Band 
Fünfter Band. T.
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schilt die Telphusa und verbirgt das Quell-wasser (v. 382 mit Gemoll für ρίον: ρόον zulesen) unter vorspringenden Felsen und er-richtet sieh nahe dabei einen Altar: εν&α öανακτι πάντες έπίκληοιν Τελφονβίω ενχετόωνται,οννεκα Τελφονΰης ιερής ηΰχννε ρέε&ρα (ν. 385 ff). Der Beiname Τελφοναιος für Apollon findetsich auch hei Lykopin'. Alex. 562 und dazuSchol. (2, 137,1): παρά Βοιωτοίς. (Für Τελψού-βιο g hat cod. Paris . 2403: Τελψίνιος mit derErklärung παρόοο v φαίνει τά τέλη.) Vondem Tempel des Apollon T. το τον Td(so !)-[φωβΰίονΑπόλλω]νος ιερόν, Strabo 9, 27 ρ. 411,der auf der Höhe der Felswand Τιλφώπαιον,gerade über der Quelle stand, sind noch spär-liche Beste vorhanden, Bursian, Geogr. v. Grie-chenl. 1, 234. Oben s. v. Teiresias Sp. 186, 12(vgl. Sp. 199, 28 ff.) ist vermutet worden, daßder Apollon T. in Beziehung zu dem Orakel-gott Teiresias gestanden habe. Aus den obenSp. 350, 62 angeführten Versen des HomerischenHymnos scheint hervorzugehen, daß die Nympheoder Quellgöttin Telphusa selbst als Orakel-göttin tätig war, da sie ja den Bau des Tem-pels des Apollon , in dem sie den künftigenKonkurrenten sah, verhindern wollte. Wennfreilich v. Wilamoicitz, Griech. Tragödien über-setzt VII ( Aeschylos, Hie Versöhnten ) S. 19Anm. 2 sagt: 'Dort (am böotischen Berg Til-phossion) war in sehr alter Zeit ein Erdorakelan einer Quelle; die Göttin war als Schlangegedacht, so fehlt m. W. für die letzte Be-hauptung das Zeugnis der Überlieferung. Vgl.Telphosios. [Höfer.]

Temavus. Eine Weihinschrift auf einem beiMontereale am Flusse Celina gefundenen Altarlautet: Ti. Poppai. Ti. f. Temavo d. d. I. m., Not.di Scaoi 1884, 56. II. Pais, Corporis inscr. Lat.supplemenla italica 1 p. 48 nr. 380. Hessau, Inscr.Lat. sei. 3900. Die Weihung gilt dem Gott dessonst Timavus (vgl. Mommsen in Ο. I. L. 5 p. 75)genannten Flusses, dem auch die poetischeWeihinschrift ( Hessau a. a. O. 8885) gewidmetist. [Höfer.j

Tembrion ( Τεμβρίων ). Oikist von Samos ,Strabo 14, 633. 10, 457. Themistagoras ( F H. G.4, 512) im Etyin. 31. s. v.Αβτνπάλαια. Busolt,Gr. Gesch. 1®, 315, 2. v. Wilamoicitz, Sitzungs-berichte d. Kgl. Preuß. Äkad. d. Wiss. 1 906, 65Anm. 2. [Höfer.]

Tembris, Teiubros (Τέμβρις, Τέμβρος), Gottdes gleichnamigen Flusses auf Münzen vonMidaion in Pbrygien, Heud, Hist. num. 681®.Catal. of the greek coins in the Brit. 3Ius. Phry-gia Introd. 84 p. 335, 2. 337, 14 pl. 39, 3; aufMünzen von Dorylaion (ohne Beischrift), Imhoof-Blumer, Kleinasiatische 3Iünzen 1, 226, 5.

[Höfer.]

Tembrogius s. Temrogeios.

Temenia (Τεμενία), Beiname der Hestia s.Bd. 1 Sp. 2641, 17 ff. Hittenberger, Sylloge 2®,600, 9. 59. Collitz 5692 p. 723. 725. NachE. Fraenkel, Gesch. d. griech. Nomina agentisauf -τηρ usw. 2 (= Untersuch, zur indogerman.Sprach- u. Kulturwiss. 4 [1912]) S. 210 Anm. 1soll Τεμενία als Femininum zu dem Götterbei-namen Τεμενίτης fs. d.) füngieren; das lautetaber Τεμενϊτις. Vielmehr ist Τεμενία das Fe-

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mininum zu Τεμενίας bz. Τεμένιος (s. d.). Sehrunsicher ist die Ergänzung einer Inschrift ausPhiladelphia (Alaschehir) durch Keil und v. Pre-merstein, Bericht über eine dritte Reise in Ly-dien in Henksehr. d. Kais. Akad. d. Wiss. inWien 57 (1914), I S. 18 nr. 18, (vgl. S. 20):Aios naiΚατίας Τ[εμενίας], wo aber auchein anderer Beiname z. B. Τ[ελείας] gestandenhaben kann. [Höfer.]

Temenias, Temenios (Τεμενίας, Τεμίνιος).Auf mehreren Inschriften aus dem Amyklaionin Sparta wird ein Priestertum des ApollonKarneios, des Apollon , des Herakles καί Κόραςκαί Τεμενίον τών έν τω "Ελει καί των βννκαίΐ-ειδρνμένων ΰεών erwähnt, I. G. 5, 1, 497 1( . ff.589, ff. (= C. I. G. 1,1446). 608, ff. Nach Tsün-tas, Έφημ. άρχ. 1892, 21 ist mit der Kora εντω "Ελει die bei Paus. 3, 13, 2 ναός ΚόρηςΣωτείρας· ποιήοαι äs τον ΘράκαΟρφέα λέγον-βιν, oi δέ Άβαριν άφικάμενον έξ 'Ύπερβορέωνerwähnte Kore Soteira gemeint, deren Tempelsüdöstlich vom Theater in einer flachen undauch heute noch sumpfigen Gegend anzusetzensei; unter dem von Tansanias als Stifter desTempels "genanntem Orpheus oder Abarie bergesich der namenlose Heros Temeniö's. DieserAuffassung tritt S.Wide, drakonische Kulte 296f.bei mit dem Hinweis, daß schon die Verbin-dung des Temenios mit Kore in diesem einenchtlionischen Gott, was Orpheus ursprünglichsei, suchen lasse, dessen Namen auszusprechenman sich gescheut habe. Dieser chtlionischeHeros Temenios seider Stifter oder Hütereines τέμενος oderder iv τω τεμένει begra-bene, verehrte. Auf einer anderen fragmen-tierten amyklaiischen Inschrift, wo Tsuntasa. a. 0. 22 nr. 4 und JVide a. a. 0. 370,1: Αι'οςτέ[μενος] oder Tf[lsiot>] oder Τε[ραατίου ] er-gänzen, liest Kolb, I. G. a. a. 0. 372: Aibg Τε-[μενίον]. Ob die von Tsuntas und Wide ge-gebene Erklärung das Richtige trifft, läßt sichmit dem zu Gebote stehenden Material nichtentscheiden. Einstweilen lassen sich nur dieTheoi Entemenioi (fffol έντεμένιοι [s. d.]) ver-gleichen und das Götterepitbeton Temenites(s. d.), zu dem folgendes nachzutragen ist:1) Apollon Temenites ist auch durch eine In-schrift von Delos bekannt, auf der ein Altar(τον Απόλλ\ωνος τον Τεμεν\ί]τον und ein Altar[r ον Απόλλωνος τον Πατ[ρώι\ον erwähnt wird,Corr. Hell. 32 (1908) Beilage zwischen p. 14 und15, Face B, frg. a Z. 11. Ebenso befand sich aufder Insel Kasos ein ιερόν τον Απόλλωνος τονΤεμενίτον, Corr. Hell. 24 (1900), 227 nr. ΧΙΙβν«·Collitz 5104 ο β7«·. ρ. 357. Zur Erklärung des Bei-namens Temenites bemerkt Hemargue, Corr.Hell. 24,231:Temenos est un nom de lieu oude vüle.' Das ist natürlich irrig, ein Stadt-namen Temenos wird auf Kasos schwerlichexistiert haben, sondern der Beiname ist selbst-verständlich, wie man schon längst gesehenhat, von τέμενος abzuleiten; vgl. E. Ciactri,Culti e miti nella storia delT antica Sicilin 161.Nun hat Hittenberger, Sylloye 2®, 531 p. 195Anm. 32 (vgl. Gruppe, Gr. Myth. 746, 9) dieGötter, die den Beinamen Τεμενέτης führen,als solche erklärt, guorum τεμένη erant sinetemplis. Dieselbe Bedeutung nimmt sjeziell

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