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Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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3221 Psyche (als Biene, Fliege etc.)

das andere Mal mit Petasos auf dem Kopfe,beschäftigt ist mit einer menschenköpfigenSeirene mit unverhältnismäfsig langem Hals,nach Furticiingler 'einen menschlichen Kopfauf einem Schwanenkörper zurechtsetzend,dürften in diesem Zusammenhang Beachtungfinden, und es läge hier, wie Weicher sich aus-drückt, 'eine etwas unorganische Verbindungder beiden Seelentypen vor, eine Verquickung

Psyche (als εί'δωλον)

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an die halb unter, halb über der Erde ge-dachten Geister erinnern mochten.

So sind denn die Seirenen, von denen dieSeelenvogelforschung auf griechischem Bodenausgeht, wesensverwandt, ja wesensgleich mitzahlreichen andern Gestalten der niederngriechischen Mythologie; namentlich die Har-pyien, Keren, Erinyen, Stymphaliden, vielleichtauch die Gorgo werden als ParallelgestalteD

der Seele als Kopf und der Seele als Vogel. 10 verständlich. Eng ist aber auch der Zusammen-

Und noch weitere Perspektiven tun sich auf beiAufnahme des körperlosen Kopfes unter dieAbbilder der Seele, z. B. für das Verständnisdes Gorgoneions (vgl. die Γοργείη κεφαλή derNekyia , Hom. Od, 11, 634), ja, möglicherweisenoch für die richtige Einschätzung der ge-flügelten Engelsköpfe der christlichen Kunst,der sog. Cherubim oder Seraphim, wie sie schonin den Fresken aus dem 7. oder 8. Jahrh. in

hang, in dem die Sßrenen u. s. w. stehen mitdem weitverbreiteten Vampyrismus, vgl. denAufsatz von O. Crusius, Die Epiphanie derSirene, Philol. 50, 1891, 93107, und mit denVurkolaken im Volksglauben der Neugrieehenund anderer östlichen (slaw.) Völker, vgl. Waser,Charon S. 102, 4. Wie wir aber leicht denÜbergang finden vom Seelenvogel zum See-lenschmetterling, so können wir vom Seelen-

S. Maria Antiqua am Forum Romanum, in 20 vogel auch zu den Eidola überleiten auf Grund

charakteristischer Form z. B. auch in der 'Ver·kündigung des Senesen Simone Martini in denUffizien zu Florenz erscheinen.

Auch nicht auf das eigentliche Vogelreich,wie es die zünftige Zoologie begrenzt, bleibendiese Vorstellungen von der Seelebeschränkt. Für den Volksglau-ben besteht z. B. nicht der zoo-logische Unterschied zwischen

der folgenden Erwägung:Schritt für Schrittweichen (auf griechischem Boden) alte therio-morphe Bildungen den anthropomorphen, deruralte Typus des Seelenvogels bekommt ersteinen Menschenkopf und wird dann zum Men-schen mit Flügeln, Alfred Körte , MelangesNicole (1905) S. 291, vgl. auch Wide, Ath. Mitt.26, 1901, 153 f. und die ähnliche Betrachtungbei Waser, Skylla und Charybdis S. 78, und

Vogel und Fledermaus. Mit 30 unter dem gleichen Gesichtspunkt läfst sich

schwirrenden Fledermäusen wer-12 ) Hermes mit den ja im letzten Gesang derSeelenvogel auf Odyssee v. 5 ff. die Seelen der er-dem westgriech. mordeten Freier verglichen. Ei-Karneol-Skara - gentlich zoologische Erwägungenbaios za Berlin ]l 6 g en natürlich dem naiven Volks-glauben fern, und wenn er un-bekümmert die Fledermaus denVögeln einreiht, so macht er es

nr. 371 (nachImhoof-Blumer\i. Keller, Tier-u. Pflanzen-bilder Hi. 26,33)

speziell den Bienen; auch dieseleicht beschwingten Wesen werden zu Erschei-nungsformen der Seele, vgl. Weicher S. 29 f. 217,und als Verwandlungsform kommt auch dieFliege in Betracht. Auch der neugriechischeVolksglaube sieht gelegentlich in Bienen undFliegen die aus dem Körper geschiedenen See-len, vgl. B. Schmidt, Bas Volksleben d. Neu-griechen 1 , 229, 3. Am bekanntesten aber ist

auch die Fortentwicklung des Schmetterlingszum Mädchen mit und ohne Flügel verstehen.

b) eidatJ.a.

(Namentlich auf Vasen finden wir die Seeledes Verstorbenen, die das d'öcoiov dar-

gestellt als kleine geflügelte oder auch un-geflügelte Figur, gewöhnlich in der Luft flatterndoder durch die Luft eilend im alten Knielauf-

nicht anders mit den Insekten, 40 Schema, man denke an Hom. Od. 11, 222: tp.

(YrjVTövsiqos anoitTagtvrj 7TS7t6zrjrai, vgl. Jahn,Arch. Beitr. 128 ff. Hirsch, Be animar. ap. ant.imag. Diss. Leipzig 1889. Alfred Körte bei Pauly-Wissowa, Beal-Fncycl. d. klass. Altertumswiss.s. v. Ei'ömlov 5, 20842096. So ist ein beliebterGegenstand auf altern Vasen H e k 1 0 r s S c h 1 e i -fung (s. o. Bd. 1, Sp. 1921 ff. Bd. 3, Sp. 1711 f.unter Hektor und Patroklos , vgl. Luckenbach,Jahrb. f. klass. Philol. ll.Suppl. 1880, 499ff.) und

ja die Verwendung des Schmetterlings in 50 dabei das dSailov des Patroklos, das in voller

diesem Sinne, darüber s. u.

Seelenwesen sind auch die Schlangen.Auf zahllosen Darstellungen chthonischen Cha-rakters tritt ja die Schlange auf, von den be-kannten altspartanischen Reliefs an, unddieBeobachtung, dafs Schlangen häufig an Grab-hügeln hausten, mochte neben dem geheimnis-vollen, oft unheimlichen Eindruck, den ihrrasches Erscheinen und Verschwinden hervor-

Rüstung den Grabhügel umschwebt, vgl. Plat.Phaidon p. 81 C/D ip. περί τα μνήματά τε καί τουςτάφους κυλινδουμένη, περί α δή καί ωφ&η ατταψυχών βκ.ιοειδή φαντάσματα, οϊα παρέχονται αίτοιαϋται ψυχαϊ είδωλα κτλ. (vgl. auch ρ. 108Α/Β); auch hier ist ja der Glaube, dafs dieSeelen der Verstorbenen noch an den Gräbernweilen, wenigstens angedeutet; vgl. auch Lukian .Charon 22: πεπιβτενκασι γονν τάς ψυχάς &να-

rief, diese Vorstellung (von der Schlangen- 60 πεμπομένας κάτω&εν δειπνεΐν μέν ώς οιόν τε

gestalt der Menschenseele) besonders geförderthaben, Weicher S. 30, vgl. S. 25, 2. Vgl.auch J. Lippert, Die Religionen der europ.Kulturvölker S. 300 f. und O. Schräder, Sprach-vergleichung u. Urgeschichte 3 2, 428 f.:Äufserlichstellt man sich die Seelen der Verstorbenengern unter dem Bilde der Schlange vor, derenam Boden sich fortschlängelnde Bewegungen

περιπετομενα g τήν κνίσαν και τον ν.απνον,πίνειν δέ άπό του βό&ρον το μελίκρατον. Zu-nächst nennen wir die Darstellung mit Namens-inschriften auf einer sf. Amphora des Brit.Mus., vgl. Gerhard, Auserl. Vasenb. 3, 199.Jahn a. O. 133 f. & Beinach , Rep. des vases2, 100, 1, s. o. Bd. 3, Sp. 1711, Abb. 12. Überdem weifsen omphalosartigen Grabhügel rechts