Band 
Fünfter Band. T.
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237-238
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237 Teichinen (Eigenschaften)

und ihre Geschichte mehrere Traditionen. Diewichtigsten sind: der Bericht des Apollodor heiStrabon 654; der aus Sueton περί βΧααφημιώνin dem Exzerpt hei Milltr, Mel. de litter. 417und bei Euktath. ad H. p. 771 (vgl. Fresenius,Be Χίξιων Aristoph, et Sueton. exc. p. 63); deraus Zenon von JRhodos hei Biod. 5, 55/6.Die älteste Erwähnung ist die hei Stesichcrosfr. 93 B 4 ( Eust. a. Ο.) Στ. τάς χήρας xal oxo-τ wßtig ΤεΧχίνας προσηγόρενσεν (vgl. v. Wilamo-witz, Nachr. Gott . Ges. 1895 S. 242). Eine An-spielung auf die T. ohne Namensnennung findetman bei Pindar , Ol. 7, 53; vgl. Welcher, Aeschyl.Tril. .Prem. 185. v. Wilaniotcitz a. 0. FernerXencmedes von Keos, 5. Jahrh., F. II. G. 2, 43;dazu vgl. Oxyr. Pap. 7, 66) im Et. Gud., Et.M., Suidas s. v. QeXyti. Danach Simmias vonEhodos hei Clemens Strom. 5 p. 674 P, άμμάς j'Ιγνήτων xal ΤεΧχίναιν ϊφν ή όΧνχή £dip (Mut-ter der I. und T. war das salzige Meer) undKallim. h. 4, 31. Erwähnt wird bei Athen . 7,282 e eine ΤεΧχινιαχή ιστορία, als deren Ver-fasser Επιμενίδης δ Κρής ή ΤηΧεχΧείδης η αΧΧοςτις genannt wird. Alt ist das nicht.

Wesen der T. Wenn Suidas s. v. ΤεΧχΐνεςerklärt: πονηροί δαίμονες ή αν&ρωποι φ&ονε-ροΐ xal βάαχανοι, so geht überhaupt die antikeBerichterstattung und (damit verbunden) Deu-tung nach zwei Seiten. Heute ist es selbst-verständlich, daß wir es mit Dämonen zu tun !haben, während z. B. noch Welcher (der Aeschyl.Tril. 182ff. über die T. spricht) an eine Künstler-genossenschaft glaubte. Über ihr Wesen er-fahren wir folgendes:

1) Kunstfertigkeit. Zugeschriehen wirdihnen die μετάΧΧων ενρίΰΐς {Suet .); sie habenzuerst Eisen und Erz bearbeitet {Strab). Siesind Erfinder der τίχναι und anderer zum Lehennützlichen Dinge (Biod). Besonders wird dieαγαΧματοποιια hervorgehoben [Biod. Suet.)·, das 4αγαΧμα der Athena ΤεΧχινία stammt von ihnen{Nicol. Bam. fr. 116 = F. B. G. 3 p. 459; ausden παράδοξα Ι&η). Dazu muß man nehmen,daß auch andere Götter nach ihnen heißen; inLindos Apollon ΤεΧχίνιος (s. d.), in Ialysos Heraund die Nymphen ΤεΧχίνιαι, in Kamiros HeraΤεΧχινία {Biodor·, s. d.). Sie haben auch sagen-berühmte Geräte gemacht: die αρπη, mit derUranos entmannt wurde {Strab. 654 und [ausihm] Eust .)·, den Dreizack des Poseidon {Kallim. s4, 31; Erfindung des Dichters? sonst schmiedenihn die Kyklopen, Apoll. 1, 7); nach Stat. Theb.

2, 274 haben sie am Halsband der Harmoniamitgearbeitet (wohl sicher nach freier Erfindungdes Dichters, vgl. Sihae 4, 6,47). 2) Zauber-kunst. Sie sind γόητες ( Kallim. Aitia = Oxyr.Pap. 7 nr. 1011 V. 64, Strab., Biod,, Hesych.s. v. ΤεΧχΐνες). Sie haben ein Trinkgefäß, indem sie aus Wurzeln einen Zaubertrank her-steilen {Eust.). Sie können Wolken, Hagel, ecRegen u. dgl. herbeiziehen {Biod.), auch schleu-dern sie Blitze {Eust.). Schließlich können sieihre Gestalt verändern {Biod. Suet.). 3) Ge-stalt. Ausführlich ist Sueton : sie sind άμφί-βιοι, d. h. sie leben auf dem Lande und imWasser; sie ähneln teils (τά μεν) Dämonen,teils (τά δΐ) Menschen, teils Fischen, teilsSchlangen (ob gleichzeitig? oder kraft ihrer

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Verwandlungsfähigkeit?); sie haben Häutezwischen den Zehen wie die Gänse. MancheUvlovg steht in dem Millerschtn Exzerpt, fehltaber bei Eust .) sind ohne Hände und Füße,alle sind γΧανχωπες und haben große (oderschwarze?) Augenbrauen (μεγαΧόφρνες Exc.Mill., μεΧανόψρνες Eust.) und einen scharfenBlick (όξνδερχίατατοι). Dies hängt mit einerweiteren Eigenschaft zusammen. 4) Sie habenio den bösen Blick. Ovid . Met. 7, 366 erwähntihre oculos ipso vitiantes omnia visu. Sieheißen πονηροί δαίμονες {Suid .), ιβογεροί {Suet.),invidia lividi {Lact, ad Stat. Theb. 2, 274'.φθονεροί {Nonn. 14, 36; 30, 226), φ&ονεροί ιντηι διδαβχαΧίαι των τεχνών {Biod.). Besonderswird von ihnen erzählt, daß sie Rhodos mitStyxwasser besprengen und dadurch unfrucht-bar machen {Strab. 14, 601; Suid. s. v. ϋέΧγει-,Zenob. 5, 41; Nonn. 14, 36 ff.; Tzetzes Chil.io 7, 126; Lactant. a. 0.). Hierher gehört auchdie von Stesichoros (s. v.) vorgenommene Gleich-setzung mit den Keren. Vgl. Jane E. Harri-son, Proleg. to the study of Gr. rel. 171. Daherwird die Bosheit der T. später sprichwörtlich.Z. B. Alhiphr. ep. 1 , 15, 5 Sch. ΤεΧχΐνος ηνμοι βαΰχαίνων βαρύτερος, und zahlreiche andereStellen später Autoren: van Gelder, Getch. d.alten Khodier 48. Um dieses Gebrauches willenist der Sueton - Artikel geschrieben. Die Alteno suchten eine Erklärung für diese Bosheit, weilsie sie mit der Kunstfertigkeit nicht reimenkonnten. Die T. seien wegen ihrer Kunstfer-tigkeit von ihren Nebenbuhlern verleumdetworden und hätten daher den schlechten Rufbekommen {Strab.)·, oder sie seien eifersüchtigauf die Geheimhaltung ihrer Künste bedacht{Biod. s. o.); oder es gäbe zwei ganz verschie-dene Arten, die kunstfertigen und die bösen{Suet). In Wahrheit passen die beiden Seiteno ihres Charakters vortrefflich zusammen.

Die Geschichten von den T. Die Haupt-masse steht hei Biodor. Sie sind Söhne desMeeres {vlol ΘαΧάττης-, vgl .Simmias oben; Γηςxal Πόντον bei Tzetzes, Theog. 81 ff. = Ma-tranga Anecd. 580), mit Kapheira, der Tochterdes Okeanos, erziehen sie den Poseidon, denRhea ihnen übergehen hat. (Das ist nach demVorbild der Zeuskindheit gemacht.) Poseidon ,herangewachsen, liebt Halia, die Schwester der) Teichinen, und erzeugt mit ihr sechs Söhne unddie Tochter Rhodos . Von den sechs Söhnen giltes eine Geschichte, in derenVerlauf sie als προο-ηιώιοι (s. d.) δαίμονες in der Erde verborgenwerden, während Halia sich ins Meer stürzt undals Leukothea Kult empfängt. (Also gehörenweder Halia noch die δαίμονις irgendwie ur-sprünglich mit den T. zusammen.) Die T. ver-lassen die Insel wegen der bevorstehendengroßen Flut und zerstreuen sich. Lykos geht,nach Lykien . Verwandt ist die Darstellung heiNonnos 14, 36 ff., nach der die T., die Söhne des.Poseidon (unter ihnen Lykos), durch die Heli-aden aus Rhodos vertrieben werden und, bevorsie auswandern {αΧιπΧανέες μετανάαται, also·wohl ins Meer), die Insel durch Besprengungmit Styxwasser unfruchtbar machen. (Ganz,mißverständlich, darum auch in den Folge-rungen verkehrt: Tümpel, Flecheisens Jahrh

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