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Terambos
Terasia und terasia
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lieder berühmt geworden, habe in seinen Ber-gen eine Hirtenschalmei {βνριγξ ποιμενιχή) zu-sammengefügt (Hermes der Erfinder der ανριγξHom. Hymn. auf Herrn. 512, lediglich der μο-νοκάλαμος βνριγξ, deren Erfindung aber einigeauch den Maidern Seuthes und iihonakes zu-schrieben, wogegen die πολνκάλαμος Silen, dieκηρόό'ετος Marsyas erfunden habe, Euphorienfrg. 33 in Meinekes Anal. Alex. S. 68 aus Ath.
4 p. 184 a; dagegen Pan der Erfinder nach Ovid. met. 1,689 ff., wozu Lact. l J lac. narr. fab. 1 c. 12,Paus. 8,38,11, und auch dessen Rival in Si-zilien Daphnis kommt in Betracht nach Timaiosbei Diod . 4,84, 3 f. usw., vgl. o. Bd. 4, Sp. 125,61 ff. 1642 if., 42 ff.), habe als erster der Men-schen sich der Leier bedient und sehr vieleschöne Lieder gemacht (vgl. F. Blum, De Ant.Lib., Diss. Straßb. 1892 S. 33, der in diesemganzen Passus Anlehnung findet an Herod. 1,23 f. über Arion). Deshalb seien dem Terambos :gelegentlich die Nymphen erschienen und hättengetanzt nach seiner Musik, Pan aber habe ihmwohlmeinend geraten, die Othrys zu verlassenund in der Ebene seine Schafe zu weiden, dennein schrecklicher (Winter ,stehe hevpr., Allein,Terambos, prahlerisch von Jugend auf, wiegottbetört, fand nicht für gut, wegzutreibenvon der Othrys in die Ebene, und stieß un-dankbare und unvernünftige Rede aus gegendie Nymphen, sie stammten nicht von Zeus , :sondern die und die Tochter des Spercheioshabe sie geboren (ή Suva τον Σπερχειόν Cod.Pal., wofür ή δείνα των Σπερχειόν Mancher,rj Αεινώ τον Σπερχειόν Berkel, ή Αεινώ τωΣπερχειφ Oder a. Ο. S. 21), Poseidon aber habeaus Verlangen nach einer von ihnen, der Dio-patra (s. d ), die Schwestern Wurzeln fassenlassen und in Schwarzpappeln ( α'ίγειροι ) ver-wandelt, bis er seine Begierde befriedigt; als-dann habe er ihnen die ursprüngliche Gestalt ■zuriickgegeben. Solche Sticheleien brachte Te-rambos gegen die Nymphen vor; nicht langedarauf aber trat plötzlich Eiskälte ein, es ge-froren die Rinnsale, eine Unmenge Schnee fiel,und es verschwanden die Herden des Terambosmitsamt den Pfaden und Bäumen; die Nym-phen aber verwandelten den Terambos im Zorndarüber, daß er sie geschmäht, und er wardein holzfressender κεράμβνξ, der auf dem Holzsich zeigt und beständig die Kiefer bewegt, ischwarz und länglich ist, harte Flügel hat,den großen Käfern (χάν&αροι) ähnelt. Er heißtξνλοφάγος βονς, holzfressender Ochs (vgl. deutsch 'Holz-Bock’), bei den Thessalern aber κεράμβνξ.Ihn brauchen die Kinder als Spielzeug, undsie tragen ihn herum, wobei sie ihm den Kopfabschneiden, der mit seinen Hörnern gleich-schaut einer aus der Schildkrotschale gefertig-ten Leier. So Anton. Lib. 22 (p. 221 f., 24 ff. inWestermanns ΜυϋΌγράφοι), erzählt nach Nikan- iäros’ Έτεροιονμενα frg. 39, p. 49 f. in 0. Schnei-ders Nicandrea. Nicht stimmt dazu, was Ovid. met. 7, 353/56 von C.erambus berichtet, der vonder Othrys weg, mit Hilfe der Nymphen indie Luft gehoben, auf Flügeln der deukalionDsehen Flut entging (s. o. Bd. 2, Sp. 1115,54/63),und dafür, daß also in diesem Fall Ovid nichtabhängig von Nikandros, vgl. Usener, Rhein .
Mus. 56 (1901), 484 f. = Kl. Sehr. 4, 385 f. Joh.Dietze, Komp, und Quellenbenutzung in OoidsMet., Festsehr. d. Johanneums zu Hamburg z.48. Philologenvers. {Hamb. 1905) S. 23. 41. Füreine Ausdeutung der Erzählung, zu dem Mo-tiv, daß Pan Wetter prophezeit, über die Wen-dung, daß die Leier, die nachher der Verwan-delte als Gehörn trägt, vordem in der Handdes Hirten figurierte als Saiteninstrument, zudessen Spiel die Nymphen tanzten, wie auchdie neugriechischen Neräiden sich gern zu mu-sizierenden Hirten gesellen (vgl. Beruh. Schmidt,Das Volksleben d. Neugriechen 1, 110 f.), undüber die Namen Τε'ραμβος (zu τερατενομαι prah-len?), Κέραμβος (zu κεράμβνξ, καράμβιος, κά-ραβος ) vgl. Ludw. Laistner, Das Rätsel d. Sphinx2, 200/02. Gewöhnlich denkt man hei dem νλο-ψάγος κεράμβνξ an den Hirschkäfer oder Horn-schröter, im Schwäbischen Hornschretel, d. h.gehörnter Teufel, lucavus nach Nigidius Figu-lus bei Plin. n. h. 11, 97, vgl. O. Keller, Dieant. Tienvelt 2, 407, der jedoch S. 408 den *£-ράμβνξ mit dem Holzbock identifiziert: 'seinelangen Antennen faßte man als Hörner auf und,m^efite , vqlk^etym,olQgifdi a,us, kpjqmby? ke-rambyx’ (indem man κεράς Horn einmischte,Laistner a. O. S. 201). So sehr es nun naheliegt,das Τέραμβος des Cod. Palatinus zu berichtigenin Ιίέραμβος, haben 0. Schneider u. E. Martini,Berkel u. Muncker folgend, zu radikal Τέραμ-βος überall im Text ersetzt durch Κέραμβος,findet man doch beispielsweise auch neben Τά-λως als gewöhnlicher Namensform Κάλως Paus.
1, 21, 4. 26, 4. Suid. Phot. (p. 303 G. Hermann)s. ΙΙέρδικος ιερόν, ebenso Apostol. 14, 71 (2, 610ed. Leutsch ), direkt gestützt durch das Sehol.Soph. Oid. Kol. 1320 Ταλαον, ον Ινιοι διά τόνκ Καλαόν προΒαγορεύοναι χτλ., vgl. ο. Bd. 2,Sp. 938,31 ff. Bd. 3, Sp. 1652,4 ff. 1947, 19 ff.Bd. 5, Sp. 23, 2 ff. 36, 18 ff. Hitzig-Blümner,Paus. 1, 237. [Otto Waser .]
Terambos s. Kerambos. Nach 0. Jahn, Be-richte der K. Sächs. Gesellsch. d. JFVss. 7 (1855),59 Anm. 116 ist Τέραμβος die richtige Form;vgl. auch das Schwanken zwischen der Namens-form Κράγααο g (s. d.) und Τράγαοος, R. Wagner ,Epitome Vaticana 193,1. [Höfer.]
Terasia und terasia sind die etruskischenUmformungen des griechischen Namens Tei-resias ( Deecke in Bezzenbergers Beiträgen 2,170 nr. 96). Die erste der Formen ist belegtauf einem Spiegel von Volci, die zweite aufeiner Grabwand der Tomba dell’ Orco .zu Cor-neto. Der Spiegel ist veröffentlicht von Braunim Bull, dell’ Inst. 1835, 122 sqq. (vgl. Ann.dell’ hist. 1851, 150), von Lud. Grisi, Delloispecchio di bronzo etc. (vgl. Ann. 1836,174 not. 1),;von P. Secchi in den Ann. 1836, 65—99 undMonum. ined. 2, tab. XXIX (vgl. Bull. 1836,81—89), von Bimsen in den Ann, 1836, 170, 178,und im Giorn. arcad. LXXVHI, 268 sqq., von;Inghirami Gail. omer. 3, 79, von S. Campa-]nari in den Atti dell’ Accad. vom. d’ arch. 8,
2—29, im Mus. etr. Vatic. 1 ad tab. XXXIII inr. 1, von Overbeck, Gallerte 790, von Gerhard,Über die Gotth, d. Etr. Taf. VI nr. 1 und Etr.Spiegel 3, 223. Taf. CCXL und von Fabretti,C. 1. I. nr. 2144, tab. XL. Die Literatur der