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Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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3235-3236
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3235 Psyche (Schmetterling)

Psyche (Schmetterling)

deutliches Symbol unsterblicher Lebenskraft,vgl. Furtwängler^. 0. Bd. 3,203.264.292. I Veickera. 0. S. 30, 4; auch der Pfau, der auf demBand der Brunnenschale sitzt, in die der Strahlfliefst, hat symbolische Geltung, wird vonFurtwängler 3, 264 erklärt alsein ursprüng-lich orphisches Symbol der Seligkeit des ewigenLebens. Auch schon auf etruskischen Skara -baien des 5. Jahrh. erscheint der Schmetter-ling als Bild der Seele; in diesem Sinne dürfteer z. B. dem Hermes beige-geben sein, auf dessen rech-ter Schulter er sitzt, auf derGemme bei Furtwängler Tf.18, 22, und selbst die Bei-fügung von Schmetterlings-flügeln zu einer weiblichenGestalt, die dadurch als See-lenwesen bezeichnet wird,findet sich hier schon imstrengen Stile, vgl. den ge-streiften Sardonyx im Brit.Museum Catal. nr. 353 pl. E= Furtwängler Tf. 18, 25;da sehen wir eine Frau mitSchmetterlingsflügeln trau-ernd sitzen im Motiv dersog. Penelope, vor ihr einenBogen wie bei Penelope, vgl.Furtwängler Bd. 3, 202 f. Auf Gemmen er-scheint der Schmetterling auch etwa über einemTotenkopf oder Totenschädel, so auf einemseinerzeit der Sammlung Demidoff angehören-den Karneol bei Furtwängler Tf. 29, 48 (s.unsere Abb. 19). Den Schmetterling über einem

) Schmetterlingüber einem Toten-schädel auf einems. Z. der SammlungDemidoff angehören-den Karneol (nachFurtwängler, Ant.Gemmen Taf. 29, 48).

Mon. a. 0. 3. Berlin nr. 4507 tf. Zum Seelen-schmetterling vgl. u. a. die Inschrift bei Jahna. 0. S. 139, 84. C. 1. L. 2, 2146. Buecheler-Biese, Anth. Lat . 2 (Carm. epigr.), 2, 1851:JKeredibus mando etiam cinere ut m(era vinaferant), volitet meus ebrius papilio cet., vgl.auch G. 1. L. 6, 26011 . Buecheler a. 0. 1063.

Die 1 pv%fj als Schmetterling finden wir desfernem zumal in Darstellungen des Mythosio vom Menschenbildner Prometheus, s. o. Art.Prometheus Bd. 3, Sp. 3047, 18 ff. Sp. 3103 ff.Eine noch einfache Komposition zeigt einBronzemedaillon des Antoninus Pius , abge-bildet bei Müller- Wieseler, I). d. a. K. 2, 65,835 nach Venuti, Ant. Num. Mus. Vat. 1,t. 25, 2. Prometheus in Handwerkertracht ar-beitet rechtshin sitzend mit dem Modellier-stab an der etwas erhöht vor ihm stehenden,nahezu vollendeten Menschenfigur; rechts steht20 Athene und setzt entsprechend der ihr zuge-teilten Bolle (vgl. z. B. Hyg. f. 142 p. 23,2 f. Sch.) dem Menschen den Schmetterlingaufs Haupt, das Symbol der Seele. In ver-ständnisloser Weise ist auf dem späten Flach-relief im Musee Nap. 1 pl. 14 (aus Villa Albani)das symbolische Psychemotiv verwendet, indemhier Athene mit dem Schmetterling dem schonlebenden Geschöpfe des Prometheus entgegen-tritt. Zumal auf römischen Sarkophagen aber30 erscheint diese allegorische Komposition, be-sonders reich ausgel'ührt auf der Vorderseitedes allerdings wohl erst im vorgerückten drittenJahrh. nach Chr. gearbeiteten Sarkophags imkapitolinischen Museum bei Helbig, Führer 1 457 rabgebildet z. B. bei Baumeister , D. d. hl. A. (3)

OSO*

20) Prometheus und das Menschensckicksal, Reliefdarstellung auf dem Prometheussarkopkag im kapitolinischenMuseum (nach R/ghetti, Descr. del Campidoglio 1, 75).

Totenkopf sehen wir rechts am Boden voreinem rechtshin stehenden, auf seinen Stab ge-stützten Landmann, auf dem quergestreiftenSardonyx bei Furtwängler Tf. 22,12, vgl. Berlin nr. 414 ff., und ebenso vor einem nach rechtssitzenden lesenden Mann, wohl einem Philo-sophen, der über die Unsterblichkeit der Seele 60liest, auf einer Paste zu Berlin bei Inihoof-Blumer und Keller, Tier- und PflanzenbilderTf. 23, 23 (vgl. den Text S. 141 f.i, vgl. auchden Sardonyx unbekannten Besitzers Mon. d. I.

3 tav. 7, 1. Turtwängler Tf. 30, 45, wo aberder in einer Bolle lesende bärtige Mann links-hin sitzt und der Totenkopf mit Schmetterlingvor ihm auf dem Scrinium ruht, vgl. auch

S. 1413 Abb. 1568 (unsere Abb. 20), vgl. Jahn a. 0.S. 169 ff.: Prometheus im Typus des Zeus hältden eben aus Ton geformten Menschen mitder Linken auf dem Schofs und überlegt mitdem Modellierstab in der Bechten, was nochzu bessern sei; schon ist Athene herzugetretenund im Begriff, das vollendete Gebilde durchden darübergehaltenen Schmetterling, die ipv%ri,zu beseelen, zu beleben. Bechts liegt auf derErde ein totes Menschenkind, über dem dievom Körper getrennte entfliehende Seele inGestalt eines Schmetterlings schwebt und aufdessen Brust der trauernde Todesgenius dieumgestürzte Fackel aufsetzt. Weiter rechtsist Hermes zu erkennen, der im rechten Arm)