233 Telamon (Bildwerke)
Telamon (Bildwerke) 234
.angeschmiedet gewesen; Herakles , der das See-tier getötet hat, steht in selbstbewußter Hal-tung, mit Pfeil und Bogen und gestützt aufdie Keule, daneben; s. Abb. 5. Ganz ähnlichist die Darstellung auf zwei kampanischenWandgemälden (Helbig nr. 1131 und 1132):Telamon befreit hier mit einem Hammer seinezukünftige Gattin, die mit der rechten Handnoch an den Felsen geschmiedet ist; Herakles steht bekränzt neben dem von einem Pfeile iodurchbohrten Untier; vgl. Bull. d. 1. 1867,
S. 83; Helbig, Kampanische Wandgemälde, At-las nr. 14; Engelmann, Ovidatlas nr. 124; s.Abb. 6. Auf zwei andern Wandbildern wirddas aus dem Meere sich aufbäumende See-
) Schwarzfigur. Amphora: Herakles ’ Kampf mit Alkyo·neus; rechts Athene und Hermes; links Telamon(nach 0. Jahn, Ber. d. Sachs. Oes. d. Wiss. 1853. Taf. 9).
J
4) Vase von Corneto :Herakles erlegt Alkyoneus links Telamon, rechts Athena (nach Arck. Zeitung 42, 38).
ungeheuer von Telamon mit einem Felsblockvom Ufer aus erst erlegt, während Herakles mit Hesione und einer andern weiblichen Per-son aus einiger Entfernung zusieht (Helbignr. 1129 und 1130; vgl. auch Langen mValer.Flacc. Argon. 2, 540). Einige andere Gemälde 40sind ihrer Deutung nach unsicher und lassensich schwer von Darstellungen des verwandtenAndromedamjthus trennen (s. d. Art. Hesione,
BBBasass
5) Unteritalisches Mosaik: Heaiones Befreiung durch Te-lamon ; mitanwesend: Herakles (nach Winckelmann , Mon. Ined. T. 66)·Roscher, Lexikon der gr. u. röm. Mytho). V.
Bd. 1, S. 2592f.). — Der Kampf gegen Lao-medon, Hesiones Vater, war verherrlicht durchdie künstlerisch hervorragende Gruppe im Ost-giebel des Aphaiatempels von Aigina ( Busolt,Gr. Gesch. 3, 1, 377). Leider bieten die in derMünchener Glyptothek aufgestellten berühmtenBildwerke zur Erkennung des Aigineten Tela-mon keinen Anhalt {Brunn, Beschreibung derGlyptothek , 5. Aull. S. 82—85); hieran hat auchder durch die neuen Ausgrabungen gewonneneZuwachs nichts geändert. Furtwängler {Aigina;das Heiligtum der Aphaia, S. 310) bemerkt, imOstgiebel sei nur Herakles zu erkennen; ja erversichert sogar {Die Ägineten, 1909, S. 49 f.), zuindividualisieren und zu charakterisieren habeder Schöpfer der Statuengruppe im übrigengeflissentlich vermieden. — Ein Gemälde end-lich auf einer schlanken apulischen Amphoravergegenwärtigt Aias ’ und Teukros’ Ab-schied von ihren Eltern. Die Namen Tela-mon und Teukros stehen auf dem Bilde an derverkehrten Stelle und sind zu vertauschen.Während im Hintergrund Periboia (s. d., Bd. 3,Sp. 1962) das Gewand vor das Gesicht erhebt,um die Tränen zu verbergen, steht vor Aias dergreise Vater Telamon, gestützt auf einen auf-fällig hohen Krückstock und die andere Handan das kahle, gesenkte Haupt gepreßt, und be-kundet so in Haltung und Gebärde den tiefstenTrennungsschmerz; s. Overbeck, Gal. her. Bild-werke 1, 276, Taf. 13, 7; Baumeister, Denkmäler1, 683; s. Abb. 7. Eine Szene gleichen Inhaltserscheintauf einem andern Vasengemälde {Ger-hard, Auserl'. Vasenbilder Taf. 215; Beinach,
9