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harctt |, wo Τεμένον &νραι unter den Städtender Phrygia Pakatiane ); der Ort lag auf derSüdseite des Ίημνον όρος, da, wo der Hyllos,ein Zufluß des Hevrnos, entspringt, vgl. Hitzig-Blümner, Paus. 1,346; für die Verschmelzungvon Τήμενος und Τήμνος s. o. Bd. 3, Sp. 860,4 ff.Auf Kupfermünzen von Temenothyrai erscheintdenn auch nicht bloß Herakles, Kopf und ganzeFigur (vgl. z. B. Imhoof-Blumer, Zur Griech. u.Böm. Miinzk. S. 169. Kleinasiat. Mz. S.298,1. 3), iosondern auch gelegentlich die Biiste des my-thischen Gründers (THMGNOC OIKICTHC oderKTICTHC), Head, Hist.num.* S. 687. Head-Svo-ronos 2, 232, z. B. auf der Vorderseite einerKupfermünze der Zeit M. Aurels die Büste desTemenos rechtshin, unb'ärtig und lorbeerbe-kr'anzt, Nacken drapiert, mit Beischrift Τήμε-νος οικιστής, Brit. Mus. Cat. of gr. coins, Phry-gia S. 407,1 desgleichen auf der Vs. einer Kup-fermünze der Zeit Galliens mit Beischrift T. 20κτίστης, a. o. S. 411, 18. Von 'lydisclien Te-meniden’ (neben den makedonischen) sprichtGruppe, Gr. Myth. 495 ff. (496 f.). Vgl. schließ-lich auch ras Τημενίδας προσαγορενομένας πν-λας zu Tarent , Polyb. 8, 27. 30 p. 592, 8 f. 594,
26 Bekker. Liv. 25, 9 ( Temenitis porta).
Temenuchos (Τεμενοΰχος), Beiname des Po-seidon s. oben Sp. 353, 24 ff. und dazu 0. Kern,Genethliakon für C. Robert 99 ff. Hermes 51 30(1916), 480. [Höfer.]
Tememiros(T'f l usi'onp<)s) ='Tempelwart’ (vgl.Hesych. τεμενωρόν τεμένους φύλακα), Beinamedes Hermes in einem Epigramm aus Knidos,Kaibel, Epigr. 781^. Usener, Rhein . Mus. 294874), 27. [Iiöfer.J
Temnonis ( Τεμνονίς ), Mutter der KerkopenPassalos und Aklemon (wohl Akmon: s. Bd. 2,
Sp. 1171, 43 ff.), Comas ad Gregor. Naz. carm.114 in Mai, Specileg. Roman. 2, 2, 226 = 40Migne, Patrol. Ser. Graec. 38, 551. Ob Varianteoder Corruptel für Μεμνονίςΐ s. Bd. 2, Sp. 1171.
64 ff. | Höfer.]
Tenmos (Τήμνος). Das Haupt der Stadtgöttin(oder einer als Gründerin von Tenmos gelten-den Amazone) erscheint mit der BeischriftTHMNOC auf Münzen dieser Stadt, TV. Wroth,Cat. of the greek coins in the brit. Mus. Troas.Aeolis 145, 18 pl. 29,5. Head, Hist, numlööl.Boissevain, Beschreibung der griech. autonomen 03Münzen im Besitz der Kon. Akad. der 1Γ«β. zuAmsterdam (1912t S. 147 nr. 51. Macdonald,Catal. of greek coins in the Hunterian coli. 2,311, 5. 6. Über die Darstellung der Personifi-kation von Temnos auf der sogenannten Puteo-lanischen Basis s. Bd. 2, Sp. 2094, 63 — 2095, 19s. v. Lokalpersonifikationen. [Höfer.]
TeillOll ( Ί’έμων, -ωνος, zu τέμ-ω , τέμ-νωschneiden), namhafter Ainiane; seinen Nach-kommen wiesen die Ainianen (in Südthessalien) 60jeweils, wenn sie dem Apollon und dem ZeusTieropfer darbrachten, ein erlesenes Fleischstückzu, für das sie den Beinamen 'Bettlerfleisch’{■πτωχικόν κρέας) hatten, vgl. Plut. Quctest. Grae-cae 13 p. 293'94 (Plut. Mor. 2, 326 f., 19 ff. Ber-nardakis), wo auf die Frage: ’τί τό πτωχικόνκρέας παρ’ Αίνι&σι:’ die folgende Antwort er-teilt wird: Als die Ainianen auf ihren Wan-
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derungen in die Gegend am Inachos nieder-stiegen, wo Inachier und Achaier wohnten, er-ging ein Orakel, den einen, sie würden ihrganzes Land einbüßen, wenn sie daran Anteilgäben, den andern, sie würden es innehaben,wenn sie es (d. h. etwas davon) auf gütlichemWege (nag’ Ikovtcov) erhielten. Temon nun be-gab sich, als Bettler verkleidet, zu den Inachiern,und als ihm daselbst der König (er hieß Hyper-ochos) im Übermut und zum Gespött eine Erd-scholle schenkte, war er sichtlich erfreut überdas Geschenk, barg es in seinem Brotsack undging ohne weitern Begehr alsobald von dannen.Darob wunderten sich die Ältesten des Landes;sie erinnerten sich des Orakels, gingen zumKönig und mahnten ihn, die Sache nicht alsBagatelle zu betrachten und den Mann nichtentwischen zu lassen; wie aber Temon ihreAbsicht bemerkte, machte er sich auf die Flucht,wobei er dem Apollon eine Hekatombe gelobte,und entkam auch wirklich. Darauf traten dieKönige Hyperochos und Phemios, der Königder Ainianen (s. 0 . Bd. 3, Sp. 2293, 28 ff. Phe-mios nr. 4), zum Zweikampf zusammen; alssich dabei aber Hyperochos, um auf des Phe-mios Verlangen den Hund, idec er mibgebracht,■wegzujagen, umwandte, tötete ihn Phemiosdurch Steinwurf. Nachdem die Ainianen dieInachier mitsamt den Achaiern vertrieben, nah-men sie das Land in Besitz, jenen Stein aberverehren sie als heilig, opfern ihm und um-hüllen ihn mit dem Fette des Opfertiers (vgl.dazu M. W. de Visser, Be Graecor. diis nonreferentibus speciem humanam S. 71. Die nichtmensehengestalt. Götter d. Griechen S. 92); so oftsie aber dem Apoll seine Hekatombe entrichten,nachdem sie dem Zeus einen Stier geopfert,spenden sie also den Nachkommen des Temondas erlesene Fleischstück, das den Namen'Bettlerfleisch’ führt. [Otto Waser .]Teinpeitas (Tegnsivag), Beiname des Apol-lon nach seiner Verehrung im Tal Tempo aufeiner Inschrift aus Gyrton: ’Ärtleivvi Tsgnsira. . . ilsv&£Qia („Dank für erlangte Freiheit“),C. I. G. 1,1767. Fick in Beszenbergers Beiträgen5,19. Collitz 308. O.Hoffmann, Gr. Dialekte 2,12nr. 3. 1. G. 9, 2,1034; vgl. Ernst Frankel, Gesch.der griech. Nomina agentis auf -ryg, -tag, -rr)g2, 211. Zum Kultus vgl. O. Müller, Dorier 1 , 202.H. Magnus, Hermes 40 (1905), 202. [Höfer.]Temperantia, Personifikation der Besonnen-heit, der griechischen Sophrosvne (s. d.) ent-sprechend, Martian. Cnpella 2, 129. [Höfer.]Temperies, Personifikation, synonym mitTemperantia (s. d.), mit Patientia, Prudentiaund Constantia zusammen genannt, Claudian .De consul. Stilichonis 2, 107. [Höfer.]
Tenipestates, Sturmgöttinen, Windsbräute.Die T. waren nach altrömischer VorstellungBeherrscherinnen des Meeres, da man beidessen Anblick lediglich die Sturmgefahr emp-fand. Bereits 259 v. Chr. wurde ihnen vonL. Cornelius Scipio in Seenot ein Tempel ge-lobt, der dann aus der in Korsika gemachtenBeute in der Nähe der Porta Capena nebendem Marstempel und Scipionengrab erbautwurde und sein Stiftungsfest am 1. Juni feierte(C. I. L. 1 , 32 = 6, 1287. Orid. F. 6, 193 f.