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Fünfter Band. T.
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11 Tainaros

hat hier ein poseidonisches Orakel vermutet(über Poseidon als Orakelgott o. Bd. 3, Sp. 2829,30 ff.). Auf chthonische Mantik deutet, wasPaus. 3, 23, 8 erzählt von der wunderbarenQuelle auf Tainaron, die in frühem Zeitendenjenigen, die in ihr Wasser schauten, denAnblick der Häfen und der (darin liegenden)Schiffe gewährte, vgl. Bursian,Vorgeb. T. S.774f.Welcher a. 0. 685 f. Wide S. 41. Hitzig-Blüm-ner, Paus. 1, 870. o. Bd. 3, Sp. 2829, 41 ff. 2840,41 ff.; merkwürdiger noch war jene andereQuelle bei Kyaneai in Lykien , die den, derhineinschaute, alles sehen ließ, was er nurwünschte, Paus. 7, 21, 13. Auf die chthonischeBedeutung des tainarischen Poseidonkultesweist vor allem die Notiz des Plutarch (de seranum.vind.il p. 560 E, wozu Suid. s. Αρχίλοχος= Ailian. frg. 80 Hercher), daß sich am Tai-naron ein 1 ρνχοπομπεΐον befunden habe; mandachte sieh hier, an dem verrufenen Kap, viel-leicht der vielen Schiffbrüche wegen, einenEingang zur Unterwelt, Pind.Pyth. 4, 43f.( χ&όνιονΆιδα στόμα). Aristoph. Pan. 187. Schol.Aristoph. Ach. 510. Menandr. frg . 842 ( Koch 3,226) b. Schol. Find. a. O. Tzetz. Lyh. 90. Stat.Theb. 2, 32ff. 48f. Apul. met. 6, 18 ( spiracu-lum Ditis, vgl. Solin . 7, 6 p. 61, 18 Mommsen)und 20, usw., den Hadeseingang, durch denzumal Herakles den Kerberos aus der Unter-welt heraufgeholt, vgl. Soph. Ηρακλής ίπϊ Ται-νάρψ (σατυρικός) F. T. G. Nauch 2 p. 178. Eurip.Herakles 23 ff. Sen. Here. f. 813. Strab. 8 p. 363.Paus. 3, 25, 5 ( Hitzig-Blümner z. St. 1, 868).Apollod. 2, 123 und Io. Pedias. 12 (30) p. 258,21 f. Wagner. Palaiph. 39 (40) p. 59, 9 ed. Festa.Schol. Dion. Perieg. 791. G. Ettig, Acherun-tica, Lpz. Stud. 13, 397; am Tainaron scheintman von einer furchtbaren Schlange als Hüterindes Unterweltseinganges an des Kerberos Stattgefabelt zu haben, nach Hekataios von Milet hei Paus. a. O., s. o. Bd. 2, Sp. 1133, 10 ff.Gruppe S. 408, 5, 410; hinwiederum erzählennoch heute die Mainoten von dem schwarzenHund, der aus Tainaron aufsteigt, Podd, Cust.and lore 202. Gruppe 804, 7. Tainaron gilt inder Überlieferung vorzüglich als Ort des Ab-stiegs (vgl. auch Schol. Arist. Ach. 510. T. ivω στόμιον ην κατάγον εις "AiSov), wogegen fürden Aufstieg verschiedene andere Örtlichkeitenin Betracht kamen, so (nach Wilamoivitz, Eurip.Herakles 2 [1909] S. 347 das ursprünglichsteLokal) der chthonische Bezirk von Hermion (e),von wo der Weg zum Hades so kurz, daßselbst das ναύλον für die Toten überflüssig(Strab. 8 p. 373. Eustath. z. II. p. 286, 45.Orph. Arg. 1139 [1144], Bohde, Psyche 2 1,214, 3. Waser, Charon S. 32 f.) und wo auchder Raub der Persephone lokalisiert ist (Apollod.1, 29 W.), vgl. Eurip. Herakles 615. Paus. 2,35, 10 (Hitzig-Blümner z. St. 1, 649); fernerTrozen, Paus. 2, 31, 2 (H.-Bl. z. St. 1, 631).Apollod. 2, 126 u. Pedias. 12 (32) p. 259, 5f. W.;ferner soll Herakles nach Aussage der Boioteram Berg Laphystion mit dem Höllenhundheraufgestiegen sein, es stand da auch einBild des Herakles mit Beinamen Χάροψ , Paus.9, 34, 5 (H.-Bl. z. St. 3, 498). Waser a. O. 15.Wilamoivitz a. O. 34 f., 67. Gruppe 469 f., 6;

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ferner zu Herakleia am Pontos in Bithynien ,im Land der Mariandynen, Xenoph. Anab. 6,2, 2. Herodor. (F. H. G. 2, 35, 25) b. Schol.Ap. Rhod. 2, 354. Pomp. Mela 1, 103 (19, 7)p. 28,15ff. Parthey. Schol. Pion. Perieg. 791 usw.Immisch in diesem Lex. Bd. 2, Sp. 1123ff., 53ff.Gruppe a. O. Auch Theseus und Peirithoosseien beim Tainaron hinabgestiegen, um dievon Peirithoos geliebte Kore zu holen, Apoll.Rhod. 1, 101 ff. (mit Schol.). Hyg. f. 79 p. 81,7 Sch. Gruppe S. 401, 6; auch Orpheus scheintam Tainaron lokalisiert, vgl. Gruppe o. Bd. 3,Sp. 1100, 25 ff. Gr. Myth. 157, 7. 167, 13. 215;hier erfolgte sein Abstieg in die Unterweltnach Verg. georg. 4, 466 (mit Prob.). Ovid. met.10, 13. Sen. Here. Oet. 1061. Myth. vat. 2, 44,sein Aufstieg, Sen. Here. f. 587; auch Psychegeht beim Tainaron in die Unterwelt ein, Apul.met. 6, 18. 20. Ungenau ist für die Styx dieGegend des Tainaron angegeben, weil hier dieUnterweltspforte, bei Plut. de primo frigiäo 20',s. o. Bd. 4, Sp. 1572, 20ff.; bei Hör. c. 1, 34,10 f. (s. o.) ist Taenarus geradezu persönlichgefaßt als die beim Tainaron waltende Gott-heit der Unterwelt, und die Unterwelt ist offen-bar gemeint mit Taenara bei Sen. Troad. 407.Claud. 35,307. Für anderweitige Hadeseingänge,-ψυχοπομπεΐα, Πλουτώνια, Χαρώνεια vgl. Preller-Robert, Gr. Myth. 1, 811. Rohde, Psyche 2 1,212 ff. Wide S. 245. Waser a. 0. 61 ff. GruppeS. 809, 1. 815 f. Beim Heiligtum auf Tainaronist ein Fund gemacht worden von 6070 Bron-zestatuetten, Pferde und Stiere darstellend,Votivbronzen (Henzen, Bull. d. Inst. 1857,155. R. Weil, Ath. Mitt. 1, 1876, 159. NilssonS. 68), und ein Weihgeschenk dieser Art warwohl auch die kleine Erzgruppe des Arionauf dem Delphin, von der uns die Autorenberichten (s. u.), Bursian, Geogr. Griechenl. 2,151, 1. Hitzig-Blümner, Paus. 1, 868f. o. Bd. 3,Sp. 2840, 43 ff. 52 f. Beim Tainaron soll ja derKitharode Arion von Methymna auf einemDelphin gelandet haben (Hauptzeugnis dafürHerod. 1, 23f., übersetzt bei Gellius N. A. 16,19. Fronto p. 237 Naber-, auf Herodot berufensich Strab. 13 p. 618. Paus. 3, 25, 7, ihmschließt sich an Ps. Dion Chrysost. or. 37p. 455 M., ferner vgl. Plut. Sept. sap. conviv.17 f. p. 160. Ailian. nat. an. 12, 45. Luhian.dial. mar. 8. Ovid . fast. 2, 83 ff. Hyg. f. 194p. 124f., llff. Sch. Plin. n. h. 9, 28. Solin. 7, 6p. 61 f., 19 ff. Momms. Serv. Verg. ecl. 8, 55.Myth. vat. 2, 172 etc.), hier das schon vonHerodot erwähnte und auf Arion bezogeneDenkmal des Delphinreiters, ein άνά&ημαχάλκεον ον μέγα, dazu Paus. a. O. Ps. DionChrysost. a. O. (als ein von Arion selbst ge-weihtes μίμημα χαλκονν ον μεγα bezeichnet).Ailian a. 0., wo auch das Distichon mitgeteiltwird, das auf dem Bildwerk stand usw. Voll-ständigster Überblick über die Überlieferungbei Karl Element, Arion, Wien 1898 (dazuv. Wilamoivitz, D. Lit.-Ztg. 19, 1898, 1875/77)S. 415, vgl. auch Crusius bei Pauly-Wissoivas. v. 2, 836 ff., 17 ff., außerdem zur Sage K. 0.Müller, Dorier 2 2 , 369, 3 (Lit.-Geschl 1, 343).Welcher, Kl. Sehr. 1, 89ff. Lehrs, Pop. Aufs*385 ff. usw. Es liegt wohl auf der Hand, daß

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