Band 
Fünfter Band. T.
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377-378
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37 7 Termera

Verschmelzung der Nymphe Terina, die wohlauch als Stadtgöttin verehrt wurde, mit derGöttin Nike. Vgl. Tereine. [Höfer.]

Termera (Τερμέρα). Bei Steph. Byz. s. v.ίίγυγία . . . λέγεται καί ή Βοιωτία καί ή Θηβηάποίίγύγον νίοϋ Τερμέρας. τάς [folgt eineLücke] λέγονται καί oi Αύκιοιίίγύγιοι ίξ αντονίίγνγον vermutet R. Unger, Thebana Paradoxa259 nach lzetz. zu Byk. 1206 (ö δείίγνγοςνιος f]v Ποβειδώνος καί ζΐλίστρας): άποίίγύγουνίοϋ Τερμέρον καίΑλίατρας, doch wäre we-nigstens statt Άλίβτρας mit v. Wilamowitz ,Hermes 26 (1891), 216 Anm. 1 (vgl. W. Radtke,Hermes 36 [1901], 4V) Μηατρας zu schreiben.Warner im M. L. 3, 688, 39 (s. v. Ogygos)möchte lieber άποil. v. (Ποσειδώνος καί)Τερμέρας schreiben. Vgl. Termeris, Termeros.

[Höfer.]

Termeris ( Τέρμερις ); vgl. Steph. Byz. s. v.Τλαμοι πόλις Λνκίας, ώςΑλέξανδρος ο Πολνίστωρέν δεντέρω περί Ανκίας. ειτα Αιονύβιός (gemeintist wohl Hionysios von Chalkis , wie J. Geffeken,He Steph. Byz. capita duo 68 Anm. 108 ver-mutet) φηβι Τούβεριν καί Τέρμεριν ( Τέρμερον ?,Meineke ) δυο άδελφάς γημαι καί γεννηβαι δέκααρρενας έκάτερον.Τλάμους δέ τούς καρπούς(Sahnasius ; die mmss. haben τούς ρ πούς) φαοι.Irrig ist die Deutung der Stelle bei Pape-Benseler s. v. ΤέρμεριςSchwester der Tuberis,und mit dieser Mutter der Hylamoi. Vielmehrheiraten Tuberis und Termeris zwei (namen-lose) Schwestern, und jeder zeugt zehn Söhne,die, wie es scheint, " Τλαμοι genannt wurden;vgl. P. Kretschmer, Einleitung in die Gesch. dergriech. Sprache 322 und Anm. 2. Osk. Treuber,Gesch. der Lykier 41 Anm. 4. [Höfer.]

Termeros ( Τέρμερος ), Eponymos der lyki-schen (vielmehr karischen) Stadt Termera, Steph.Byz. s. v. Τέρμερα. Nach Philippos έν περίΚάρων βνγγράμματι (P.H.G. 4,475, 3) imSchol. Eur. Rhes. 509 (vgl. Phot. s. v. Τερμέρεια.Makar. 8, 8 [= Paroemiogr. Gr. 2, 215, 1], Suid.s. v. Τερμέρια κακά) waren Lykos und Terme-ros, der Eponymos der zwischen Mynclos undHalikarnassos gelegenen Burg Termerion, wilde(θηριώδης) lelegische Seeräuber, die nicht nurdie Küste von Karien plünderten, sondern ihreRaubzüge auch bis nach der Insel Kos aus-dehnten; vgl. R. Unger, Thebana Paradoxa259 f. Max. Mayer, Giganten u. Titanen 38Anm. 50. Osk. Treuber, Gesch. der Lykier 41.Eine Parallele zu diesen zwei wohl als Brüderaufzufassenden Seeräubern bildet das Räuber-paar Pataros und Santhos (ist das derselbeXanthos, der in Termera uns begegnet, Partiten.35?) s. Bd. 3, Sp. 1679, 35 ff. s. v. Pataros.Sp. 2928 Anm. Nach Plut. Thes. 11 (vgl. J.Toepffer , Attische Genealogie 197 Anm. 2 zuS. 196) war Termeros ein Unhold, der ,,παίωνττ) κεφαλή τούς έντνγχάνοντας απάλλυεν, d. h.er zwang wohl die ihm Begegnenden zu einerArt Zweikampf, bei dem die Gegner mit denKöpfen zusammenstießen und er infolge seinesEisenschädels den Sieg behielt. Herakles töteteihn, indem er ihm den Kopf zerschmetterte.Eine Lokalangabe findet sich bei Plutarch nicht; doch werden wir auch hier Karien an-zunehmen haben, vgl. Gruppe, Gr. Myth. 493.

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Die Angabe von Pape-Benseler s. v. Τέρμερος,daß T. ein thessalischer Räuber gewesensei, ist irrtümlich. Von Termeros leiteteman auch das Sprichwort Τερμέρ(ε)ιον κακόν(Plut. a. a. O. Julian. Or. 210 D. p. 273, 10Hertlein ) oder Τερμέρ(ε)ια κακά τά μεγάλαher, Phot. a. a. 0. Makar. a. a 0. Suid. a. a. 0.Zenob. 6, 6 (1 p. 162, 12). Hiogen. 8, 24 (1,309, 2). Hesych , Τερμέρ(ε)ια κακά ; vgl. aberauch Apostol. 16, 28 (2, 665, 7). Vgl. auch obenBd. 3, Sp. 2925, 31 ff. [Höfer.]

Termesos (Τερμησός), Flußgott s. d. A. Per-messos und E. Maaß, Hermes 31 (1896), 393.395. [Höfer.]

Termieus ( Τερμιεύς ), Beiname des Zeus, Ly-kophr. Alex. 706, nach dem Scliol. z. d. St. (p. 231,29f.) und Etym. M. 753, 8 so genannt παρά τοτων πάντων άρχη καί τέρμα είναι. Pott, KuhnsZeitschrift 9 (1860), 184 (vgl. Gerhard, Gr. Myth.1,200,6 S. 171. v. Holzinger zu Lykophr. a. a. 0.)erkennt in Zeus Termieus denBeschützer derGrenzen = ZeusOptos {Plato , Leg. 8,9 p. 842 E.Hemoslh. 7, 40 p. 86, 18). [Höfer. ]

Termintheus (Τερμινθεύ ς), Beiname desApollon bei Jjykophron Alexandra 1207: ö πουΰε πειοθείςίίγνγον σπαρτός λεώς j χρησμοΐς Ιατ-ρού Αεψίον Τερμινθέως | έξ Όψρυνείων ηρίωνανειρύαας \ αζει Καλύδνου τύρβινΑόνων τε γην \αωτήρα. Apollon wird hier als Ιατρόμαντις be-zeichnet. Seine Bedeutung deutet der Beinamean. Er ist von der in Asien und Südeuropa wachsenden Terebinthenpistazie abgeleitet. Τέρ-μινθ·ος, τρέμιν&ος ist die ältere Form von τερέ-βινθος. Nach Pott, Kurdische Studien inLassens Zeitschr. 6, 63 ff. ist es ein persischesLehnwort, wozu gut der Wechsel zwischen ßund μ paßt, der bei persischen Namen im Grie-chischen einzutreten pflegt.*) Die Terebinthestand als Heilmittel in Ansehen. Sie erscheintzuerst bei Ken. An. 4, 4, 13, der von den Ar-meniern erzählt, daß sie τερμίνθινον χρϊβμαgebrauchten. Bekannt ist der Ausruf desAstyages, als er sein Heer von den Scharendes Kyros geschlagen sah; οίμοι τούς τερμιν-θοφάγονς Πέραας οϊα άριστεύοναι (Nicol. Ηα-masc. 66,59 = F. Η. G. ρ. 404). Das Öl, dasaus der Frucht gewonnen wurde, war an derTafel der persischen Könige in Gebrauch ( Poly-aen. strat. 4, 3, 32). Bei den Israeliten hatteder Baum religiöse Bedeutung (Genes. 13, 18;35, 4, 8; Hos. 4, 13). Aus all diesem scheinthervorzugehen, daß der Beiname von den klein-asiatischen Griechen geprägt worden ist, viel-leicht in Anlehnung an einen orientalischenGott, dem die Terebinthe heilig war und deraußerdem dem Apollon ähnelte. Denn inGriechenland selbst war der Terebinthenbaumohne Bedeutung, indem er nur als Strauch einbescheidenes Dasein fristet, in Asien aber er-reicht er als Baum eine stattliche Höhe. Vgl.V. Hehn, Kulturpflanzen u. Haustiere 7 p. 418u. 423 ff. Vgl. Terbintheus. [Reusch.**)]

*) Ygl. auch über den Austausch zwischen fi und μRoscher in Curtius' Studien z. gr. u. lat. Gramm. 3 S. 129 ff.und 4 S. 201,

**) Der verstorbene Herr Yerf. hat leider die Kor-rektur nicht selbst noch erledigen können. D. Red.

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