355
Temenos
Temenos
356
phaistos auch des Halsbandes gedenkt (Tjcpcacrö-Tivxros ogfios Apollod. 3, 25 TV.), das ursprüng-lich der Harmonia (s. d.) geschenkt ward, aberbenannt -wird nach Eriphyle, weil sie es alsGeschenk hinnahm für ihren Mann, und er-wähnt, daß die Amathusier der Meinung, dasHalsband finde sich bei ihnen als Weihgabeim alten Tempel des Adonis und der Aphro-dite zu Amathus auf Kypros; das bestreitet Paus.a. 0., vgl. Hitzig-Blümner z. St. 3, 523 f. Auchdas Artemision auf Delos wollte im Besitze dergoldenen Halskette der Eriphyle sein, vgl. Th.Homolle, Bull, de eorr. hell. 6 (1882), 124. 14(1890), 406 Z. 2 (42). 15 (1891), 134. Und wäh-rend nach Pausanias das verhängnisvolleSchmuckstück sich zu Delphi im Apollontempelbefand, gibt Phylarchos FHG 1,353,60 beiParthen. tg. nad. 25,1 an, daß es ebendaselbstniedergelegt war im Heiligtum der Athena Pro-noia, was Frazer (z. Paus. 8,24,10 S. 285) ver- 2muten läßt, Phylarchos habe das Halsband derEriphyle verwechselt mit dem der Helena , dasMenelaos der Athena Pronoia geweiht, nachDemetr. Phal. bei Fustath. Od. 3,267 p. 1466, 60;über das spätere Schicksal dieser Halsbändervgl. außer Parih. 25 auch Fphoros (oder (lessenSohn Demophilos) im 30. B. der icroglai P'HG1,275,155 (aus Ath. 6, p. 232 d ff.). Diod. 16,64, 2. Paus. 9, 41, 2 f. o. ßd. 1, Sp. 1337, 45 ff.
3) Sohn des Aristomachos (oder des Kleo-daios s. u.), ein Herakleide, Ürurenkel oderUrenkel des Herakles, gewissermaßen 'nach Pho-roneus und Danaos der dritte Gründer von Ar-gos’ (E. Curtius, Pelop. 2,346. 384), der Stamm-vater der Temeniden (TrgisviSai), jener dreiBrüder Gauanes, Aeropos und Perdikkas (s. o.Bd. 1, Sp. 88,18 ff. 1605, 39 ff.), die, aus Argoszu den Illyriern geflohen, nach Obermakedo-nien gelangten, nach Lebaie, später sich nie-derließen in der Gegend der sog. Gärten desMidas am Fuß des Bermion und von da auchdas übrige Makedonien sich unterwarfen, sodaß also diese Temeniden die Ahnen der ma-kedonischen Könige geworden sind, im beson-dern Perdikkas , vgl. Her ad. 8,137 f. (6, 52 be-reits die genealogische Reihe Aristodemos —Aristomachos — Kleodaios — Hyllos). Thuk. 2,99,3. Diod. 7,17. Nach ihnen hieß TrgisviSaiein Waffentanz, vgl. Dioskoridcs Anth. Pal. 11,195; mit demselben Titel auch gab es ein Stückdes Furipides, frg. 728—741 Nauck, für dessenInhalt zu vergleichen sein wird Nikol. Dam.FHG 3, 376, 38. Diod . 7, 14a (FÜG 2 p. VIIIfrg . 4). Paus. 2, 19, 1. 28, 3—7, s. u., wie dennauch Temenos selbst der Held einer euripi-deischen Tragödie gewesen zu sein scheint,frg. 742—751 N., über deren Fabel indes nichtsbekannt ist, vgl. Welcher, Gr. Trag. 2, 697 f.Wecklein, Philol, 39 (1880), 406 ff. Christ-Schmid,Gesch. d. gr. Lit. I 6 , 378, 10; auch des TemenosSohn Archelaos als Ahnherrn der makedoni-schen Könige und Gründer der Residenz Aigai nahm Furipides zum Helden einer Tragödie,da er bei dessen gleichnamigem Nachkommenzu Pella ehrenvolle Aufnahme fand, frg . 229—266 N.; für den Inhalt vgl. Hyg. fab. 219 p. 129,
6 ff. Sch. Welcher a. 0 . S. 698 ff. Wecklein a. 0 .Gruppe, Gr.Myth. 219. 1199,4 (wo Identifizie-
rung der Temenossöhne Agelaos und Archelaos).Nach Temenos führte den Namen das Teme-nion ( Τημίνιον ), ein fester Ort in der Argolisέν ω τέ&απται Ίημενος, Strab. 8 ρ. 368, das-selbe Steph. Byz. s. v. p. 621, 3f. M., wo indesdas Temenion fälschlich nach Messenien ver-legt wird (χωρίον Μεαβηνης) und der Zusatzoi οιχήτορες ΤημενιιΙς &ς Ιλιεΐς. Nach Paus. 2,38,1 hat Temenos, des Aristomachos Sohn, die-sen Ort besetzt und befestigt, mit seinen Do-rern von hier aus Krieg geführt gegen Tisa-menos und die Achaier, der Ort aber enthieltein Heiligtum des Poseidon und ein anderesder Aphrodite , zumal ein μνήμα Τημένον τιμάςΐ'χον παρά Αωριέων των έν Άργει; vgl. Fd.Meyer, Gesch. d. Altert. 2, 266 f. F. Pfister, DerBeliquienkult im Altert. (B. V. V. V) SS. 288.Strabon und Pausanias bestimmen die geogra-phische Lage des Temenion recht genau imZusammenhang mit Lerna und Nauplia, 26 Sta-dien von Argos νπερ τής &αλάττης (Strab. a. O.),50 Stadien von Nauplia (Paus. 2,38,2); zwischendem Temenion und Lerna mündet der (rätsel-hafte) Plirixos ins Meer, Paus. 2,36,6. 38,1;
, das ,Τφη^ηίρη, aber, vqrnjutpt ,mfin, ir\ f$esj;enund Ruinen zwischen den Flüssen Panitza (Ina-chos) und Kephalari (Erasinos), über die Ört-lichkeit vgl. Leake, Travels in the Moria 2, 476.Σ. Boß, Beisen im Pelop. S. 149. Curtius, Pelop.
D 2,(154). 383 f. Bursian, Geogr. v. Griechenl. 2,(8.42). 56 f. Hitzig-Blümner, Paus. 1,(652). 655 f.
Während Temenos in der Regel (vgl. z. B.Paus. 2, 18, 7. 38, 1. Hyg. f. 124 p. 106,8 Sch.Theopomp. frg. 30 FHG 1,283 und Diod. 7, 15aus Georg. Synk. Chron. 262 B/C [1, 499, 5 ff.Dind,], wo die genealogische Reihe Karanos—Pheidon — Aristodamidas — Merops — Thestios— Kissos — Temenos — Aristomachos — Kleo-daios—Hyllos— Herakles, aber auch, nach an-) dern, Karanos — Poias — Kroisos—Kleodaios —Eurybiadas — Deballos — Lachatres — Temenosetc. [dasselbe bei Porphyrios atus Tyros FHG3,690]. Satyros frg. 21 FHG 3,1165 bei Theoph.Antioch. ad Autol. 2 p. 94) als Sohn des Ari-stomachos gilt, des Sohnes des Kleodaios(schon Herod. 6, 52 hät ja für Aristodemos dieAbstammung: Aristomachos, Kleodaios, Hyllos),erscheint er gelegentlich, bei Apollod. 2,172 W.,unter des Kleodaios Söhnen, und auch nach) Tzetz. Lyk. Al. 804 war er Sohn des Kleodaios(als dessen Brüder Lichas und Keyx genanntwerden) und der Peridea (s. d. unt. 1), der En-kel des Hyllos und der Eurytostochter Iole ,der Urenkel des Herakles und der De'ianeira;in dieser Reihe fehlt lediglich das Zwischen-glied Aristomachos (als Vater des Temenos undSohn des Kleodaios). Die unter Temenos ein-wandernden Dorer habe des Tyrsenos Sohn He-geleos (s. d. und unt. Omphale Bd. 3, Sp. 879 f.,
) 51 ff) im Gebrauch der Trompete unterwiesen,Paus. 2,21,3, vgl. K. 0. Müller - Deecke, Etr.2,209. Gruppe, Gr. Myth. 1199,4: hier sei gleicherinnert an die Erzählung bei Polyain. strat.1, 10 von der Verwendung des ανλός durch dieHerakleiden Prokies und Temenos. Den Söhnendes Aristomachos an der Spitze der Dorer habebei der χά&οόος των ΉραχΙειϋων Oxylos (ä. d.unt. 2; den Weg gewiesen in die Peloponnes ,