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Euripides {Hel. 6 ff.) hat Proteus , der hier alsägyptischer König erscheint, die Nereide Psa-mathe, nachdem diese die eheliche Gemein-schaft mit Aiakos aufgegeben hatte {i -πειάήλ£κτρ’ άφήκεν Αιακού), geheiratet und mit ihrden Theoklymenos und die Eido (später The-onoe genannt) gezeugt.
Neben Ψαμά&η findet sich die Form Ψα-μά&εια {Find. a. a. 0), der Αμάθεια ( Hom. II.18, 48 Hyg. Fab. praef. p. 10, 19 Schm.) ent-spricht; denn äga&og ist = tpagaffog {Hom.Hymn. in Apoll. 439. J. Schmidt, Zeitschr. fürvergleich. Sprachforschung 32 [1893], 362). Zu’Λμά&εια stellt sich der Nereidenname B AM A©OSauf einer Hydria aus Caere mit der Darstel-lung der Prothesis einer Leiche (wohl desAchilleus ), die von klagenden Frauen (Nereiden)umgeben ist, Cataloghi del Museo Campana,Classe I, Serie II, nr. 2, abg. Annali 1864tav. 0. P. Vuruy, Histoire des Grecs 1, 248.Histoire des Romains 2, 132. Pottier, Vasesant.du Louvre pl. öl nr. 643. Der Name, von Lenor-mant bei Λ. Dumont und Chaplain, Les ccra-miques de la Grece propre 1, 249, 8 (vgl. aberauch 259, 4) Ψαμά&η, von Oumont a. a. 0. 417(Index) ’Αμά&οι. a gelesen (über die frühereLesung 'Alaffo s. Bd. 1 Sp. 1818 unter Halathound Cauer, Dell 74. Conze, Annali 1864. 188),lautet vielmehr Ίμα&άι {Benndorf , Griech. u.Sicil. Vasen p. 6 nr. 8. P. Kretschmer, Zeitschr. f.vergl. Sprachforsch. 29 (1889), 170. Die griech,Vaseninschriften 22 nr. 24. Blafs bei Collitz3137. J. Schmidt a. a. 0. 363. Wiliseh, Diealtkorinth. Thonindustrie 158 nr. 30) und ge-hört trotz des schwer zu erklärenden aberdurch andere Analogien gestützten h — E.Maafs, Indogerm, Forschungen 1 (1892), 168deutet Άμα&ώ, wie er liest, als das 'zusammenmit anderen laufende’ flinke Wassermädchen— zu agaffog, ist also synonym mit Αμάθεια= Ψαμά&εια, J. Schmidt a. a. 0. 363. P.Kretschmer, Zeitschr. a. a. 0. 170. Gr. Vasen-inschr. 49f.; vgl. W. Schulze, Quaest, Epicae261 Anm. Die Form 1ΚΕΜΑΘΕ findet sich aufeinem rtfgr. Aryballos in Neapel (Heydemann3352 p. 599 f. mit weiteren Litteraturangaben)mit der Darstellung eines sonst unbekanntenMythos (vgl. Bd. 3 Sp. 249, 47 ff.), J. Schmidta. a. ü. 360. Kretschmer, Zeitschr. a. a. 0.a. a. 0. 409. Gr. Vaseninschr. 117 f.
Sonst erscheint Ψαμά&η ·— a) in Verkehrmit Nereus und anderen Nereiden auf demSkyphos des Xenotimos, s. Ploto. — b) mitNereiden (fragmentiert) auf einem Glocken-krater in der Arch. Sammlung der UniversitätWien , Wiener Vorlegeblätter 1890/91 Taf. 9.Kretschmer, Vaseninschr. 201 Anm. 12. — Die.folgenden Darstellungen zeigen Psamathe beimRingkampf zwischen Peleus und Thetis: —c) rtfgr. Krater in Würzburg , L. Urlichs, Ver-zeichnis der Antikensamml. Würzhurg 3, 397.Campanari, Collezione Feoli nr. 100. C. I. G.4, 8354. Franz Winter, Die jüngeren att.Vasen 71, XV, 1. Overbeck, Heroengallerie 196nr. 44 Taf. 8, 7 = Mon. d. 1. 1, 38. — d) Vasen-fragment (die Figur der Psamathe nicht er-halten), G. J. G. 4, 8353. Overbeck a. a. 0.191 ff. nr. 38 Taf. 8, 1 = Walpole, Travels in
various Countries ofthe East (zwischen p. 410/11)= Millingen, Anc. mied. Monum. I pl. A 1.= Dubais Maisonneuve Introd. Taf. 70, 1.Auch auf manchen anderen gleichartigen Dar-stellungen wird man trotz der fehlenden Bei-schrift am ehesten an Psamathe denken; vgLRaoul-Rochette , Monuments inedits 9.
Als Personenname findet sich Ψαμά9α inHermione, C. I. G. 1, 1211 p. 599. Cauer, Dell'61 p. 46. Inscr. Argot. 732, 4 Z. 16; Ψαμάϋ-ΐ}als Hetärenname, {Lysias) bei Athen , 13, 586 e.592 e, und, wie andere Nereidennamen, als-Name eines athenischen Schiffes, Kretschmer,.Vaseninschr. 202. Boeckh, Staatshaushaltunyder Athener 3, 93.
2) Tochter des Krotopos {Κρότιος, Phot.Lex. s. v. Αίνον, eine Form, die nach E. Maafs,Hermes 31 [1896], 417 Anm. 1 ebenso berech-tigt ist, wie ΚρότωΛος und nicht mit M. Haupt,.Op. 3, 542 f. Knaack, Anal . Alexandr.-Roman..29 Anm. Kalkmann, Paus. d. Perieget 228, 2in Κράτωπος geändert werden darf), gebiert,aus der Umarmung des Apollon den Linos (s.Bd. 2 Sp. 2054), den sie aus Furcht vor ihremVater aussetzt, Paus. 1, 43, 7. Intp. Serv. Verg.Ecl. 4, 56. Lact. Plac. ad Stat. Theb. 1, 570.6, 64. Die Sage war ausführlich behandelt inden Αίτια des Kallimachos , auf den Statius{Theb. 1, 570 ff.), Pausanias (vgl. jedoch auchKalkmann, Pausanias 277. K. Seeliger, Fest-schrift f. Overbeck 44) und Konon (19) zurück-gehen nach Knaack a. a. 0. 14 ff.; vgl. E.Dittrich, Callimachi Aetior. Mb. I in Jahrb. f.klass. Phil. Suppl. 23, 178 ff. XJ.Hoefer, Kanon.38 f. Nachdem Linos bis dahin von Hirtenaufgezogen in einem Alter von vier Jahren{Kallimachos) von Hunden zerrissen wordenwar, wurde der Fehltritt Psamathes, die also,wie anzunehmen ist, in einer gewissen Ver-bindung mit Linos und seinen Pflegern ge-blieben sein mufs, infolge ihres Schmerzes undihrer Trauer dem Krotopos offenbar, und dieserverurteilte sie im Glauben, dafs ihre Angabe,den Sohn von Apollon empfangen zu haben,auf Lüge beruhe, zum Tode, Konon 19; nachOv. Ibis 573 f. und Schol. z. d. St. liefs er sielebendig begraben. Zur Abwehr der deshalbvon Apollon gesendeten Pest befiehlt das Orakel,Linos und Psamathe zu versöhnen, Konon a.a.O.Bd. 2 Sp. 2054, 44 ff. Nilsson, Griech. Feste435 ff. In Argos befand sich das Grab desLinos und der Psamathe, Paus. 2, 19, 8, undauf dem Grabmal des Koroibos zu Megara , desBezwingers der von Apollon zur Strafe füi denTod des Linos gesendeten Poine (Bd. 2 Sp. 1154.Bd. 3 Sp. 2603, 57 ff.), befanden sich Άεγεϊα. . . ig Ψαμά&ι ]v καί . . . Κόροιβον, Paus. 1,43, 8. Anth. Pal. 7, 154. Nach Welcher, Kl.Schriften 1, 17 sollen die Namen Krotopos'Schlägling’ und Psamathe 'Sand’ sich aufden Brauch beziehen, bei Trauer (im vorliegen-den Falle um Linos) sich die Brust zu sch.agenund das Haupt mit Sand zu bestreuen. Näherliegt wohl, bei Psamathe an die gleichnamigeQuelle in Argos {Plin. n. h. 4, 9, 17. Inger,Theb. Farad. 407) zu denken: ihr Kind, die auf-blühende Vegetation {Greve Bd. 3 Sp. 2062, 47.Nilsson a. a. 0. 438, 1), verwelkt unter der
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