Band 
Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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3223-3224
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3223 Psyche (als tiSaXov) Psyche (als si'SmXov) 3224

mit Schlange als Grab- und Erdsymbol (oderVerkörperung der Seele) sehen wir das kleineEidolon in Gestalt eines wie im Sturmschrittlinkshin laufenden Kriegers mit Helm undSchild und eingelegter Lanze, ohne Beflügelung,mit Beischrift TTPOKkOi; davor Achill rechtshinstehend, in den Anblick von Hektors Leichnamversunken; weiterhin das Viergespann, geleitetvon Automedon; aufserdem diesem zugewandtein weiblicher Daimon mit Flügeln, Kovi,(a)og (?), 10die Personifikation des Staubes, und vor demViergespann linkshin schreitend Odysseus , voneinem Hunde gefolgt. Ferner die Darstellungeiner Amphora im Museo nazionale zu Neapel ,abgebildet bei Baumeister, D. d. kl. A. (1)Abb. 789 (S. 735 f.) nach Baoul - Bochette,Mon. ined. 1, pl. 17 (unsere Abb. 13); wirsehen das Viergespann in vollem Laufe dahin-jagen und Hektors Leiche nachschleifen, imWagenkorb Automedon im langen Gewand der 20

von rechts wahrscheinlich wieder Achill ent-gegeneilt, auf der sf. Amphora zu Berlin , Furt-wängler nr. 1867, vgl. Gerhard a. 0. 3, 198, 3.Jahn a. 0. 134. Beinach a. 0. 2, 99, 6. ZuHirsch a. 0. nr. 16 füge bei eine sf. Leky-thos im Brit. Mus. (Walters Cat. 2, B 543),auf der Hektors Leiche und Achill fehlen; dasEidolon über dem Grab ist geflügelt und ge-wappnet. Ein auffallend grofses Eidolon , dasdes Patroklos oder des Achill, sehen wir involler Rüstung und mit Flügeln rechtshinflattern über einem unbemannten Schiffe, dar-unter Fische und links einen Raben auf einemVorgebirge, vielleicht dem Sigeion, auf der sf.Vase des Brit. Mus. Cat. 2, B 240. Hirsch nr. 9.Gerhard a. 0. 3, 198, 1. 8. Beinach a. 0. 2,99, 4. An das Eidolon des Patroklos oder desAchill dachte man ferner bei der Darstellungder Amphora bei Gerhard a. 0. 215. Jahn a. 0.135 f. Beinach a. 0. 2, 108 f., 7; wahrschein-

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13) Hektors Schleifung (beteiligt Automedon und Achill) auf einer Amphora im Museo nazionale zu Neapel

(nach Jiaoul-RochetU, Mon. intä. 1, pl. 17).

Wagenlenker und mit Schild auf dem Rücken,hinter den Pferden den sehnellfüfsigen Achill,neben dem Wagen einherlaufend, endlich linkshinter Automedon über dem wohl blofs durchdie Schlange angedeuteten Grabhügel das ge-flügelte Eidolon des Patroklos in voller Rüstungrechtshin schwebend. Näher zusammengerückterscheint die Darstellung auf einer Lekythosaus Sizilien, bei Baoul-Bochelte a. O. 1, pl. 18,2, s. o. Art. Hektor Bd. 1, Sp. 1923 nach Overbeck,Gail. her. Bildw. 19, 7; hier erscheint das Eido-lon über dem ovalen Grabhügel im Hintergrundzwischen Wagenlenker und Viergespann. Achill selber lenkt den Wagen, ein Bewaffneter läuftdaneben her, und unter dem Gespann ist eingefallener Krieger angebracht, der an dasSchlachtfeld als Schauplatz denken läfst. Fernervgl. die bei B.-Bochette pl. 18, 1 abgebildeteLekythos aus Sizilien, wo Achill mit Auto-medon auf dem Wagen steht, das Eidolon un-geflügelt über dem Tumulus erscheint unddoch wiederum zwei entgegenstürmende Kriegerauf das Schlachtfeld hinweisen. Der Leich-nam Hektors fehlt am Wagen, wir sehen dasEidolon in Gestalt eines kleinen, linkshin durchdie Luft fliegenden Kriegers über dem Grab-hügel mit Schlange und über dem rechtshinsprengenden Viergespann mit Automedon, dem

lieh ist Aias dargestellt mit Achills Leiche,und die kleine Kriegergestalt, die vorauseilt,,wird trotz dem Fehlen der Flügel als Eidolondes Achill zu deuten sein. Dieselbe Darstel-lung mit den Namensbeischriften Aifas undAchele findet sich auf einem vielpubliziertenetruskischen Skarabaios in der Ermitage zuPetersburg; hier ist das Eidolon eine kleinewaffenlose nackte Flügelfigur (der rechte Flügelist deutlich zu erkennen), vgl. Furtwängler ,IJie ant. Gemmen Tf. 16,19. Hierher gehörendie Darstellungen der sog. Psycho-, richtigerKerostasie, vgl. den Art. Keren von 0. Cru-sius in diesem Lexikon Bd. 2. Sp. 1143 f. undden Art. Memnon von B. Holland Bd. 2,.Sp. 2674 f. Büchenbach a. 0. 617. Nach Homer wägt Zeus die xfjptg, bzw. die beiden jdjps derKämpfenden auf einer Wage, 11. 8, 69 ff. 22,209 ff., an letzterer Stelle speziell die Todes-lose des Achill und des Hektor; Vergil Aen .12, 725ff. lärst ebenso die 'fata abwägen; inder Aithiopis wurden die des Memnon

und des Achill beim entscheidenden Zweikampfgewogen, ebenso in des Aischylos verlorenemDrama mit dem Titel ipv%oGtaaia, und selbstnoch bei Quintios Smyrnaeus 2, 640 f. wird inder gleichen Szene die Schicksalswage in Be-wegung gesetzt, doch von Eris; in den bild-