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Tefenet (Darstellungen)
Tegestros
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574); die literarischen Belege, die T. als Löwinnennen (vgl. IVB 2), sprechen nicht dagegen.
1. Frau mit Löwinnenkopf.
Diese Darstellung ist die weitaus häufigstevon allen. Die Variationen des Typus ergebensich zunächst daraus, daß die Göttin entwederstehen oder auf einem Throne sitzen kann, wasmeist von der Gesamtanlage der Dekoration ander betreffenden Wand des Tempels bestimmtwird; ferner aus dem Kopfschmuck. Die wich-tigsten Formen desselben sind:
a) Doppelkrone, vereinzelt: Karnak, SäuleRamses’ IV . ( Lepsius, Denlcm. III 221 e).
b) Sonnenscheibe, nicht sehr häufig. SteleRamses’ IV. aus Abydos (Mariette, Äbydos 2,54).In ptolemäisch-römischer Zeit: Lepsius, Denlcm.IV 10 (Karnak ). 24 (Philä); Bochemonteix, Edfou1,314.
c) Sonnenscheibe, um die sich eineSchlange ringelt. Schon im Neuen Reich vor-
1) Naoh Lepsius,Denkmäler 2) Tefenet und Schow aufaus Ägypten, Äthiopien und RO „ x ~j a
dem Sinai. Abteilung III ,
Blatt 286 a. ^acli Photographie.
handen: Lepsius, Denlcm. III 182 e (unter Ram-ses II. in es-Sebü'a = Gauthier, Temple deQuadi es-Seboua, Caire 1912, 1 p. 242, 2 pl. 65);207b (Ramses III. in Karnak ). Der Typus istam Tor des Nektanebos auf Philä verwendet(ebd. 286 a = unsere Abb. 1) und findet sichunter den Ptolemäern und Kaiser als derhäufigste in den Tempeln von Oberägypten und Nubien .
d) Schlange in der Sonnenscheibe,vereinzelt: Lepsius, Denlcm. V 7 a im Felsen-tempel von Barkal unter Taharka .
e) Aufgerichtete Schlange, vereinzelt:Lepsius, Denlcm. IV 67 a in Philä.
f) Wagerechte Widderhötner mit Sonne,vereinzelt: Mariette, Dendirah 3, 36f.
2. Löwin.
Die in Bildern des vor der Göttin opfern-
den Königs niemals verwendete rein tierischeGestalt begegnet uns in der Darstellung desMythus der T. in Dakke: Thot als Paviansteht vor der grimmigen Löwin (eine Sornnen-scheibe mit zwei Schlangen schwebt über ihremKopfe) und sucht sie zu besänftigen: Gau , Anti-quites de la Nubie (1882) 56; Junker in Anh.Abhandl. Akad. Berlin 1911,54 mit Abb.; Boxder,Dakke 2 (Kairo 1914) Taf. 115.io
C. Zusammen mit Schow.
1. Die in den Texten und Götterlisteru un-zertrennlichen Geschwister und Gatten stehenin den Bildern oft hintereinander, wo jedeGottheit in ihrer Weise dargestellt ist. Manhat aber ihrer Zusammengehörigkeit auch imBilde Ausdruck dadurch verliehen, daß mansie als Kinder nebeneinander stellt; so aufdem Naos aus Saft el-Henneh in Kairo (Na-iv ville, Goshen pl. 5, 2 = Boeder, Naos, Leipzig
1915, S. 91 nr. 16 mit Taf. 30) und in denTempeln von Edfu (Bochemonteix 1,53. 66. 80)und Dendera (Mariette, Dend. 3,78 n = Die-nlichen, Bauurkunde yon Dend. 14).
2. Auf den sog. Ägis (Gegengewichten mitansitzendem Halskragen) aus Bronze findet mangelegentlich zwei plastische Köpfe angegossen:einen Mann mit vier Federn (ev. noch einerSonne) als Kopfschmuck und eine Löwim mit
30 Sonne und Uräus. Man hat in ihnen einenSchow-Onuris und eine T. erkannt; ein Stück,das ich im Handel sah, enthielt als Bestäti-gung die Aufschrift: „Schow und T. mögenNN schützen!“ (sait. Zeit). Vgl. Fig. 2.
3. In den Inschriften werden Schow und T.seit den Pyramidentexten „das Löwenpaar“ ge-nannt. Sie verbergen sich wohl auch unter denbeiden Löwen, die man in mythologischem Bil-dern aller Art als Pendants sieht. [Roeder.]
40 Tegeates (Tsyedvgs) , einer der Söhne desLykaon (s. d. nr. 3), somit Enkel des Pelasgos,Gründer von Tegea in Arkadien , Gemahl derAtlastochter Maira (s. d. nr. 3), mit welcher zu-sammen er auf dem Marktplatz zu Tegea seinDenkmal hatte, und durch diese Vater vonSkephros und Leimon (s. d.), Paus. 8, 3, 4 (zitiertbei Steph. Byz. s. Tsysa p. 609 f., 22 f. Meineke).45,1. 48,6. 53, 2 ff. Nach arkadisch-tegeatischerSage waren gleichfalls des Tegeates Söhne50 Kydon (s. d.), Archedios(?) und Gortys (s. d.),die nach Kreta ausgewandert seien und dortdie Städte Kydonia Gortyn und Katreus ge-gründet haben, wogegen die Kreter den Kydonals Sohn der Minostochter Akakallis (s. d. nr. 2)und des Hermes, den Katreus (s. d.) als Sohndes Minos, den Gortys als den des Rhada-manthys kannten, Paus. 8, 53, 4. Vgl. F. G.Welcher, Kl. Sehr. 1, 18 f. Georg J. Schivedler,De rebus Tegeaticis, Leipz. Stud. 9 (1887), 266.60 Walter Lmmerwahr, Kulte und Mythen Arka-diens 1, 62. 132. 138. 155. 219. 223. Preller-Bobert, Griech. Myth . 1, 464 (871). Gruppe,Gr. M. 195, 11. 734, 1. 947 A. Hitzig-Blümner,Paus. 3, 299 f. [Otto Waser .]
Tegestros (TiyearQos ), Eponymos von Te-gestra, Steph. Byz. s. v. Tsysarga und dazuMeineke. Bei Eust. ad Dionys, Per. 382 heißter iVp/ESTpos. [Höfer.]