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Fünfter Band. T.
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1301-1302
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Tutator

1301 Turrigera

Schutzgeistes von Lyon oder von Trier (Geniuscoloniae AugustaeTreverorum), auch ein Bronze-bildchen von Autun (Aug ustodunum) bei S.Heinrich a. a. 0. 4, p. 163, 8. Zur Bronzestatuettevon Detzem vgl. Krüger, Trierer Jahresberichte9 (erschienen 1920), S. 14 mit Abb. Tafel I, 4.S. noch CIL 13, 10024, 3 (Gemme). Die Angabebei Cohen (Gallienus ) 5 p. 433, nr. 946: 'Tete . .tourelee ist gewiß ungenau, vgl. ebd. nr. 945;ebenso p. 374 nr. 298, vgl. nr. 2*9 ff u. 299.Zu Cohen 2 p. 351 nr. 829 s. Tranquillitas Nr. 2.

Beide Kopfzierden, Turmkrone wie Kalathos(Modius) sind, morgenländischem Bilderkreis ent-lehnt, wenn auch die Turm- oder Mauerkroneals militärisches Ehrenzeichen ( corona muralis)bei den Körnern eingebürgert -war, Laremberg-Saglio, Lictionn. des antiquites 1,2, p. 1536.Fitbiger in der Neubearbeitung von PaulysReal-Encyclopädie 4,2, Sp. 1640/1641. Bildnisdes M. Agrippa auf Münzen: Babeion, Leser,hist, et chron. des monnaies de la Republ. rom .2, p. 477, nr. 12 = p. 79, nr. 237 = p. 558, nr. 6und 2, p. 557, nr. 4 = p. 79, nr. 235 = 1, p 430/431, nr. 80, vgl. Cohen a. a. 0. 1, p. 178, nr. 6.Steiner, Lie dona militaria (1905) = Bonn .Jahrb. 114, S. 3234.

Zum orientalischen, westasiatischen Ursprungder Turmkrone als Kopfschmuck s .Furtwängler,Lie Sammlung Sabouroff, Kunstdenkmäler ausGriechenland (18831887), 1, zu Tafel XXV,auch Gollignon, Geschichte der griechischen Pla-stik, ins Deutsche übertragen von Baumgarten2 (Stiaßburg 1.898), S. 525 f., und Steuding ob.Bd. 2, 2 , Sp. 2092 f. Vgl. die Bilder der 'Artemisj genannten Ephesischen Göttin, o. Bd. 1, 1, Sp.588 (Abb.), auch z. B. Amelung, Lie Sculpturendes Vaticanischen Museums 1, Text (1903), S. 5:Mosaik aus dem Sabinerland, sowie der Astarte,o. Bd. 1, 1, Sp. 651. Über das von Pausanias und Malalas als Tyche bezeichnete Idealbildder Stadt Antiocheia am Orontes , von Euty-chides, und seine Wiederholungen oder Nach-ahmungen vgl. Brunn, Geschichte der griechi-schen Künstler 1, S. 412 f. = l 2 , S. 289. Col-lignon a. a. 0. S 523ff. Helbig-Amelung, Führerdurch die Sammlungen klassischer Altertümer inRom l s (1912), S. 232 f., wo mehr Literatur an-gegeben ist (nach diesem Führer rührt derKopf des Marmorbildes von einer anderen Sta-tuette her und ist die Tuimkrone nach densyrischen Münzen ergänzt). Über die griechi-sche Darstellung eines Heros mit Turmkrones. Furtwängler, Meisterwerke der griechischenPlastik (1893), S. 489 f. Vgl. noch die von Steu-ding o. Bd. 2,2, Sp. 2097 und (Münzen) Sp.2100ff. angeführten Belege, Matz-Duhn, An-' tike Bildwerke in Rom (18811882) nr. 906.918920. 3090. 3764 (906: Kybele). Babelon-Blanchet, Catalogue des Bromes antiques de JaBibi. nat. (1895), p. 2ü4ff. nr. 606615: weib-lich (teilweise Kybele, 607f.: Antiochia ) undnr. 623624: männlich.

In den bildlichen Schilderungen am Bogendes Traianus zu Beneventum aus den: J. 114n. Chr. sind mehrfach Frauen durch eine Mauer-oder Turm kröne als Städte (insbesondere Roma)oder auch als andere Personifikationen gekenn-zeichnet, E. Petersen, Mitteilungen des K. L.

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Archäolog. Instituts, Rom . Abteilung 7 (1892),S. 246. 247. 252. 257/258. A. v. Lomaszewski,Abhandlungen zur römischen Religion (1909),mit Abbildungen, S. 3031. 4849. 5051,vgl. S. 3536 und 47 f. (Virtus legionum). Fürdie dem Bilderschmuck des genannten Bogensentsprechende Darstellung der friedlichen, nichtkriegerisch bewaffneten Roma vgl. v. Purgold,Archäolog. Bemerkungen zu Claudian und Si-donius S. 22. Über männliche Idealbilder mitMauerkrone am Bogen zu Beneventum vgl.Petersen a. a. 0. S. 255. 256 ( ebda S. 243: dieMauerkrone als militärisches Ehrenzeichen aneiner Lanze getragen; vgl. das Relief bei Ame-lung, Sculpt. des Vatican. Mus. 1, S. 535 nr. 348mit Abb. Tafel 55).

Über die Mauerkrone als Kopfschmuck vonGottheiten s. auch V. K. Müller, Der Polos, diegriechische Götterkrone, Liss. Berlin 1915, S. 4651. Übertragung der Turmkrone als Abzei-chen auf die Gefährtin des Hammergottes (Su-cellue) scheint vorzuliegen in Esperandieu Re-cueil 3, nr. 2347. [Keune.]

Turrita s. Turrigera.

Turrius s. Turrotesgis.

I Turrotesgis. Die hispanische Inschrifteines Altares, Fundort: Los Villares in einemTal bei Huerta Hernando am Tajo , l'/ 2 spa-nische Meilen (leguas) von Buenafuente (CIL 2,Suppt, Tab. II Gn), hat Fita im Boletin de laR. Academia de la Historia 28 (1896), S. 175nach einem anderen Gewährsmann veröffent-licht (daher Hübner, Ephem. epigr. 8, S. 412,nr. 140 a): TVRR · 0 | TESGI · I MARCVS | (derUnterteil des Altars mit dem Rest der Inschriftist nicht gefunden). Es steckt der Name einessonst unbekannten, wohl iberischen Gottes inder Inschrift Turr[i]us oder Turr(. . . .) oderaber Turrotesgis·, im ersteren Falle ist Tesgioder Otesgi als Geschlechtsname mehrerer Män-ner zu fassen, von denen einer den keltischenRufnamen Marcus hatte. Ob jedoch auch derName des Gottes mit Holder, Altcelt. Sprach-schatz 2, Sp. 2019 als keltisch anzusehen ist,ist sehr fraglich.; keltischer Ursprung des Na-mens wird jedenfalls durch die (in Ephem.epigr.) verglichenen Namen Turiacus und Tu-rolici (s. d.) nicht empfohlen. [Keune.]

Tutanus s. Lndigitamenta.

Tutas ( Tutates). Die Inschrift eines Altär-chens im Britischen Museum, CIL 7, 335 (vgl.Add. p. 307), welches in Old Carlisle gefundensein soll, ist von Hübner in Ephem. epigr. 3,p. 128 nach Bruce Lapidarium septentrionalewiederholt: IOCMAT | VT ATM j COCIDO j TOAEA |AAIIA und als verbesserte Lesung vermutet:L(e)o Mo(rti) Tutati P5 CocidS io bene mer(enti).Holder, Altcelt. Sprachschatz 2, Sp. 2022 ( Tu-tatis). Tutas (-atis ) ist andere, latinisierteSchreibung für Toutas (Toutatis), ebenso wieTotas (-atis)·, vgl. die Artikel Teutates undToutas. [Keune ]

Tutates s. Teutates.

Tutator inaris heißt Iuppiter in der In-schrift von Beneventum CIL 9,1549 = Lessau,Inscr. Lat. sei. 3027 (Oippus): Iooi tutatori maris(auf den beiden Seitenflächen Opferkrug und