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Teiresias (Bildwerke)
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2) Odysseus befragt den Teiresias am Bande der Unterwelt.Nach Baumeister , Denkmäler des klass. Altertums II Abb. 1254.
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worden (Philol. Angeig. 1873, 572, 4; vgl. Preller-Plew 8 2, 458 A. 1). Dagegen hat Baumeister(Denkm. Sp. 1040), dem wir eine lebensvolle Be-schreibung dieser Szene mit Abb. (Sp. 1040) ver-danken, festgestellt, daß nach neueren Unter-suchungen die Linien durchaus antik sind (vgl.noch den Art. Odysseus 3, 1, Sp. 672 mit Abb.Welcher, A. D. 3,452 f.; Lejugement de Paris 79—84, dazu pl. XIX. Overbeck T. 32, 12, s. Abb. 2).
b) Den Augenblick, wo T. dem Odysseus seineSchicksale verkündet, bringt ein flaches Reliefim Louvre zum Ausdruck (Fig. 3), abgebildetbei Baumeister (Denkm. Sp. 1041). T. ist in-zwischen heraufgestiegen und hat sich nieder-gesetzt. Er ist in einen langen Priesterman-tel gehüllt, der ihm das Haupt noch mit be-deckt. Seine Füße sind nackt. Der kahle, ödeFelsen, der das Unwirtliche der Unterweltzum Ausdruck bringen soll, dient ihm gleich-zeitig als Thronsessel (Baumeister). Seine Linkeumspannt das Szepter, während die Rechte,die den Stab ebenfalls umfaßt, gleichzeitig dieStirn stützt, um sein tiefes Nachdenken anzu-deuten, was anscheinend gleichfalls das halb-geschlossene Auge ausdrücken soll. Der gött-liche Dulder, der ihm gegenüber steht, ist vorn-über gebeugt in nachdenklicher Haltung ge-bildet; er lauscht scharf den Worten des Sehers,um alles genau in sich aufzunehmen und sicheinzuprägen. Sein linker Fuß stützt sich aufeinen Felsblock; über dem gebeugten linkenKnie hält er den Mantel zusammengefaltet.Die rechte Hand hält das kurze Schwert nachvorn gestreckt, während er mit der Linken dieScheide umfaßt. Der Körper ist völlig unbe-kleidet. Der Kopf auf dieser Abbildung ist
nach dem nun folgenden Bilde ergänzt worden.Dieses Relief ist der Auffassung nach jüngerals das Yasengemälde und wahrscheinlich rö-mischen Ursprungs (Friederichs, Bausteine nr.776). Ygl. Baumeister, Denkm. Sp. 1041., Art.Odysseus 3,1, Sp.672. Winckelmann, Mon. ined.,157, Glarae, Mus. de sculpture, pl. 223, nr. 250;
10 Millin, Gal. mythol. 175, 637.
c) Eine freie Wiederholung dieser Szenescheint die Darstellung auf einer Glaspaste(Overbeck T. 32, 10) zu sein (vgl, Baumeister ,Denkm. Sp. 1041. Art. Odysseus 3, 1, Sp. 672).
d) Umstritten ist noch die Deutung einesBildes auf einem etruskischen Spiegel (Ger-hard 2, Taf. 240), auf dem man T. erblickt,wie er schlafend, auf die Schulter des Hermesgelehnt, herbeiwankt, von dem mit dem Schwerte
der Hand dasitzenden Odysseus erwartet(vgl. Art. Odysseus 3, 1, Sp. 671).
e) Der gleiche Moment scheint auf einemBilde (Fig. 4) zum Ausdruck gebracht worden zusein, das, gegen Ende der Republik gemalt, zueiner Reihe von Odysseelandschaften gehört, dieden friesartigen Schmuck eines Zimmers auf demEsquilin bilden und gewissermaßen ein bild-licher Kommentar zum 10. und 11. Buche derOdyssee sind. Und zwar ist das hierher ge-
60 hörende Bild das beste Stück unter den Land-schaften, von denen nur sechs bis sieben ge-rettet sind. Die linke Seite nimmt das Meerein, auf dem das Schiff der Rückkehr des Od.harrt. Ein gewaltiges Felsentor, das sich nachrechts anschließt, bezeichnet den Eingang zurUnterwelt, die nun folgt und als Höhle gedachtist. Durch das Tor hindurch fällt ein fahlerLichtschein auf die sich darinnen, in der Mitte
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