Band 
Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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3227-3228
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3227 Psyche (als ei'dwXov)

Ann. d. Inst. 55, 1883, 208 ff. z. tav. dagg. Q.Sol. Iieinach a. 0. 1, 347, 1 tragen zwei Krie-ger (wohl Hypnos und Thanatos, da die jugend-lich unbärtigen Krieger auf der erstgenanntenAmphora geflügelt sind) die Leiche weg undüber dem Toten fliegt das Eidolon , mit Schildin der Linken und Speer in der Rechten, vgl.Furtwängler, Arch. Jahrb. 8, 1893, 85 f. (Anz.).o. Bd. 2, Sp. 2677, s. v. Memnon. Weiterschliefsen wir an das Vasenfragment, das u. a. ioP. Hartwig, Juurn. of hell. stud. 12, 1891,340ff. besprochen hat, s. o. Bd. 2, Sp. 1151 f.Abb. 7. Über einem in die Knie gesunkenenKrieger sehen wir einen kleinen nackten Dai-mon mit mächtigen Schwingen, als sei er vonoben auf den Krieger zugeflogen; die Linkenähert er der Stirn oder eher dem Auge, die

Psyche (auf Charonbildern) 3228

ragenden Passes je zwei kleine geflügelte Wesenim kurzen Chiton mit gehenkelten Hydrien;sie klettern an dem gewaltigen Ttl&os empor,,und die beiden obersten giefsen den Inhaltihrer Hydrien hinein; vgl. Jahn, Vasensammlungdes Königs Ludwig nr. 153, abgeb. bei Müller-Wieseler, D. d. a. K. 2, 866. Baumeister, JD.d. kl. A. (3) S. 1924, Abb. 2040, o. Bd. 1,Sp. 950 s. v. Dana'iden.

Unter den Charondarstellungen mit Eidolasteht obenan eine sf. attische Malerei, etwa dem6. Jahrh. angehörig, auf einer zu Athen gefun-denen, jetzt in München befindlichen tönernenEschara, einer Art nach beiden Seiten offenenZylinders, durch den man den Toten die Opfer-spenden in die Erde hinabgofs (ob. Bd. 2,Sp. 2321, Beneken in diesem Lexikon Bd. 1,.

Ä

15) Charondarstellung mit drei Eidola auf einer Lekythos im Louvre (nach Stackeiberg, Gräber der Hellenen Taf. 48).

Rechte dem geöffneten Mund des Verscheiden-den: es ist also entweder die Seele, die denmenschlichen Leib durch den Mund, wohl auchdurch die Augen verläfst, oder der Maler hat,nach 0. Crusius,die epische Ki]Q itavccvoiodarstellen wollen, die des Helden tbv%ri mitsich fortführt ins Jenseits . . . (über die Kerens. u.). Hierher gehört auch ein Vasenbild, woneben zwei Kriegern, die über einem drittenbereits gefallenen kämpfen, in der Luft einekleine geharnischte Figur erscheint, vgl. BeWitte, Ann. d. Inst. 5, 1833, 315. Gat. Bu-rand 396. Jahn a. 0. 134. Und in derselbenWeise haben wir uns wohl auch die il'dcoXuder getöteten Freier der Hippodameia zu denken,die auf einem Gemälde bei Philostratos d. J.tl-, t. 9 neben dem Wagen des Pelops schweben.Gestreift sei hier die älteste Darstellung derDana'iden, die einer sf. archaischen Vase zuMünchen , wo auch die Dana'iden als Flügel-wesen, gewissermafsen Eidola, gegeben sind;hinter dem den Stein wälzenden Sisyphossehen wir beidseitig eines aus dem Boden

Sp. 2501A.), vgl. Furtwängler, Arch. f. Beligions-iviss. 8,1905,191202. Höfer in diesem LexikonBd. 3, Sp. 2782 f. Abb. 1 u. 2 (s. v. Porthmeus),Georges Nicole bei Baremberg et Saglio, Biet.

50 s. v. Psyche S. 746, Fig. 5838.Dargestelltist Charon als greiser Fährmann mit weifsemBart und ebensolchem unter der runden Scliiffer-mütze hervorquellendem Haupthaar; er sitzt imHinterteile seines Bootes bei den beiden Steuer-rudern, die Linke unter dem Mantel, im dener sich gewickelt, geborgen, die Rechte be-fehlend vorgestreckt, den Mund wie zum Schel-ten geöffnet. Sein Schelten gilt den geflügeltenSeelen, den Eidola, die von oben herab sich

60 in das Boot, um mitgenommen zu werden, zuschwingen oder gar von der Bootspitze aus inden Kahn zu gelangen suchen. Denn nichtfür alle ist Platz im Boote; viele müssenwarten, und manche scheinen wieder zumUfer zurückzufliegen. Die Seelen, die mitge-nommen werden, müssen rudern (vgl. Waser,Charon S. 49 f.), und so sehen wir unmittelbarvor Charon eine solche auf der Ruderbank