235 Telamoniades
6) Kainpanisches Wandgemälde, anwesend: Telamon,Hesione, Herakles (nach Helbig,Kamp. M'andgem . Atlas nr.14)
Repertoire 2, 109): zwischen dem greisen Tela-mon und der weinenden Periboia stehen, vondieser abgewendet und dem Yater zugekehrt,die beiden bewaffneten jugendlichen Helden.Beischriften fehlen; doch ist bei den älterenPersonen an Phoinix und Briseis nicht zudenken; s. d. Art. Teukros. [Johannes Schmidt.]Telamoniades (TsXafnavid&jjg, bei Pindar dorisch: TeXagtovtaSag, lat. Telamoniades) be-deutet Telamons Sohn, bezeichnet also ent-weder, und zwar fast immer Aias (II. A 542.N 709. P 235; Od. X 543; Quint. Smyrn. 1, 634;3, 273; 5, 363. 663; Etym . Magn. 210, 12;640, 38; 556, 29; Pind. Isthm. 5, 26; Ov. Met.13, 231) oder vereinzelt Teukros (Pind. Nem.4,47). Daneben erscheint selten TtXugav CSr\g(Etym. Magn. 210, 13; 556, 29), nach Leo
Teichinen 236
Meyer (Pie homer. Vaternamen, Bezzerib. Beitr.4, lf.) eine Verstümmelung von TeXagaviccSrjg.Ob jedoch letzteres wirklich die Grundformoder nicht vielmehr eine Erweiterung jenerkürzeren Form ist, bleibt fraglich; jedenfallswechseln die Dichter nach Bedarf des Metrumsmit diesen Formen ab; vgl. Kuhner-Blaß, Gr.Gramm. 2 S , 283 § 330, 9; Angermann, de patro-nym. Graec. format. — Curtius, Stud. 1, lf.
Das sinn- und stammverwandte TsXagA-vios ist zunächst in allgemeiner Bedeutungdas von TsXagmv abgeleitete Adj., vertritt alssolches bisweilen den Gen. des Subst. (Hesych.s. TsXagmvioi uovdvXot) und bezeichnet, ver-bunden mit viog (II. A 691. N 67; Quint. Smyrn.4, 227) oder mit ituig (Soph. Ai. 134), meist den.großen Aias. Eine Mittelstufe zwischen ad-jektivischem Gebrauch und Substantivierungbildet die Hinzusetzung von TsXccgmviog (lat.Telamonius) zu dem Namen Aias , wodurchdieser von dem Lokrer unterschieden wird (II.B 528. 768 u. ö.; Eur. Hel. 848; Tzetz. Hom.112; Anthol. Pal. 2, 271; 7, 148; Apollodor. epit.3, 11; Palaeph. Incredib. 12, 3; Quintil . 7, 9, 2),.sowie zu Teukros (II. N 170. O 462; Quint..Smyrn. 4, 186). Endlich bezeichnet es allein-stehend oder doch als selbständige Appo-sition fast ausschließlich den Aias (Anthol.Pal. 7, 149; Suid. s. v.; Ov. A. A. 2, 737; Met .13, 194. 266. 321; Trist. 2, 525), aber auch denTeukros (Ps.-Aristot. epigr. bei Bergk, Lyr.2 4 , 346: i&v ui'/.vu6nmv rafuijs, TsXapcoviog).Nach Kühner-Blaß a. a. O. 2 5 , 294 § 334, 4ist TeXajimviog gar kein echtes Patronymikon,auch kein Subst., sondern selbst in diesemFalle nur possessives Adj., zu dem erst wieder,was ja bei TeXccpuavidhr^ nicht in Frage kommt,viog oder itoüg zu ergänzen wäre. Einwandfreiist diese Auffassung nicht; schon der Artikelerhebt es zum Range eines Subst., und zumlat. Telamonius (Ov. Met. 13, 194) wird erstrecht niemand filius ergänzen'wollen. Wohlaber kann die Annahme, es sei kein eigent-liches Patronymikon, der Ansicht zur Stützedienen, TsXagmviog bedeute ursprünglich nicht(wie TeXafiiovidärjg) Telamons Sohn, Bondern be-zeichne einen jener beidenBrüder, weil sie unterdes Heros Telamon Schutz stünden(Girard, Revue des Etudes Grecques 1905, S. lf.;Vürtheim, de Aiacis origine cultu patria, Leiden1907, S. 52 f.; Gruppe, Burs. Jahresb. 137, 387;.s. auch d. Art. Aias, Telamon, Teukros)._
[Johannes Schmidt.]
Telauge (TrjXavyrj), Tochter des Heosphoros,von Hermes Mutter des Autolykos, Schol. Ven. Aund Ups. Hom. II. 10, 267 (p. 287 a Bekker).Eust. ad Hom. II. 804, 26. Andere Angabenüber die Mutter des Autolykos (s. d., wo nach-zutragen C. Robert, Homerische Becher [50. Ber-liner Winckelmanns-Programm ] S. 90 ff.) s. Bd. 1Sp.736, 14 ff., wo hinzuzufügen ist Schol. Townl.Hom. II. 10, 266: AvtdXvnog 'Equov xui EriXßrjgtgg ’Ewecfopov. Die Namen Telauge und Stilbe,die „Fernstrahlende“ und die „Glänzende“ sindbezeichnend für die Tochter des Heosphoros.
[Höfer.]
Teichinen (TeXyZveg), die kunstreichenSchmiededämonen. Wir haben über ihr Wesen
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