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Fünfter Band. T.
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9 Tainaros

vind. 17 p. 560 E; Tettix war hier begraben,Suid. s. Αρχίλοχος = Ailian. frg. 80 Hercher ;der Ort hieß auch Τέττιγος έδρανον, Hesych.s. t. A. Piccolomini, Hermes 18 (1883), 267/70.Wide a. 0. 34 f. 44 f. Gruppe a. 0. 156, 15.797, 3. 935, 9, 2; der Gesang der (dem Heliosheiligen) Zikade {τέττι'ξ, ό), meint Gruppe S. 797,scheint an dem alten Heliosheiligtum zu Tai-naron (s. u.) als Orakelzeichen gegolten zuhaben. . . Eines Denkmals des Tainaros, nachdem das Vorgebirge benannt, zu Sparta ( Ται-νάρου μνήμα) gedenkt Paus. 3, 14, 2, vgl.Hitzig-Blümner z. St. {Paus. 1, 784 f.); Gilbert,Stud. z. altspart. Gesch. S. 70 nimmt an, dasMnema habe westlich vom Akropolishügel ge-legen, ebendort das Heiligtum des PoseidonHippokurios. Zu Sparta existierte gleichfallsein τέμενος Ποβειδωνος {Ταιναρίον), Paus. 3,12, 5, dazu Hitzig-Blümner 1, 774, seinen Haupt-kult aber hatte der Poseidon Tainarios dochwohl auf dem Vorgebirg Tainaron selbst, heuteKap Matapan, Paus. 3, 25, 4 {Hitzig-Blümnerz. St. 1, 867 ff.), und dieser Kult wird häufigerwähnt bei den alten Autoren, außer den an-geführten weitere Zitate bei Wide S. 33 ff.Gruppe S. 167, 17, Walther Kolbe , Inscr. Gr.5, 1, p. 229232, vgl. auch o. Art. Poseidonvon Έ. H. Meyer Bd. 3, Sp. 2840. Nach Schol.Aristoph. Ach. 510 (= Suid. s. Ταίναρου) führtePoseidon hier außer dem Beinamen Ταινάριοςdie auch sonst geläufige Epiklesis Άβψάλειος,wie wiederum auch zu Sparta selbst auf demMarktplatz Poseidon verehrt ward als Άαψά-λιος, Paus. 3, 11, 9. I. G. 5, 1 nr. 559, 14 f.{Kolbe). Wieseler, Gott . gel. Nachr. 1874,153/60.Wide S. 36 ff. 368 ff. (370). Hitzig-Blümner,Paus. 1,771. Gruppe S. 167, 17. 247,4. 1157,8;zum Epitheton Πόντιος für den Poseidon amTainaron bei Eupolis frg. 140 Koch {WideS. 34o. Bd. 3, Sp. 2840, 53 f.), vgl. Wide S. 47. Undwie der Tempel von Kalaureia berühmt wardurch sein Asylrecht, das noch von De-mosthenes in Anspruch genommen ward, sokommt nicht selten in der spartanischen Ge-schichte auch das tainarische Heiligtum vorals Zufluchtsstätte für Bedrängte, zumal be-drängte Heloten, vgl. Thuk. 1, 128. Aristoph.Ach. 510 mit Schol. {Suid. s. Ταίναρου). Paus.4, 24, öf. 7, 25, 3. Ailian. rar. hist. 6, 7. Suid.s. άπέβπααε, vgl. auch Thuk. 1, 133 und dazuHiod, Sic. 11, 45, 4. Nepos Paus . 4, 4. Flut.Agis 16 usw. Wide S. 35. 42. 47, 2. o. Bd. 3,Sp. 2833, 35 ff. Wie überhaupt die lakonischenPoseidondienste alle in den vordorischenZeiten wurzeln {Wide S. 47), gilt auch derKult auf Tainaron, was besonders die in denältesten Inschriften begegnende NamensformΗοοίδάν bestätigt, für vordorisch {E. Maass,Gott . gel. Anz. 1890, 354. Gruppe S. 1152 A)und mit dem arkadischen Kult verwandt,vgl. Wide S. 44. Nilsson S. 68, 1, vgl. z. B. dieWeihung zweier Sklaven an den Poseidon vonTainaron (ΠΟΗΟΙΔΑΝΙ = Ποοίδανι Ποαοι-äävi), P. Foucart, Bull, de corr. hell. 3 (1879),96 ff. Boehl, Inscr. Gr. antiquiss. 83. 84 (?).86. 88. Kolbe, I. G. 5, 1 nr. 241. 12281232.Wide S. 35 usw. Zugleich auch als miny-schen Ursprungs wird der Poseidondienst von

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Tainaron bezeichnet, wie der stammverwandteauf Thera (wo Poseidon ebenfalls in einerFelsengrotte verehrt wurde) und der von Ky-rene, Preller-Robert, Griech. Myth . 1, 575, 1.Dafür, daß u. a. auch der Kult des PoseidonTainarios enge verknüpft mit den Minyern,führt man namentlich ins Feld die Verbindungdes Minyerhelden Euphemos mit Tainaron(s. o., auch Herod. 4, 145. 150 ff.), vgl. Maassa. 0. 354 f. Wide 42 ff.; über das tainarischeHeiligtum als wichtigstes Denkmal der miny-schen Bevölkerung, wie es scheint, errichtetauf der Stelle eines älteren Heiligtums desHelios (vgl. Hom. Hymn. auf Apoll. 411 ff.,s. u.) vgl. E. Curtius, Pelop. 2, 279. Hitzig-Blümner, Paus. 1, 868. Schwer zu entscheidenist, ob das bei Hesych. s. Taivagiag (wofürwohl zu lesen Taivagia) bezeugte lakonischePoseidonfest auf dem Tainaron gefeiertwurde oder bei der Filiale zu Sparta ; eineRolle spielten dabei die Taivagiaval, mit denenvielleicht identisch sind die in drei spätem zuSparta gefundenen Inschriften {Ann. d. Inst.33, 1861, 41 ff. Le Bas-Eoucart, Inscr. de Pelop.nr. 163b. c. d, Kolbe, I. G. 5, 1 nr. 210212),genannten Taivagioi , vgl. über das Fest Welcher,Gr. Gütterl. 2, 680. Wide S. 31, 1. 2. 40.Hitzig-Blümner a. 0. 1, 774. Nilsson S. 67ff.(über die Taivagioi F. Poland, Gesch. d. gr.Vereinsicesens S. 71 f.); zu diesen TaivaQia vgl.auch die zu Ehren des Poseidon Geraistios zuGeraistos auf Euboia gefeierten rsgaiana,Wide S. 43. Nilsson S. 72 f.; dagegen schweigtdie Überlieferung von einem Poseidonfest aufKalaureia . .. Paus. 3, 25, 4 spricht von einemeiner Grotte gleichenden Tempel, vor demdas Bild des Poseidon Btand; offenbar ist derText an dieser Stelle verderbt: 'ein Tempel inForm einer Grotte ist etwas Unerhörtes undallen Prinzipien 'des griechischen Tempelbauesgeradezu Widersprechendes, vgl. K. Bursian,über das Vorgebirg Taenaron, Abh. d. philos.-philol. CI. d. Kgl. Bayer. Äkad. der Wiss.(München 1855) 7, 778f. (vgl. auch dess. Geogr.Griechenl. 2, 150). Hitzig-Blümner, Paus. 1,868. Dagegen bleibt außer Zweifel das Vor-handensein einer Grotte, deren Pausanias gleichim folgenden wieder gedenkt, die auch sonstöfters erwähnt wird (z. B. Strab. 8 p. 363) undin Kult und Sage ihre gewichtige Rolle spielt;vor der Grotte aber stand das Kultbild desPoseidon. Somit ist auch der Poseidon Tai-narios beizuzählen den 'Höhlengöttern (vgl.Rohde, Psyche 2 1, 111 ff.), für die sich gelegent-lich bei Pausanias (10, 32, 4) die BezeichnungEnrjXaitai findet, deren Verehrung nach Wide40 f. (228) eins der ältesten Stadien der reli-giösen Entwicklung der Hellenen repräsentiert('der hellenische Götterkult scheint in einerentfernten Zeit an Höhlen geknüpft zu sein,und davon existierten noch in historischer Zeitmehrere Spuren, Belege bei Wide a. 0., fürPoseidon vgl. auch o. Bd. 3, Sp. 2833, 25 ff.).Zumeist war solcher Kult, wie dies in derNatur der Sache begründet scheint, ein chtho-nischer, und in gewissen Fällen ist daselbstauch chthonische Mantik nachweisbar. Soam Tainaron; schon Welcher, Gr. Götterl. 2, 685

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