Band 
Fünfter Band. T.
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1291-1292
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Turmkrone

Turms

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ris) mit folgendem Namen des Turmes ergän-zen wollen. Diese Deutungen sind jetzt dankder durch Zusammenstellung aller hierher ge-hörigen Weihinschriften gewonnenen Deutungüberwunden. Uber die militärischen Curato-res vgl. Kornemann in Pauly -Wissowa, Real-Encyclopädie 4, 2, Sp. 1798 ff. u. a. Wie nr. 3,so wird auch Inschrift nr. 4 von Miciä-Veczelnach Deva verschleppt sein.

51 OIL 13, 3645, ausgegraben im J. 1710 beiEinebnung eines Schutthügels in der Nähe desKlosters St. Matthias (südl. Vorort von Trier ),verschenkt und verschollen, ist nur bekanntdurch die handschriftlichen Zusätze von Reiffen-berg (1715) zu Brower-Masen, Antiquitatum etannalium Trevirensium libri XXV: I(n) h(o-norem) ä(omm) d(ivinae) \ I(ovi) O(ptimo) M(a-ximo) | TVRMAS · GIL | EL · /E VICT | b(ene)f(i-ciarius) leg(ionis) VIII Aug(ustae) j v. s. I. m.Z. 3 und 4 sind vom Gewährsmann Reiffenbergsmangelhaft abgeschrieben. Treffend hat Toutain,Bull. Soc. Antiq. de Fr. 1911, p. 200 hier Z. 3den Beinamen T., wie in nr. 3, vermutet, s.auch CIL 13,4 p. 43; herzustellen ist wohl:Turmasgfadi]. Z. 4 enthält die Namen desStifters: Flavins1 Vict(or). Der Stifter, Bene-ficiarius der damals zu Straßburg (Argentorate)liegenden 8. Kaiserlegion, war zum Postdienstan die von Trier auf der rechten Moselseitenach Straßburg führende Heer- und Poststraßekommandiert ( v. Domaszewski, Westd. Zeitsehr.21, 1902, S. 198). Wegen der Einleitungs-formel gehört die Weihinschrift in die Zeitnach 150 n. Chr.

Von den fünf Weihungen sind also drei imrömischen Dakien festgestellt, wo überhauptdie Verehrung orientalisch-syrischer Gottheitenverbreitet war ( J. Jung, Die roman. Landschaf-ten des röm. Reiches S. 381. J. Toutain, Lescultes patens 1,2 p. 54). [Keune.]

Turmkrone ( Mauerkrone) als Kopfschmuckder Kybele, sowie der Stadtgöttinnen und desGenius, s. den Artikel Turrigera. Nach V. K.Müller, Der Polos (1915), S. 46 ff. tragen außerKybele und Tyche-Astarte auch andere grie-chisch-orientalische Göttinnen die Mauerkroneals Kopfzier. [Keune.]

Turms (turms) ist der etruskische Name desHermes. In dieser Form und Schreibung liegter zunächst vor auf sechs Bronzespiegeln, dereneiner aus Belora am Flusse Cecina, einer aus Or-betello, zwei aus Orvieto, einer aus Vulci her-stammen, während einer von unbekannter Her-kunft ist. Einmal, auf einem Spiegel ausVulci , hat der Name zum Schluß ein -s. Her-zustellen ist die gleiche Form auf einem Spiegel,der vermutlich aus Caere stammt. Ein anderesMal, auf einem Spiegel aus Orvieto , lautet dieForm turmus, und endlich, auf einem Spie-gel unbekannter Herkunft, fehlt die Endung.Die Literatur dieser Spiegel, die ich nach ihreniaferefti-Nummern bezeichnen werde, habe ichzum großen Teil schon früher gegeben undverweise auf die entsprechenden Artikel: Sofür den Spiegel vonOrbetello ( Fahr. nr. 296* a)auf perse, für den ersten Spiegel von Orvieto {Fahr. nr. 2094) auf putunia, für den erstenvon Vulci {Fahr. nr. 2139) auf ffalna, für den

zweiten von Vulci (Fahr. nr. 2144) auf terasia,für den ersten unbekannter Herkunft ( Fabr.nr. 2471) auf tinia). Der Spiegel von Beloraist veröffentlicht von Migliarini und Braunim Bull. delV Inst. 1837, 42 sq., von Gerhard,Ftr. Spiegel 3, 125, Taf. C XXVII und vonFabretti, C. I. I. nr. 2498. Der zweite Spiegelvon Orvieto ist herausgegeben von Braun inden Ann. dell' Inst. 1836, 179sqq. tav. agg. E,von Gerhard, Etr. Spiegel 3, 145sq., Taf.CLVIII und von Fabretti, C. I. I. nr. 2485:Den dritten Spiegel von Orvieto hat Fabr. C. 1.1.suppl. nr. 311 herausgegeben. Der dritteSpiegel von Vulci ist veröffentlicht von Ger-hard, Ftr. Spiegel 3, 123, Taf. CXXIV und vonPabretti, 0. I. I. nr. 2490, tab. XLIV. Endlichder zweite Spiegel unbekannter Herkunft istveröffentlicht von Winckelmann , Mon. ined.nr. 133 (tav. CXXXVI nr. 311 ed. Prati), vonLanzi 2, 224 = 178, tav. XII. nr. 4, Millin.Peintures des vases antiques pl. LXXII, nr. 1,von Gerhard, Etr. Spiegel 3, 218 sq., TafCCXXXV, nr. 1, in der Revue archeol. 1 , 297und von p'abretti, C. I. I. nr. 2499. Die Dar-stellungen auf diesen Spiegeln zerfallen in fünfverschiedene Gruppen. Die erste derselbenerhält nur einen Spiegel (Fabr. nr. 2094) undzeigt uns den turms, wie er in Gesellschaftanderer Gottheiten den Götterknaben marisisminftians in den Händen hält (die weitereBeschreibung siehe s. v. putunia). Die zweiteGruppe, die Gorgo betreffend, zeigt uns aufdem ersten Spiegel (Fabr. nr. 296 ter a) denturms in Gesellschaft des die Gorgo bekämpfen-den Perseus (weiteres s. s. v. perse). Die zweitezeigt uns die Minerva (rnenrva) und den turms(ÜVimOOt d. i. M iTlD'Vt, bisher nicht er-kannt), wie sie das abgeschlagene Haupt derGorgo betrachten; am Boden sieht man einzweitesHaupt, vielleicht ein Spiegelbild des an-deren (P'abretti nr. 2490). Die dritte Gruppeenthält fünf Spiegel, auf denen es sich um Ent-scheidungen von Meinungsverschiedenheitenoder ähnlichen Dingen handelt, an denen turmsaktiv oder passiv beteiligt ist. Aktiv habenwir ihn zunächst auf zwei Spiegeln. Die Dar-stellung des ersten (P'abr. nr. 2498) ist die fol-gende : Im Mittelpunkte finden wir den Hermes(turms) mit Chlamys bekleidet, aber sonstnackt mit Flügelhut, in der Linken einenApfel oder einen ähnlichen Gegenstand; seinAntlitz ist dem links von ihm stehenden ju-gendlichen Herkules (hercle) zugewandt, dervöllig nackt ist, in der Linken die Keule, inder Rechten anscheinend einen Stein hält;rechts steht lolaus (vilae), der die Rechte aufHermesSchulter gelegt hat, in der Linken abereine strigilis (?) hält. Die Szene macht denEindruck, wie auch Gerhard meint, als seiturms hier Kampfrichter. Der zweite Spiegel(P'abr. suppl. 3, nr. 311) zeigt uns den Mene-laos (menle) und die Helene (vilenu), die an-scheinend die Entscheidung des turms und desaplu anrufen. Passiv hingegen scheint die Rolledes turms auf den weiteren drei Spiegeln zusein. Auf dem ersten derselben (P'abr. nr.2485) haben wir drei Figuren: links die Mi-nerva (rnenrva) in ihrer gewöhnlichen Darstel-

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