Tainarios
Tainaros
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Hercher). Die gewaltsame Wegreißung der mitPausanias verschworenen Heloten vom Altardes Poseidon auf Tainaron und ihre Ermor-dung (Thuk. 1 , 128, 1 . Paus. 4, 24, 5. 7, 25, 3.Ael. v. h. 6, 7. Suid. s. v. Ταινάριον κακόν.Ταίναρον, άπύβχαβε. Plut. Proverb. 1, 54. Apost.15, 94; vgl. Unger, Theban. Parad. 389), dasάγος Ταινάριον, war der Anlaß zum Zorn desPoseidon, der sich in dem für die Lakedämo-nier so verhängnisvollen Erdbeben äußerte;vgl. TJnger, Philologus 41 (1882), 100. NachSchol. Ar. Acharn. 510: Ταίναρον . . . ένταν&αSi ήν καί Ποοειδώνος Ιερόν Άοφαλείον (so auchSuid. s. v. Ταίναρον). τοϋτο Si ειηεν, έπειδητονς είλωτας . . . ίν τω Ιερω τον Ποβειδώνος τονΤαιναρίον . .. άνείλον Λακεδαιμόνιοι scheint es,als habe der Poseidon Tainarios auf Tainaronauch ’Αβφάλειος geheißen, wie wir auch inSparta einen, aber mit dem dort verehrtenΤαινάριος nicht identischen Poseidon Άβψάλιοςfinden, Paus. 3, 11, 9. I. G. 5, 1, 559 14 . DieWeihinschriften von Tainaron, dargebracht TJo-hoiSavi stehen I. G. a. a. 0. 1228 ff.; vgl. Widea. a. 0. 35. li. Meister, Dorer u. Achäer (Sachs.Äbhandl. 24, 3) S. 8 u. Anm. 1. — 2) Zur Er-klärung des Wesens des von den Mauren ver-ehrten Gottes Mastimas oder Mastiman gibtCorippus , Iohannis 8, 307 ff. (= Monum. Germ.Histor. Auctor, antiquiss. 3, 2 p. 101 f.) folgendeErläuterung: Maurorum hoc nomine gentes \Taenarium dixere Iovem, cui sanguine multo \humani generis mactatur victima pesti. An derzweiten Stelle, wo Mastimas genannt wird (4,682) erhält er das Epitheton 'ferus’. J. Partsch,Die Berbern in der Dichtung des Corippus inSatura Viadrina (Breslau 1896) S. 32, der diesenGott richtig als maurischen Pluto deutet undmit dem auf einer Inschrift aus Anzia in Mau-ria Caesariensis erwähnten 'Dis severus’ (C. I.L.8, 9018 4 ) vergleicht, verlangt für Taenarium:'Tartareum’, da „das Vorgebirge Taenarum,auf dem neben dem Poseidon Ταινάριος, demzweifellosen Hauptzoll dieser Stätte, einst auchPluto verehrt worden war, am wenigsten ge-eignet gewesen wäre, eine unterscheidende Be-zeichnung für den Herrn des Schattenreicheszu liefern“. Aber die Bezeichnung TaenariusJuppiter = Juppiter Stygius, inferus usw. istm. E. unanfechtbar. Wir haben Ταιναρία alsBeinamen der Artemis-Hekate in ungefähr der-selben Bedeutung; Ταινάρειος als Epiklesis deschthonischen Αγαθός Saluav gehört wohl, wennauch in abgeschwächtem Sinne, gleichfallshierher. Besonders aber beweisen Stellen, wieSenec. Troad. 402 (Taenara et aspero regnumsub domino limen et obsidens custos non faciliCerberus ostio). Hör. Od. 1, 34, 10 (Styx etinvisi horrida Taenari sedes). Verg. Georg. 4,467 (Taenarias etiam fauces, alta ostia Ditis),daß Taenara s. v. a. Unterwelt bedeutet. InTainaron war ein bekanntes Psychopompeionund der Eingang zum Hades, Plut. Ser. num.vind. 17. Suid. s. v. Αρχίλοχος. Find. Pyth.4, 44 (79). Strabo 8, 363. Arist. Ban. 187. Dur.Her. 23. Apollod. 2, 123. Pediasm. 12. Palaeph.39 (40). Schol. in Luc. Catapl. 3 (p. 43,14 Babe).Ov. Met. 10, 13 (vgl. Plut. de primo frigido 20).Stat. Theb. 1, 96. 2, 48 ff. (vgl. Lactant, ad
Stat. Theb. 1, 96. 2, 43). Lyk. Alex. 1106. Tzetz.ad Tjyk. 90. 1106. Schol. Find. Pyth. 4, 76(p. 349 B). Eust. ad. Hom. H. 286, 46. Bohde,Psyche l 2 , 213, 1. Vgl. Tainaros. [Höfer.]Tainaros (Taivagog), Heros eponymos derStadt Tainaron in Lakonien , Sohn des Zeus,Bruder des Geraistos (s. d.) sowie auch desKalabros (s. d. u. unter Kalauros, vgl. G. F.Unger, Philol. 37, 1877, 35f. S. Wide, Lakon.Kulte 34 ff.), mit welch letztem er das Meerbefuhr, wobei er eine Gegend der Peloponnes in Beschlag nahm und daselbst ein Heiligtumdes Poseidon gründete, das sog. Tainaron,Steph. Byz. s. Taivagog p. 598, 6 ff. AuchGeraistos wird bezeichnet als Sohn des Zeus,ferner als Eponymos des Dorfes Geraistos aufEuboia mit Poseidonheiligtum, Steph. Byz. s.rsgcaerög p. 203, 5 ff., sodaß also an beideBrüder ein Ort und Vorgebirge gleichen Na-mens sowie ein Heiligtum des Poseidon sichanschließen. Demgemäß wird statt Kalabrosmit Unger a. O. Kalauros einzusetzen sein,der 'Eponymos der trozenischen InselvorstadtKalaureia oder Eirene’ (vgl. Steph. Byz. s. Ka-lavgsia p. 347f., 25ff.). Es wird also der Po-seidonkult von Tainaron und Trozen eingeführtsein aus Euboia , aus Geraistos, Unger a. 0.Wide a. 0. 40 ff.; die euboiischen Seeleute, dieauf ihren kühnen Fahrten so oft Kalaureiaund Tainaron umsegelten, haben in dem Gottdieser Vorgebirge den von ihnen gefürchtetenGeraistios erkannt, haben auch dahin ihreneuboiischen Poseidonkult verpflanzt, Nilsson,Griech. Feste 68 f. Wiederum, wie Kalauros alsSohn des Poseidon galt (Steph. Byz. a. 0. s.Kaluvgna), wird auch Tainaros, nach dem dasVorgebirge Lakoniens den Namen hat, gelegent-lich als Sohn des Poseidon bezeichnet, Schol.Apoll. Bhod. 1, 179; ferner als des IkariosSohn, 'nach welchem genannt wird die Stadtund das Vorgebirge und der Hafen ’, Steph. Byz.s. Taivagog p. 598, 9 ff. Gruppe, Gr. Myth.256, 8; dazu vgl. Pherekydes F. H. G. 1, 93, 88beim Schol. Apoll. Bhod. 1, 102, wonach Tai-naros abstammt von Elatos, dem Sohn desIkarios und der Erymede (Erimede?), der Toch-ter des Damasikles (oder Damasiklos?), s. o.unter Elatos Bd. 1, Sp. 1231 f. Waser bei Pauly-Wissowa 5, 2240 ff., 25 ff. Wide a. 0. 34. 44.Tainaros persönlich aufgefaßt auch hei Hör.c. 1, 34, 10 f. "(invisi horrida Taenari sedes).Nach weiterer Überlieferung wohnt der (Minyer)Euphemos (s. d.) am Tainaron, wo auch seinVater Poseidon ein berühmtes Heiligtum be-saß, Pind. Pyth. 4, 43 ff. (76 ff.). Apoll. Bhod.1, 179 ff. Orph. Arg. 205 (TcavccQisvg Eiitpryiog,cf. Euphemus Taenarius Hyg. fab. 14 p. 47,2 f. Sch.). Theochrestos (F. H. G. 2, 87) undAkesandros (F. H. G. 4, 286, 6) beim Schol.Apoll. Bhod. 4, 1750. Gruppe a. 0. 157, 3.162, 1. 215. 256, 6. 257 A. 556, 14; auch Po-seidons Sohn Eurypylos, den ersten Landes-könig von Kyrene , setzt Gruppe S. 256f., 14in Beziehung zum Tainaron. Und wieder nachandern habe der Kreter Tettix (s. d.), miteiner Flotte angerückt, die Stadt Tainarongegründet und sich daselbst niedergelassenneben dem 'i)}vxono(i7islov, Plut. de sera num.
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