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Fünfter Band. T.
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1285-1286
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band, Arnispangen usw. Als Symbole er-scheinen bei ihr Schwan, Taube, Myrten-zweig, Granatapfel. Hingegen wird es zweck-mäßig sein, die Spiegel nach dem Gegenständeihrer Darstellung zusammenzuordnen und, so-weit nötig, zu beschreiben. Wenn wir vonder Gemme absehen, die nur die Venus selbstenthält, so haben wir verschiedene Darstel-lungen. Die erste derselben stellt das Liebes-verhältnis zwischen turan und laran (Ares ) dar.Dies liegt vor auf dem Spiegel Fahr. nr. 2474.Hier haben wir rechts die genannten beidenGottheiten, links von ihnen Minerva (menrva) undApollo (aplu) im Gespräch. Die zweite Gruppevon Spiegeln bezieht sich auf einen Mythus,der uns aus griechischen Quellen nicht bekanntist, auf ein Liebes- oder Eheverhältnis zwischenmenrva und hercle, welches von turan be-schützt oder angestiftet ist. Der erste derhierhergehörigen Spiegel ist Fahr. nr. 2346bis a, der in der Darstellung dem vorgenanntensehr ähnlich ist, doch heißt das Paar zurRechten hier hercle und menrva, das zur Linkenturan und aplu. Die Darstellung beider Spie-gel macht den Eindruck, als sei die Szenedes ersten die Einleitung und Vorbereitungzu der des zweiteri. Ebenso haben wir turanals Beschützerin von hercle und menrva aufden Spiegeln Fahr. nr. 2486 und 2277, dochfehlt hier Apollo. Dies Liebesverhältnis zwi-schen hercle und menrva bleibt nicht ohneFolgen, und so sehen wir denn auf mehrerenSpiegeln dieser Gruppe das Götterpaar mitseinen Kindern: auf dem Spiegel Fahr. nr. 2487ist es deren eines, welches menrva dem herclehinreicht; turan steht links als Zuschauerin,ihre Kammerfrau munffu, die das Schmink-fläschchen in der Linken hat, setzt mit derRechten dem Herkules einen Kranz auf. Ebenderselbe Knabe, hier epeur genannt, wird aufdem Spiegel Fahr. nr. 2500 von dem Vaterhercle dem Großvater tinia vorgestellt; turanund ffalna sind Zuschauerinnen. Auf demSpiegel Fahr. nr. 480 haben wir der Kinder be-reits zwei. Rechts steht Herkules , dessen Bei-schrift [hercle] nicht mehr vorhanden ist, vorihm menrva, die das eine Kind, maris husrnanagenannt, über einer Urne hält; als Zuschauersind turan und ein dem Herkules ähnlicherJüngling, leinff mit Namen, zugegen; letztererhat das andere Kind, maris halna, auf demSchoß. Drei Kinder sind es auf dem SpiegelFahr. nr. 2094. Auch hier haben wir denHerkules, und zwar unterhalb der Hauptgruppeauf dem Griff. Er trägt keine Beischrift, istaber durch Keule und Löwenfell genügendcharakterisiert. Er schaut über einen Vorhang,offenbar um die Vorgänge der Hauptgruppezu beobachten. Hier oben in der Hauptgruppehaben wir die menrva, die das eine Kind, denmaris husrnana, aus der Urne hebt; vor ihrstehen turan und [l]aran; rechts die ama pu-tunia mit dem maris halna auf dem Arm,links Hermes (turms) mit dem maris isminffiansauf dem Schoß. Auf diese ersten beiden untersich zusammenhängenden Gruppen, die an dasLiebesverhältnis Ares - Aphrodite anknüpfen,folgt die dritte Gruppe, Adonis-Aphrodite be-

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treffend. In dieser Gruppe haben wir als ersteUnterabteilung drei Spiegel, die lediglich diegenannte Liebesgruppe zeigen. Es sind Fabr.nr. 2493. Fabr. suppl. 1 nr. 375 und Fabr.nr. 2476. Auf letzterem ist nicht avun, son-dern atun zu lesen und turan ist nicht männ-lich, wie Deecke (in Müllers Etr. 2 2 , 75 not. 130)fragend annimmt, sondern weiblich, obwohlvon recht harten Formen. Auf mehreren Spie-geln, die die zweite Unterabteilung der Adonis-gruppe bilden, sind Seitenfiguren zur Ausfül-lung. So haben wir auf Fabr. nr. 2510 zweigeflügelte jugendliche männliche Genien ohneNamen, auf Fabr. nr. 2494 links den pulffistp,rechts die snenaff, außerdem ist der Schwananwesend. Auf Fabr. nr. 24943« i B t rechtsdie zipna als Zuschauerin, links der Schwan(tusna), den Rand aber umgeben die dienendenGenien der Venus, die alpan, der a^vistr, diemunff j;, die mean, der . . . u^ und eine ohneNamen, während unten am Griff der Knabehaffna mit einem Kruge sich befindet. Ebensohaben wir auf Fabr. suppl. 3 nr. 396 die mun^mit dem Schminkstift anwesend. Zu dieserGruppe als dritte Untergruppe gehören ohneZweifel auch zwei Spiegel, auf denen Adonis fehlt. Auf dem ersten derselben, Fabr. nr. 2496,sitzt turan auf einem Sessel, links steht a^vizr,die hier weiblich ist, und hält ihr einen Spie-gel vor, rechts ist eine andere dienende Frauohne Namen mit dem Schminkstift im Gesichtder turan beschäftigt. Auf Fabr. nr. 2476 3«haben wir die turan allein, wie sie mit demSchwan sitzt, der sie vermutlich zum Adonisträgt. Die vierte Unterabteilung bilden dieSpiegel, auf denen eine lasa anwesend ist. Essind deren drei. Ungemein interessant ist dererste derselben {Fabr. nr. 2096), den ich s. v.sitmica beschrieben habe. Dies Interesse liegtin den Buchstaben, die außer dem Namen derdrei Gottheiten auf dem Spiegel enthaltensind. So stehen hinter dem atunis die Buch-staben arm, unter seinem linken Arm aff,zwischen ihm und der turan as, neben derlinken Hand der lasa sitmica ein c, neben derrechten ein a, zu ihren Füßen aber auf einemwolkenähnlichen Gebilde larns. Die,lasa sit-mica hat warnend die Rechte erhoben undredet eindringlich auf die turan ein. Daraufbeziehen sich die Buchstaben larns, denn diesesind Genetiv des Namens laran (Ares ), unddie lasa sagt ohne Zweifel [?]: Gedenke des laran.Sehr ähnlich ist die Darstellung des zweiten{Fabr. suppl. 1 nr. 253), wo wir gleichfallsdie Adonisgruppe und die lasa, hier ohne denZunamen sitmica, mit der erhobenen Handwiederfinden. Auch auf dem dritten {Fabr.suppl. 2 nr. 130) haben wir die lasa anwesend,außerdem aber als Zuschauer die menrva undden amuce (Amykos). Die fünfte Unterabtei-lung der Adonisspiegel bildet Fabr. nr. 1065.Hier naht das Unheil, das die lasa vorher-gesagt hat: im Mittelpunkte der Darstellungnagelt Atropos (affrpa) einen Eberkopf an dieWand, damit das Schicksal der beiden Jüng-linge besiegelnd, die durch den Eber fallensollen, rechts des Meleager (meliacr), neben demdie Atalanta (atienta) sitzt, links des Adonis ,

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