Telondes
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legstellen bei Du Gange s. v. τελώνια' τά τονάέρος δαιμόνια und im Ihesaur. s. v. τελώνιονp. 2003 C. D; vgl. Kroll, Rhein . Mus. 50,637,4.Leontios’ von Neapolis Leben des tilg. Johannesdes Barmherzigen ed. H Geizer S. 191 s. v. τε-λώνης. K. Krumbacher, Mittelgriech. Sprich-wörter S. 97 nr. 26. Byzant. Zeitschr. 7 (1898),216. P. Wendland, Byzant. Zeitschr. 11 (1902),190. Bernh. Schmidt, Volksleben der Neugriechen.Nach Geizer a. a. 0. erklärt sich der Sprach-gebrauch aus den 'ägyptischen Unterweits Vor-stellungen und ist durch die ägyptischen As-keten der Kirche übermittelt worden.
[Höfer.]
Telondes (Τηλώνδης), ein böotischer Kabire,Paus. 9, 25, 8; s. o. Bd. 2, Sp. 2536. [Ruhl.]
Telonnesos (Τηλόννηβος), beigeschriebenerName einer Nymphe auf einem Relief inNeapel , auf dem außerdem noch drei andereNymphen (Ίβμήνη, ’Ερανν[ώ], Κνν.αΐς) und diedrei Chariten dargestellt sind, Gerhard undPanofka, Neapels ant. Bildw. 1, 275 S. 82 f.C. I. G. 4, 6854“. Nach Osann zu Cornut. de nat.deor. p. 272 ist es eine Ortsnymphe, wohl dieder Insel Telos, die nach ihrem Gründer Te-los (s. d.J vielleicht auch Τηλόννηαος hieß.
[Höfer.]
Telos (Τήλος), Oikist, und Eponymos dergleichnamigen Insel, Steph, Byz. s. v. Τήλος. Vgl.Telonnesos. [Höfer.]
Telpliosios ( Τελφώβιος ), Beiname des Apol-lon, Anonym. Laurent, in Anecdota varia Gr.et Lat. ed. Schoell u. Studemund 1 p. 267, IInr. 39. Siehe Telphusios. [Höfer.]
Telplinsa (Τέλφονβα), 1) arkadische Nymphe,Tochter des Flußgottes Ladon (s. d.), Eponymeder gleichnamigen Stadt, Steph. Byz. s. v. Τέλ-φονβα. Schol. Lykophr. 1040 p. 320, 26 f. Sch.
• Herodian ed. Leivtz 1, 209, 35 f. 2,589,11. Heij Paus. 8, 25, 2 heißt sie Θέλπονβα. — Eine In- .schrift aus Ini auf Kreta , das wohl an derStelle des alten Αρκαδία oder Αρκάδες (in derNähe von Gortys) liegt, erwähnt ein [tjfpoj/τα? θελφονβας — die Schreibung Θελφονβιος,θέλφυνβα auch in zwei Inschriften, Ath. Milt.
' 3 (1878), 178. Αελτ. άρχ. 1890, 147 f., Part-
beni, Monumenti antichi della Reale Acad. deiLincci 18 (1907), 360 if. nr. 13. Collitz, Samml.d, griech. Dialekt-Inschr. IV, 4 S. 1036 f. nr. 14.Da Arkades wie seine Nachbarstadt Gortys von ;Arkadien aus begründet worden ist (Busolt,Gr. Gesch. I 2 , 329 Anm. 2), so ist anzunehmen,daß die arkadischen Auswanderer den Kultder Thelphusa, der dann auch für das Mutter-land selbst vorauszusetzen ist, in die neueHeimat übertragen haben. — 2) Nymphe dergleichnamigen zwischen Haliartos und Alal-komenai in Boiotien unter dem Fuße der Fels-wand ΤιΙ.φώοβιον entspringenden Quelle, Hom.Hymn. in Apoll. 244. 247. 256. 276. 377 ff. Bei iSteph. Byz. s. v. Τέλφονβα p. 614, 2. Herodianp. 589, 13 steht die Form Τιλφονβα. Näheress. unter Telphusios. Über die Etymologie vonTelphusa usw. ist oben im Art. Teiresias S. 186,16 ff. gehandelt worden; hinzugefügt werdenkann: Unger, Thibana Paradoxa 117. Dibbelt,Quaest. Coae Mythol. 7 Anm. 4. Preller, Sachs.Berichte 6(1854), 148 ('= quellende Flut’), und
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die a. E. des Art. Telphusia angeführte Litera-tur. — Nach Malten, Bert. Philol. Wochenschr.1910, 336 gehören Delphoi , Delphussa, Tel-phusa, Tilphossa zu der Wurzel delph-, 'hohl’;diese Quellnamen seien so genannt, 'weil sieaus den Höhlungen des Bodens kommen’; s.dagegen W. Aly, Klio, Beiträge zur alten Ge-schichte 11 (1911), 16 f. mit Anm. 3: vgl. auchAly, Der kretische Apollonkultus 41, welcher) die Erklärung von Bursian, Geogr. v. Griechen!..2, 259, 1 = Θάλπονβα (von &άλπω·, die Quellealso als heilkräftig gedacht; vgl. auch Pott,Kuhns Zeitschr. 8, 36. Roscher, Curtius Studien1, 100) für nicht wahrscheinlich hält. [Höfer.]Telphusia ( Τελφονσία ). Bei Lykophr. Alex.1040 (= Steph. Byz. Τέλψονβα p. 613, 12 f.) istnach dem Schol. zu Lykophr. a. a. O. unter derΤελφονβία βχνλαξ, die Αίκης τάρρο&ος genanntwird, die in Arkadien verehrte Erinys zu ver-i stehen. Eine Erinys Τιλφωβαίη nannte nachSchol. JAjkophr. 1225 auch KaUimaehos ( fr gm.207): iv ’Όγκαις τής Αρκαδίας Κρίνος Αημήτηρτιμάται, ώς Καλλίμαχος την μεν ογ’ έβπέρμηνενΈριννι Τιλφωβαίη. Nach Bethe, Theban. Hel-denlieder 91, 21 geht aus dem Zitat nicht her-vor, ob KaUimaehos sie in Boiotien oder Ar-kadien denkt; für ersteres scheine die FormΤιλφωβαίη zu sprechen, da sich die arkadischeStadt auf ihren Münzen Θέλ[πονβα\ nenne. —Eine Τιλφώββα Έριννς wird im Schol. Soph.Ant. 126 erwähnt: sie habe dem Ares den the-banischen Drachen geboren; dieser Zusammen-hang weist sicherlich auf das boiotische Til-phossion hin, Gruppe, Gr. Myth. 1376, 3. Vgl.ferner K. O. Müller, Aeschylos Eumeniden168 f. 175 Anm. 15. Derselbe, Orchomenos 121.Ludw. Preller, Demeter und Persephone 164 ff.(vgl. 156 ff. 1. Heinr. Dietr. Müller, Ares 22 ff'.Tümpel, Jahrb. f. klass. Phil. Suppl. 11, 687 f.693. 701 f. Tümpel, Bemerkungen zu einigenFragen der griech. Religionsgeschichte (Progr.Neustettin ') S. 18. O. Crusius, Jahrb. f. klass.Phil. 123 (1881), 293 ff. Fr. Ad. Voigt, Beiträgezur Mythol. des Ares u. der Athena ( Leipz. Stu-dien 4) S. 241. 243. 287 f. 296. 305. [Höfer.]Telphusios (Τελφονβιος), Beiname des Apol-lon nach der Quelle Telphusa (s. d. nr. 2) inBoiotien. Der Homerische Hymnos in Apoll.244 — 276. 37ö ff. (vgl. Preller, Berichte über dieVerhandl. d. Königl. Sachs. Gesellsch. d. Wiss.phil.-hist. CI. 6 [1854], 147 f. Gemoll, Die Homer .Hymnen S. 159 f. [zu v. 244], 170 [zu v. 375]mit weiteren Literaturangaben. A. W. Verrat,Journ. Hell, stitd. 14 [1894], 1 ff. mit den Be-merkungen von Gruppe, Bursians Jahresber. 102[1899] S. 148) berichtet folgendes: Apollon kommt zur Quelle Telphusa, einem Ort, derihm wegen seiner Sicherheit (άπήμων v. 244)und Lieblichkeit (έρατός v. 380) gefiel, undoffenbart der Nymphe Telphusa, daß er hiereinen Tempel mit Orakel errichten wolle. AberTelphusa in ihrer Eigenliebe, 'οφρα oi αντήΤελφονβη κλέος ειη έπί χλλονί, μηδ’ Έκάτοιο’,weiß ihn listigerweise zu bestimmen, von seinemPlane abzulassen und nach Delphoi zu gehen,wo er den schweren Kampf mit dem Drachenzu bestehen hat (vgl. Delphyne, Python). AlsApollon den Betrug merkt, kehrt er zurück,