43). Dagegen lag 20 beben in einander spielen, bezeugtauch Ammian .

ein anderes Aigai, das H. 8 , 203 wie Helike ,d. h. die gekrümmte, brandende Küste, eineheilige Stätte Poseidons heifst, nach Od. 5, 381in Achaja, wohin auch trotz Aristarchs gram-matischem Einwande ( Etyrn. 31. 547, 16 . Welcher,G. G. 1, 635) P. als 'EXtxdtvtog avccig, II. 20,404, besser zu setzen ist, als nach dem böoti-schen Helikon, vgl. öff ff 'EXixätva xal svQStagiyti Aiyccg Hymn. hom. in Pos. 22, 3. Strabon

Marcell. 17, 7. 12 . 13, der die erste Art derviererlei Erdbeben, der Brasmatiae, mit Anaxi-mander aus den Winden erklärt, die in dienach übergrofser Hitze oder Regenmenge ent-standenen Erdspalten eingedrungen seien. Des-halb würden sie dem Neptunus, derhumentissubstantiae potestas, zugeschrieben. Der litau-ische Drebkulys, 'der so stöfst, dafs es bebt,wird angerufen, wenn man bei starkem Sturm

8, 884. 3Ieister, Grieeh. Dial. 1, 199. Belach 30 ein Erdbeben merkt, Usener, Göttern. 89. Das

im Bhein. Alm. N. F. 50, 567. Aber dasIloatäpCov ayXabv aXßog stand allerdings beimböotisehen Onchestos am Kopaissee, II. 2, 506,ein Stammheiligtum, dessen Poseidonspieie imHom. hymn. Apoll. Pyth. 53. Merc. 230 undPind. I. 1, 33. 54. 3, 37. vgl. Paus. 9, 26, 6.37, 1 gerühmt wurden. Ein majestätischerSeekönig, ava £, xgsicov, svQvxQeicov, sv-gve&svzjg, geyag ffsoj, II. 8, 200. 208. 11,

Erdbeben, das P's Heranstürmen zur Götter-schlacht verursacht, droht sogar die Unterweltblofszulegen, so dafs Hades mit lautem Ge-schrei von seinem Throne aufschrickt, II. 20, 54.P. heifst aber auch Vcui)o%og Erdhalter, Erd-umschlinger, II. 13, 43. Od. 1, 68. 11, 241, wiees scheint, weil den Schiffenden das Land aufdem Meere wie aufgebaut erscheint oder dieErde von diesem umspannt ist, s. Welcher, G.

751. 7, 455, an Breite der Brust sogar Ares 40 G. 1, 627 Preller , Gr. Μ.* 1, 571. Dagegen

und Zeus übertreff'end, II. 2, 479, fährt P. vonAigai her übers Meer, das samt seinen Un-geheuern ihm freudig huldigt, II. 13, 21 ff. Auchder alte Proteus ist ihm unterthan, Od. 4, 386.Dem Schiffer verleiht er glückliche Fahrt undrettet ihn aus der Not, II. 9, 362. Od. 3, 178.4, 500. 7, 35. Aber wie sein Element beweg-lich und heftig aufbrausend, neigt er häufigerzu Zornund erbarmungsloser Rache. Dann fafst

folgten Beklier, An. gr. 1, 229. Döderlein,Hom. Gloss. 54 und Nitzsch , Philol. 1857, 10dem Hesych. s. v. 7) 6 lititixog, 6 iitl totg ö%riu,uai%ai qcov, dem auch Bobert und Ed. 3Ieyer, G.d. A. 2, 829 zustimmen. Aliillensiefen de titul.Lacon. dialect. Strafsburg. Dissert. 1882 S. 82.Nägelsbach, Hom. TheolA hg. v.Autenrieth S. 398und Sam. Wide, Lakon. Kulte S. 38. 45 deutenes als Erdfahrer, weil er über die Erde fährt

er seinen Dreizack, ein Sinnbild wohl nicht 50 oder, wofür der letzte eintritt, eine unterirdische

-des ihm zugeteilten dritten Naturreiches, son-dern des dreizackigen in eine Thunfischer-gabel umgestalteten Blitzes oder Sturmge-schosses (vgl. Aeschyl. Sept. 131: novzogiScovAval·, Ifß'vßoXa jiu%avä HoastSütv. Flut. Is.Osir. 76. Welcher, G. G. 1, 628 ff. und Preller 41, 570, 3. Gilbert, G. G. S. 170) und wühltmit ihm das Meer, alle Winde und Wetter-wolken zusammenballend, oder spaltet die

Wagenfährt unternimmt, vgl. Artemis Gaieochos(s. d.), Zeus Gaiaoehos, Aesch . Sappl. 816; Eurip.Tr. 884 ff. Endlich heifst er nach Gilbert, Gr.G. S. 170, der auch die Beinamen agtplßatog(-yaiogl) Tzetz. z. Lyk. 749 und aatpaXtog heran-zieht, Erdhalter, weil er das Erdrund mit seinenvon den Weitenden auf- und medersteigendenWolken- und Wassermassen umspannt undzusammenhält. Er richtet auch Steinmassen

Felsen, weil er den opfervergessenen Griechen 60 auf und wird zum Baumeister. Denn das

oder dem Odysseus, dem Blender seines SohnesPolvphemos, oder dem lokrischen Aias, der, vonihm auf den gyräischen Felsen kaum gerettet,den göttlichen Beistand verschmäht, gri mm igzürnt, II. 12, 27. Od. 5, 291. 4, 506. Jenensäumigen Griechen vor Troja zerstört er durchdie aufgewühlte Flut die mühsam erbauteLagermauer, II. 7, 442 ff. 12, 3 ff, dem Odysseus

Phäakenschiff, das den Odysseus wider desGottes Willen nach Ithaka getragen hatte,versteinerte er zur Strafe und umschlofs diePhäakenstadt mit einem unzugänglichen Fels-wall, Od. 13, 151. 156, obgleich Alkinoos, alsSohn des Nausithoos, ein Enkel des Poseidonund der Periboia war. Dem K. Laomedonfronte I. allein oder von Apollon unterstützt