369 Terastioi Theoi, Terastios
Tomba delV Orco habe ich s. v. qpersipnai ge-geben, bei Fabretti, C. I. 1. suppl. 1 hat dieden Tiresias enthaltende Inschrift die Nummer407. Die. Darstellung des Spiegels gibt dieνέχνια des Odysseus nach Odyssee 11 und ent-hält drei Personen: links sitzt Odysseus (ultuze)mit gezogenem Schwert, in der Mitte vor ihm| steht Hermes psychopompos, in der Beischriftals turms, aitas, d. i. wörtlich 'Έρμείας Αίδαο’bezeichnet. Er umfaßt und stützt die rechts! stehende, in sich zusammengesunkene und diel Augen geschlossen haltende dritte Gestalt, denSchatten des Tiresias , der die Beischrift hati hinfiial terasias, d. i. wörtlich ’φνχη Τειρεσίαο',genau wie Odyss. 11, 90 zu lesen. Die Dar-j Stellung der Tomba dell’ Orco enthält nur: zwei Figuren: rechts den Memnon (memrun)und links die Seele des Tiresias (hinein teri-asals). Worauf die Darstellung sich bezieht,ist nicht klar. Was die Wortformen anbetrifi’t,so habe ich (Etr. Stu. 3, 28sqq.) hierfür dieBedeutung ιρνχή nachgewiesen, die beidenFormen terasias und teriasals sind Genetive,der erstere von terasia gebildet, cvie z. B. lar-Hias von laritia, der letztere nach der Analo-; gie von arntfals ( Deccke, Etr. E'o. 3, 44 nr. 35)und larttalä (1. c. 3, 189 nr. 4—0). Die beidenNominative würden terasia und teriasa lauten.Diese Formen erklären sich so, daß aus Τειρεσίας : zunächst etr. tersia wird, dann bildet sichr zwischen r und s ein Ililfsvokal, der unterdem Einfluß der Endung sich als a fixiert,also terasia, woraus dann teriasa durch Meta-these des i hervorgeht. [C. Pauli.]
[ Terastioi Theoi, Terastios ( Τεράστιοι ftsot,τεράστιος), die Götter, die die Wahr- und Wun-derzeichen senden; vgl. Τεράστιοι &εοί- έπ'ισημείων τεταγμένοι, Hesych. Lobeck, Aglaopham.1231 tt. Bei Heliodor. 2, 5 p. 43, 3 Bekkerwerden die δαίμονες τεράστιοι angerufen Be-sonders ist es Zeus , der als τεράστιος (διά τοπαν τέρας ανάγεσ&αι εις έχεινον. Lust, ad Hom.Od. 1885, 8) bezeichnet wird, Lucian Gail. 2.Timon 41. Aristid. or. 45 p. 86 Oindorf. EineInschrift aus Gytheion lautet: Μοίρα (= τέμε-νος) Αιος Τεραβτί[ο], Skias, Έφημ. άρχ. 1892,57. Michel, Becueil d’inscr. grecques 760 p. 637.Es ist der Zeus, der dem attischen Zeus Ση-μαλέος entspricht, der das Himmelszeichen,speziell den Blitz (ro τέρας Αι'ος Καταιβάτον ,Arist. Pax 42) sendet, Wide, Lakonische Kulte371. II. Meister bei Collitz, Dialekt-Inschr. zunr. 4563. JJsener, Bhein. Alus. 60 (1905), 12 f.— In anderer Bedeutung ('wunderbar’) wirdProteus τεράστιος genannt, Eust. ad Hom.Od. 1503, 3. [Höfer.]
Terbintlieus ( Τερβιν&ενς ), Beiname des A p ο 1-lon auf einer Inschrift aus Milet , in der be-richtet wird, daß die Milesier Anspruch erhebenauf heiliges Land, das im Gebiete von Myusgelegen zum Tempelgut des Apollon Terbin-theus gehört: μέρος τής χώρας τής όρεινής τήςάμφισβητονμένης, ήν Μιλήσιοι μεν άποφαίνονσινείναι τής Μνησίας Ιεράν νπάρχουσαν τον Απόλ-λωνος τον Τερβιν&έως, Th. Wiegand, Milet 1nr. 150 79 S. 359 (vgl. S. 202. 362). Das Epithe-ton ist identisch mit Τερμιν&εύς (s. d.), dasauch als Beiname des Zeus, gleichfalls für
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Milet bezeugt ist, Th, Wiegand, Sechster vor-läufiger Bericht über Ausgrabungen in Milet und Didyma in Abhandl, d. Kgl. Preuß. Akad.d.Wiss. 1908 Phil.-Hist. Klasse Anhang 1 S. 27.Ygl. Termintheus. [Höfer ]
Tereia (Τηρεία), Beiname der Meter, unterwelchem sie auf dem 40 Stadien von Lampsa-kos entfernten Τηρείης δρος ein Heiligtum be-saß ( μητρός ϋ·εων ιερόν . . άγιον Τηρείης έπι-χαλούμενον ), Strabo 13, 1, 17 p. 589. Max.Mayer, Hermes 27 (1892), 495. [Höfer.]
Tereine (Τερεΐνη), Tochter des Strymon, vonAres Mutter der Thrassa, Boios bei Anton. Lib.21. Sie ist als eine Hypostase Aphrodites auf-zufassen, Gruppe, Gr. Myth. 1362,,. (NachPanofka, Abh. Berl. A. W. 1840, 358 war dieunteritalische Stadt Terina nach Aphrodite T.,der 'zarten Venus’, genannt. Vgl. ebd. Tafel 3,6, wo ihr Kopf auf Münzen erscheint. DieDarstellungen Journal des Sav. 1831, 473, Cat.of gr. c. in the Brit. M. Italy 385 f. z. B. nr. 1
u. 2 können sich auch auf die personifizierteStadt beziehen; vgl. Terina.) [Ruh).]
Tereis (Τηρηίς). Bei Apollod. 3, 11, 1 (3, 133Wagner) heißt es: Μενέλαος . . . έξ 'Ελένης 'Ep-μιόνην έγέννησε ..., έχ δούλης (δέ (add. Wester-mann )') ΪΙιερίδος, γένος Λίτωλίδος, ή χα&άπερΑχονσίλαός (frgm. 28. F H.G. 1, 102 = ArnoldKordt, De Acusilao frgm. 24 p. 36 = Diels,Fragmente derVorsokratiker 2 2 , 1 p. 514 frgm. 17)φησι Τηρηίδος, Μεγαπέν&η , έχ Κνωσσίας δένύμφης . . . Ξενόδαμυν. Die Schwierigkeit derErklärung der Stelle besteht nach der Ansichtvon Hercher, die v. Wilammoitz, Homer. Unter-such. 175 Anm. 17 billigt, darin, daß Πιερίςals Eigenname aufgefaßt werden müßte, wases nicht ist, und daß Τηρηίς ein Ethnikon seinmüßte, was es auch nicht sei. Leider scheintdas zur Ergänzung bzw. Emendation der Stelledes Apollodoros heranzuziehende Scholion zuHom. Od. 12 (zu: γένετο χρατερος Μεγαπέν&ηςέχ δούλης ) so korrumpiert zu sein, daß, wie
v. WilamowitZ meint, ohne neue Hilfsmittel eineVerbesserung nicht möglich ist. Das eine Scho-lion lautet: [έχ δούλης ] oi μεν χνριον το Αον-λης, οι δε Τηριδάης. Τηριδάη γάρ τό χνριοναύτής ονομα. Das andere Scholion bietet nachden besseren Handschriften (s. Dindorf z. d. St.p. 172 f. und besonders Bich. Berndt, De Cha-rete, Chaeride, Alexione grammaticis eorumquereliquiis. Pars posterior: Alexionis grammaticiquae supersunt [Progr. Königl. Gymnas. zu Lyk1905/06] p. 6f. [vgl. p. 86]): αντη, ώς μεν Αλε-ξιών, Τειρίς — (Πιερίς vermutet Dindorf, Τη-ρηίς Berndt a. a. Ο. 7, 14; für Τειρίς findet sichdie Variante γ Γη γήρι bzw. γήρια, was Stiehle,Philologus 8 [1853], 610 in Τηριδάη ändert)—,ώς δε ένιοι Τηρίς — (so Dindorf für das über-lieferte δνγατήρις, indem er die Korrupteldurch ein Versehen des Abschreibers erklärt,der schon das folgende Wort & νγάτηρ im Augegehabt habe. Wenn aber Berndt im Anschlußan Dindorf sagt: „etiam nomen Τηρίς valdesuspectum est“, so ist ihnen beiden das Schol.zu Tzetz. Chiliad. 6, 466 bei Cramer, Anecd. Gr.Oxon. 3,369,1 entgangen, das kurz berichtet,eine Sklavin des Menelaos habe Τηρίς ge-heißen) — &νγάτηρ Ζενξίππης, ώς δε των Νό-
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