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5. Bourguignon zu Neapel , vgl. Ann. d. Inst. 65,1883, 208 ff. (P. J. Meier) z. tav. d’agg. Q. ßal.Reinach , Rep. des vases 1, 347, 2. — UberTräume als Seelenwesen in Vogelgestalt vgl.Norden, Verg. Aen. Ruch VI S. 210 ff. (z. Aen.
6, 283 f.). — Wie allgemein die Seelen die Zu-kunft voraussehen und -sagen (s. o.), so schriebman ja auch den Vögeln die Gabe der Weis-sagung zu. Ihr „unberechenbares und geheim-nisvolles Kommen und Gehen aus dem und in io
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9) Seirene mit Haube, auf dem Grabhügel vor einer do-rischen Säule stehend, auf der attisch, rf. Lekythos zuBerlin nr. 2229 (nach Weicker, Seelenvogel S. 161 Fig. 84).
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den Raum, in welchem man den Sitz der Un-sterblichen wähnte, liefs sie vor anderen Tierengeeignet erscheinen, dem Menschen über denWillen der Götter oder über das Dunkel derZukunft Andeutungen zu machen“, 0. Schräder,Sprachvergleichung und Urgeschichte 8 2, 141.Vgl. Roscher, Kynanthropie S. 73 If. Undschliefslich sei in diesem Zusammenhang we-nigstens gestreift, dafs die Taube ein indoger-manischer Totenvogel ist, vgl. Schräder a. 0., und 40auch auf die Taubehingewiesen alschristliches Symboldes heiligen Geistes.
Am besten wohlim Anschlufs an denmenschenköpfigenVogel läfst sich eineweitere Erschei-nungsform der Seele 50betrachten, nämlichder körperloseKopf.Auch der einfacheKopf, der Sitz derSinne (vgl. Artemidor. Oneirokr. 1, 35 p. 34),konnte als Sitz der Seele aufgefafst und inWort und Bild als eine Art Abbreviatur desmenschenköpfigen Seelenvogels oder des Eido-lons (s. u.). als Symbol der Seele verwendetwerden, vgl. Weicker , der einer Andeutung 60Rethes folgt, a. 0. S. 30 f., G. Nicole a. 0, 747,
19. Reihe, Deutsche Lit.-Ztg., 24, 1903, 996.Rh. Mus. N. F. 62, 1907, 465 f. A. 62, wo auchüber den Phallos als Seelendarstellung. Manhalte zusammen Hom. II. 11, 54 f. ovvexiffieXXev / rroXXces L(p ff iaovg r. e <p aXdg "AiSi tujo'l-atyeiv mit 11. 1,3 noXXus d’ Lcpff Lyons rpvxccs’Z.L$LTtQotttipsv, und es ergibt sich die Gleichung
10) Hahn als Seelenvogel aufeinem rf. Aryballos im Na-tionalmuseum zu Athen (nachAth. Mitt. 30, 1905, 208 Abb. 2).
κεφαλαί = ψυχαί , die auch die Scholl. II. 1 , 3bestätigen; so aber erklären sich auch νεχνωνάμενηνά χάρηνα, Hom. Od. 10, 521. 536. 11,29. 49. Und weiter wird man in der Darstel-lung des Kampfes um des Troilos Leiche aufder sf. Amphora zu München hei Gerhard ,Auserl. Vasenb. 3 Taf. 223. Baumeister^ D.d. klass. Altert. (3) S. 1902, Abb. 2001. Sal.Reinach, Rep. des vases 2, 113 den schweben-den Kopf über dem, Leichnam zwischen denKämpfern als die Seele des Troilos denten;anders Loeseheke, vgl. Rethe, Rh. Mus. a. O.Namentlich auch tritt, in diesem Zusammen-hang betrachtet, eine merkwürdige Gruppe vonGemmen in neue Beleuchtung. Wiederholtfindet sich da ein aus der Erde emporkom-mender wahrsagender, meist bärtiger Kopf, vgl.Fwrtwängler, Die ant. Gemmen Taf. 20, 53. 22,1—9. 12—15. 61, 51. Bd. 3, 245 ff. Fig. 138. Dai'ser sprechend oder singend gedacht ist, gehtsowohl aus der meist zurückgebeugten Kopf-haltung als auch daraus hervor, dafs der Mundmehrfach geöffnet erscheint,sowie vor allem daraus, dafshäufig eine Figur vor demKopf aufmerksam horchendin ein Diptychon aufschreibt,was sie vernimmt. Von Furt-wängler wird dieser Kopf inZusammenhang gebracht mitKult und Verehrung des pro-phetischen Orpheushauptes,vgl. Maafs, Orpheus S. 132,
10. „Der .vornehmste Typusder Totenbeschwörer ist na-türlich Hermes, der grolseZauberer, der schon im ho-merischen Epos den Zauber-stab und das ZauberkrautMoly besitzt, der Schlaf undTräume sendet und der dieSeelen der Verstorbenen emp-fängt, führt und leitet“ ( Furt-wängler a. 0. S. 253), und auf Gemmen ist eseine beliebte, häufig wiederkehrende Darstellung,wie Hermes eine menschliche Gestalt aus derTiefe emporlockt oder emporzieht; bald tauchtnur ihr Kopf aus dem Boden empor, bald er-scheint der Oberkörper, und Hermes zieht dieGestalt am Arme aus der Erde herauf (vgl.Tf. 21, 64—72 und die dazu genannten Re-pliken , sowie Brit. Mus. Gat. nr. 690. 691).Vgl. auch den Chalkedon-Skarabaios aus Chiusi im Brit. Mus. Cat. nr. 433, bei FurtwänglerTf. 20, 32. Bd. 3, 202 (s. unsere Abb. 11), woHermes einen Geist, eine Seele, die als bärtigerKopf sich zeigt, aus einem Pithos hervorruft.Wir haben also auch hier die Seele in reinerKopfgestalt, und es ist in diesen Fällen in all-gemeiner Deutung 'der durch Hermes odermenschliche Nekromanten beschworene Geist’,der als blofser Kopf aus der Erde auftaucht,Weicker S. 30. Auch die Karneole bei Furt-wängler Tf. 19, 49 und 50, letzterer auch beihnhoof-Blumer und Keller, Tier- undPflansen-hilder Tf. 26, 33 und darnach bei WeickerS. 12, 5 Fig. 6 (s. unsere Abb. 12), wo Hermes,das eine Mal mit Stäbchen in der Rechten,