Band 
Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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3113-3114
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des Apollon befunden habe, während er nachden übrigen Berichten (s. unten) aufeerhalbdes heiligen Peribolos lag. 0. Müller, Kl. Sehr.2, 197, 45 nahm daher ein Versehen Diodorsan. A. Mommsen, Helphika 25, 2 nimmt eineunscheinbare Kapelle an, die in jüngerer Zeitdurch den Athenatempel auf der Märmaria(s. unten), den übrigens Diodor (11, 14) gleich-falls erwähnt, antiquiert gewesen sei. Wieseler,Delph. Ath, 24. Jahrb. a, a. 0. 667 schreibtfür dneEv νέων. δνεϊν εδων, nimmt also stattzweier Tempel zwei Bildsäulen an, und bauthauptsächlich auf dieser an und für sich an-sprechenden , aber mit anderen Zeugnissen inWiderspruch stehenden (s. Mommsen a. a. 0.145, 1) Konjektur seine oben angeführte Hypo-these auf. Auch die Inschriften geben dieForm Προναία. Wieseler, Delph. Ath. 27 f.kannte von diesen zwei, die bei Curtius, Anecd.Delphica 78 nr. 45 (= Le Bas 841, Bangabe,Ant. Hell. 712. Hittenberger, Sylloge 1 , 189)und Curtius nr. 43 (= Le Bas 843, Bangabe 711),in denen von ΙπιμΆεο%·αι und καταΰχενάξεβ&αιτον κύαμον ταAftavä τα Προναία die Redeist. Dafs mit dieser Schmückung des Athena-bildes (vgl. Mommsen a. a. 0. 143 f.) unterdiesem durchaus nicht das von Wieseler an-genommene ί'δος im Temenos des Apollon ver-standen werden mufs, sondern ebenso wahr-scheinlich das Kultbild im Tempel der AthenaPronaia selbst gemeint sein kann, ist ohneweiteres klar. Ob diese Schmückung desAthenabildes ihr mythisches Vorbild in dervon Menelaos τή Προνοία (hier die später üb-liche Form)Α&ηνά dargebrachten Weihungdes Halsschmuckes der Helena hat, Demetr.Phaler. bei Eust. ad Horn. Od. 1466, 60. Schol.Horn. Od. 3, 267; vgl. Bd. 2 Sp. 2779, 3 ff.),wie Mommsen a. a. 0. 143 annimmt, bleibedahingestellt. Übrigens befand sich auch dasHalsband der Briphyle, das nach der gewöhn-lichen Tradition von Alkmaion dem delphischenApollon geweiht worden war, nach Phylarchosbei Parthen. 25 iv τφ τής ΠρονοίαςA&Tjvägίερώ. Eine weitere fragmentierte Inschriftlautet τα όπλα άν&ό[μενωι . . . τ&ξ Αδαναςτ\άς Προναίας άνδέμεν[ωι, Corr. Hell. 6 (1882),459 nr. 91 Ζ. 12. Auch die von Homolle, Corr.Hell. 25 (1901), 104 ergänzte, auf einer Sta-tuenbasis gefundene Inschrift: Άδη]ναι [Π]ρο-ναίαι ανέδηκ . . . [Κηφ/ο]όόοτος A\ δηναιοςέποίησεν] weist darauf hin, dafs die geweihteStatue, nach Homolle ein Werk des Kephiso-dotos, des Vaters des Praxiteles , im Tempelder Athena gestanden hat, den nach der Er-gänzung von Danielsson, Lndogerman. For-schungen 4 (1894), 167 (gebilligt von L. Ziehen,Bhein. Mus. bl (1902), 175 f.): τον vabv τονΑπόλλωνός τον Πνδίον χαί τάν ανλάν καί τοντας Λ[δαναίας τάς Προναίας ναόν καί τον ]δρόμον auch das Ampbiktyonengesetz vomJahre 380 nennt, wo man früher irrtümlichΆ[ρτάμιτος ergänzte, C. I. G. 1, 1688 Z. 35C. I. A. 2, 545. Michel, Becueil 702. Collitz2501. Auch der auf einer Stelle im Schatz-hause der Athener zu Delphoi gefundenePaian des Aristonoos preist die Athena alsΤριτογινή Προναίαν , Corr. Hell. 17 (1893),

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566, IV. Philologus, Ergänzungsheft 53 (1894),

5 vers 25 (vgl. S. 14). Auf Athena Pronaia(nicht Pronoia) weist auch Aristid. or. 2 p. 26Dind.: 'Απόλλων . . τοΐς μεν αλλοις αντός ißziπροπνλαιος, αντον δετήν Άδηναν πεποίη-ται ; vgl. or. 1, 23, 8: Απόλλων των αντονχρηβμωδών ταντην προνστήΰατο καί προδνεινέπεταξεν.

Neben Προναία findet sich, wie schon obenSp. 311lf. erwähnt, häufig die Form Πρόνοια ,wo die neueren Herausgeber z. T. gegen dieHandschriften Προναία eingesetzt haben, Aesch.advers. Ctesiphon. 108. 110. 111. 121. Da hierein pythischer Orakelspruch bzw. der Eid derAmphiktyonen im Kriege gegen Kirrha mit-geteilt wird, sieht Wieseler 14, der an einewörtliche Anführung von seiten des Aischinesglaubt, hier die älteste Erwähnung der AthenaΠρόνοια und demgemäfs einen Beweis für seineAnnahme, dafs Πρόνοια gegenüber Προναίαdie ältere Form sei; aber mit Recht machtMommsen a. a. 0. 145, 1 geltend, dafs Aischines die seiner Zeit geläufigere Form angewendethaben wird. Aufser bei Aischines und den schongelegentlich angeführten Stellen steht Πρόνοιαhei Demosth. in Aristog. 1, 34 (or. 25 p. 780).Paus. 10, 8, 6. 7. Diodor 11, 14. Flut, Praec.reip. ger. 32 p. 825 b. Phylarchos bei Parthen.25. lulian or. 4 p. 149 b. Eust. ad Hom. 11.83, 43. Vielleicht hat zur ümdeutung des ur-sprünglichen Προναία in Πρόνοια auch derUmstand mitgewirkt, dafs, als Dionysos inDelphoi von den Titanen zerrissen worden war,allein sein Herz προνοία τής Άδη vag unver-letzt blieb, Proklos z. Plat. Tim. 3 p. 184.Lübeck , Aglaoph. 557. Mommsen a. a. 0. 291, 2.Gruppe, Gr. Myth. 103, 13. 104, 1. UeberPronoia als Beiname der Athena an anderenKultstätten s. Pronoia lff.

Über die Lage des Tempels der AthenaPr. (παρά Άπόλλωνι τω lv ΑελφοΙς κάλλιστο gκαί μεγιατος νεάς ενδνς είΰιόντι εις το ιερόν,Hemosth. a. a. Ο.) vgl. Herod. 8, 37. Diodor .11, 14 u. bes. Paus. 10, 8, 6. Die Substruk-tionen der vier von Pausanias erwähntenTempel und einer von Pausanias nicht er-wähnten Tholos sind 1838 von Laurent aufder sogenannten Marmaria gefunden worden,Ulrichs , Beisen und Forschungen in Griechen!.1, 263 (vgl. den Plan das. Taf. 2 = AnnaliTav. d agg. A Bursian, Geogr. v. Gr. 1Taf. 4). Auf Ulrichs basiert Foucart, Memoiresur les ruines et Vhistoire de Delphes in Areh.des missions scientifiques 2 ser. Tome 2 (1865),11 ff., da die Ausgrabungen Laurents schon zuFoucarts Zeit vollständig wieder verschüttetwaren, Pomtoie, Beiträge zur Topographie vonHelphi 72, 1. Die Annahmen von Ulrichs,Bursian, Wieseler 35 ff., dafs der Tempel derAthena Pr. mit der oben erwähnten Tholos(s. unten) identisch sei, war irrig, ebenso wiedie von F. Thierseh, Abhandl. der philos.-philol.Classe der K. bayr. Akad. d. BVss. 3, I (1840),11 ff., der ihn weiter nördlich bei der KircheΠαναγίας χοίμηοις ansetzte. Die Vermutungenvon Ulr. Köhler, Bhein. Mus. 53 (1898), 487und Pomtoie in Klio, Beiträge zur alten Geschichte

6 (1906), 120. 412 f. 416 sind bestätigt resp.

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