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Αεός πατρώος, Polyaen. 1, 45, 4. Sein Tempel(’ΗρακλεΙον, Hippocrat. 2, 666. 698. 3, 112.Ήρακλέονς ιερόν, Polyaen. a. a. 0. I. G. 12, 8,264 14 ) war das bedeutendste der Stadt, Fre-drich, Athen . Mitt. 33 (1908), 235. A. Wilhelm,Neue Beiträge zur griech. Inschriftenkunde =Sitzungsher. d. Kais. Äkad. d. Wiss. in Wien Phil.-hist. Klasse 166 (1910), III S. 30. Erwähntwird ferner ein κήπος Ήρακλέος, 1. G. a. a. 0.265ein Schiff heißt_ ΊΊρακλής Κντνχής, ebd. \581 „. Auf Münzen von Thasos führt er denBeinamen Σωτήρ (s. d. Sp. 1258, 28ff.), und aufseine Eigenschaft als Αλε'ξίκακος bezieht sichauch die Inschrift: 'Ηρακλής έν&άδε κατοικείςI. G. a. a. 0. 687 (add. ad. 627) p. X. Ein ar-chaisches Relief aus Thasos stellt den knieen-den bogenschießenden Herakles dar. Mendel,Corr. hell. 18 (1894), 64 ff. pl. 16. 24 (1900),570 f., dieselbe Darstellung des Herakles findetsich auf Stempeln thasischer Tongefäße, P. ϊB ecker, Jahrb. f. klass. Phil. Suppl. 5,462.Bergmann, Hermes 3 (1869), 235 f. (mit weiterenLiteraturangaben), auf Münzen, Mendel, Corr.hell. 18,66. Catal. of Gr. coins. Brit. Mus.Thrace 219 ff. Berl. Münzkabin . ! nr. 307 ff.Head, Hist. num. 228 (265 2 ). Das ist abergriechischer Stil, Furtwängler, Roschers AI. L.1,2155, 36 ff. Der thasische Herakles (' Ηρα-κλής Θάαιος) galt für den Vater des Pankra-tiasten Theagenes (s. d.), Paus. 6,11,2; vgl. aBd. 1, Sp. 2527, 20 ff — 3) Thasios, Sohn desAnios, s. Thasos (a. E.). — 4) Thasios Variantefür Phrasios (s. d. nr. 1), wo nachzutragen istSchol. Giern. Alex. Protr. 4, 57, 3 (p. 50 Potter)in der Ausg. von Stählin p. 314, 2: τούτον (desPvgmalion) αδελφόν κατα&νει τώ Ad Βούοιρις.
[Höfer.]
Thasos ( Θάοος ), 1) der Überlieferung nach einPhönizier, Eponymos von Thasos , der als Be-gleiter des Kadinos nach erfolglosem Suchen -ider von Zeus entführten Europa sich auf dernun nach ihm benannten Insel niederließ. s.außer den unten angeführten Stellen Steph.Byz. s. v. Θάοος. Herodian ed. Lentz 1, 205, 28.Skymnos 661 ff'. Demagoras im Schot, Eur.Phoen. 7. Movers, Die Phönizier 2, 2,274 f. Inseiner Begleitung befand sich auch die Mutterder Europa , Telephassa, Apollod. 3, 1,14, dieer später heiratete und mit der er — an denunten erwähnten Stellen steht die Kurzform nTelephe (s. d.) — den Galepsos zeugte, Et.ym.M. 219, 45 s. y. Γαληνός. Steph. Byz. s. v. Γα-ληψός. Suid. s. v. Γαληψός (p. 1068, 1 Beruh.).Die Genealogie des Thasos wird verschiedenangegeben, immer aber erscheint er, was eraber ursprünglich gar nicht ist (s. unten), alsPhönizier; auch der Name Thasos ist nichtsemitisch, A. Fick, Vorgriech. Ortsnamen 66 f.Thasos gilt als: 1. Sohn des Agenor, Paus. 5,25,12. Nonn. Dionys. 2,684. Schol. Eur. Phoen. 6217, wo als seine Geschwister Kadmos (dieserals sein Bruder auch bei Konon 37; vgl. 0.Müller, Orchomenos 115. Dorier 1,453), Ke-pheus, Kilix, Phoinix (der auch sein Vaterheißt s. Sp. 532, 32), Europa und Phineus ge-nannt werden. Schwierigkeiten bereitet dieAngabe im Phrixosfragment. des Euripides(frgm. 819 N 8 ): Σιδωνιον ποτ’ αατν Κάδμος
έκλιπών, Αγήνορος παΐς, ήλ&ε Θηβαίαν χϋ-άνα■ : . . ήοαν τρεις Αγήνορος κόροι- Κίλιξ, άφ’ον και Κιλικία κικλήοκεται, Φοϊνιξ, οΑεν περτοννομ’ ή χώρα φέρει, και Θάοος. Euripides nennt also zuerst den Kadmos als Sohn desAgenor, dem er drei Söhne znschreibt, die er
dann namentlich aufzählt: Kilix, Phoinix _
und als dritter erscheint auf einmal Thasos ,während man die Erwähnung des schon ge-o nannten) Kadmos erwartet. Daher schreibtSchneidewin (s. Nauck zu Eur. frgm. a. a. 0.)Κάδμος statt Θάοος, und auch Fel. Jakoby,Das Marmor Partum 39 Anm. 1 hält dieLesung Θάοος für unmöglich; es müßte dafürΚάδμος eingesetzt werden, dessen Namen ent-fernt worden sei, weil er schon in den erstenVersen vorkomme; den Namen Θάοος habeman eingesetzt, weil Euripides wahrscheinlichauch den Thasos mit genannt habe, der mitj Kadmos ausgezogen sei (vgl. oben Sp. 531).Dagegen halten v. Wilamoivit.z, Hermes 26(1891), 213 Anm. 2 zu S. 212 und P. Fried-länder, Herakles ( Philol. Untersuch. 19) S. 12Anm. 2 die überlieferte Lesart Θάοος fiir ur-sprünglich. Ersterer emendiert zugleich denAnonymes bei Steph. Byz. s. v. Θάοος wo beiMeineke steht: 'δέκα δε γενεαϊς Ήρακλέονς καιΘάοος παλαίτερος, είπερ άπό Αγήνορος Προϊτοςήν’ in ’άπό Αγήνορος πατρός ήν’, während) Em. Jacobs, Thasiaca (Diss. Berl. 1893) p. 12Anm. 36: für Προϊτος: πρώτος vorschlägt. —2) Sohn des Phoinix. Denn bei Herod. 6,47:οι Φοίνικες oi μετά Θάοον κτίααντες την νήοονναύτην, ήτις νυν έπί (ν. 1. άπό) τον Θάοοντούπον τον Φοίνικος τό οννομα έοχε, womitEust , ad Dionys. Per. 517 übereinstimmt, wirdΦοίνικος nicht Volksname sein — Herodot hätte dann wohl, wie 7, 91 {Κίλικος τον Αγή-νορος άνδρός Φοίνικος) άνδρός Φοίνικος ge-) sagt —, sondern Personenname, Beloch. Rhein .Mus. 49 (1894), 130. Friedländer a. a. 0. 12Anm. 2. — 3) Sohn des Poseidon, Arrianosbei Eust. ad Dionys. Per. 517. Apollodor. 3,1, 1,4. — 4) Sohn des Kilix, Pherekyde.s beiApollod. a. a. 0.
Nach Mart. Kremmer. De catalogis heure-matum (Diss. Leipzig 1890) S. 67 ff. soll Thasos derjenige gewesen sein, der zuerst das Goldgefunden und bearbeitet haben soll. Freilich) stützt sich diese Annahme nur auf Konjektur,indem Kremmer bei Plin. n. )t. 7. 197 liest:'auri metalli et flaturu-m Cadmus Phoenix adPangaeum montem, ut al-ii Thasos {Thocis, codd.)aut Aeacus in Panchaia ’ und bei Hyg. f. 274vorscblägt: 'Aeacus , lovis filius, in Panchaia<(Cadmus autem Pangaedy in monte (auty Tha-sos (Taso cod.) aurum primus invenit’; vgl.jedoch v. Wilamoicitz bei Knaack, Hermes 16(1881), 589 Anm. 1.
) In Übereinstimmung mit Beloch, Bhein.Mus. a. a. 0. ill ff. 131 (vgl. Friedländer a. a.0. 11 Anm. 2. v. Wilamowitz , Euripides He-rakles 3 20 Anm. 40), der für die angeblichephönikische Kolonisation am Ägäischen Meereden Mangel eines historischen Fundamentsnachweist und nur durchsichtige und späteKombination auf Grund von Mythen und Orts-namen gelten, läßt, meint auch G. Roßbach,