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Fünfter Band. T.
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1313-1314
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Anm. 2; Leivy a. a. 0. 761 u. 764; Meuss, Tychebei den att. Trag. 16 mit Anm. 38; Curtius,Gr. Etym* 219; vgl. Solon frg. 31 bei Bergk*und Theognis v. 30: ilovvov δάνδρί γένοιτοτύχη·, Bacchyl. 16, 132; δ, .53; 10, 115.

II. Literarische Übersieht über den umfassen-deren Begriff der Tyche.

H. Meuss hat in seiner Abhandlung überdie Tyche bei den attischen Tragikern (Hirsch-berger Gymn.-Progr. 1899) alle Stellen unter-sucht, an denen das Wort τύχη vorkommt, umfestzustellen, wo es zur Bezeichnung der Gott-heit diene. Für Aisehylos kommen in BetrachtAgam. 6641'.: Der Herold schildert den Sturm,den Agamemnon bei der Heimkehr von Trojazu bestehen hatte: ημάς γε μέν δή ναϋν τάκή-ρατον σκάφους | ί&ύς τις έξέκλεήιεν yξηγήβα-το | &εός τις, oi'y. άνθρωπος, οίακος &ιγών. |Τύχη δέ βωτήρ ΐανοτολονα έφέξετο. Meuss (ρ. 0)sieht hier mit Hermann, Dindorf u. a. einewirkliche Göttin (Rohde, Roman 2 276 Anm. 2'im Dienst eines Gottes), nicht nur einepoetische Personifikation. Der Zusatz αωτήρscheint einmal darzutun, daß der Glücksbegriffin dem bloßen Wort τύχη nicht lebendig ge-nug ist, um einer ausdrücklichen Bezeichnungin diesem Sinne entbehren zu können, unddann, daß er statt des sonst für Götter erstenRangs gebräuchlichen σώτειρα hier eine Göttinuntergeordneter Bedeutung kennzeichne. Die2. Stelle ist Suppl. 553, wo der König wünschtΠει&ώ δέ'ποιτο καί Τύχη πρακτήριος. Diesesletzte Attribut wäre dann wieder zur Verdeut-lichung des Glücksbegriffs beigesetzt Dagegenerklärt Meuss (6) Sept. 426 πύργοις 0 απειλείτοϊσδ, α μη ν.ρορίνοι τύχη ( Hermann Τύχη) dasWort alsGeschiick, 'Verlauf der Ereignisse.Diese Bemühungen zeigen, wie schwer es ist,absolute Wahrheiten an solchen Stellen zugeben. Sicher ist, daß sich die Hinneigung zurPersonifikation in der handelnden τύχη heiAisehylos deutlich ausspricht.

Auch Sophokles räumt der personifiziertenτύχη nur einen bescheidenen Platz ein, obwohler sie gekannt und ihr sogar einen Hymnusgeweiht hat: Menander in Rhetor. Gr. 9, 156= Nauck, T. Gr. Fr. 2 Soph. 740 ώβπερ και τηνΤύχην Σοφοκλής ύμνησε διαπορών γένει. Ο. Τ.977 τί δάν φοβοιτάν&ρωπος, ώ τα τής τύχηςκρατεί, πρόνοια δέστϊν ονδενός σαφής·, durchdiese Worte, die mit den sonstigen religiösenÄußerungen bei S. nicht harmonieren, soll nachMeuss der leichtfertige Charakter der Iokastebetont werden. Schon vorher (946) hatte sieüber die Orakel gespottet, und nun verallge-meinert sie ihren Unglauben zu jenem Satz:Was soll der Mensch fürchten, in dessen Augendie Macht des Zufalls herrscht! Das unbe-stimmte Wesen jener Macht spricht sich inder Wendung τα τής τύχης aus. Ähnlich stehtes mit den Worten des Boten Antig. 1158 f.τύχη γάρ δρ&οΐ και τύχη καταρρέπει τον εντυ-χονντα τόν τε δνστνχονντ αεί. Auch hierscheint es, als ob S. · diesmal in der Be-merkung einer untergeordneten Person, dieeinige Gemeinplätze vorbringt den 'Zufalls-kultus als vulgär und banausisch habe hin-

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stellen wollen. Ganz anders klingt des Ödipusίγώ δ έμαντόν παΐδα τής Τύχης νόμων | τής ενδιδούαης . . . τής γάρ πέφνκα μητρός Ο. Τ. 1080ί.Er bezeichnet sich direkt als Sohn der gutenGlücksgöttin, die wie eine Mutter über ihmgewaltet hat, und die bewußt dem herrschen-den Zufall der Iokaste entgegengestellt wird.Starke Hinneigung zur Personifikation ist un-verkennbar frg. 374 JV 2 ονκ ϊστι τοΐς μη δρώβιαύμμαχος τύχη ; frg. 841 ον τοΐς άϋύμοις ή τύχησυλλαμβάνει. Noch ein bei Meuss nicht er-wähntes frg. scheint wichtig: 624 ον γάρ προμοίρας ή τύχη βιάζεται, welches Α. Bieterich,Nekyia 88 Anm. für T. als 'Todesgöttin, E.Rohde, Roman 2 276, Anm. 2 für ihre Unter-ordnung unter die Moira heranzieht.

Eine weit größere Bedeutung hat τύχη alsSchicksalsmacht bei Euripides. Er läßt bereitserkennen, welche Aufmerksamkeit man dieserdunklen Gewalt schenkte. Die τύχη ist dasWerk der Götter oder eines Daimons ( Meuss 11)frg. 554 N-: πολλάς γ ό δαίμων τον βίον με-ταστάαεις | ίδωκεν ήμϊν μεταβολάς τε τής τύχης.Hipp. 818 ω τύχα, ως μοι βαρεία καί δόμοιςέπεστά&ης, κηλϊς άφραστος έξ άλαστόρων τίνος.Oder frg. 153 .. . νεύει βίοτος, νεύει δε τύχακατά πνενμ άνεμων, also schon Wankelmut.Für seine Unverständlichkeit auch Ale. 785 f.:τό τής τύχης γάρ αφανές οι προβήβεται | κ&στον διδακτόν ονδ άλίβπεται τέχνη. Vgl. frg. 942.Zweifel werden laut, ob nicht statt der Götterτύχη die menschlichen Geschicke lenke. So inder Frage des Talthybios Hec. 488 f.: ω Ζεν,τί|ω; πάτερα βάν&ρώπονς όράν\ \ ή δόξανάλλως τήνδε κεκτήβΟ'αι μάτην | [ipsndjj, δοκονν-τας δαιμόνων είναι γένος], τύχην δε πάντα τανβροτοΐς έπιβκοπεΐν ; oder wie es frg. 901 aus-drückt: πολλάκι μοι πραπίδων όιήλ&ε φροντίς, \είτε τύχα είτε δαίμων τά βρότεια κραίνει, \ παράτέλπίδα και παρά δίκαν \ τους μέν άποίκωνέναπιπτοντας \ άτάρ ύέεον, τούς δ εντνχοννταςάγει. (Uber das Metrum νοη.ν. 2 und den Vor-schlag, hinter τύχα noch τις einzuschieben, derallerdings den Sinn 'das Schicksal störenwürde, vgl. Meuss a. a. 0. 11 Anm. 28.) Nocheindringlicher ruft Odysseus Cycl. 606 f., nach-dem er die Götter um Rettung angefleht hat:Helft. . , ή την τύχην μέν δαίμον ήγείΒ&αιχρεών, | τά.. δαιμόνων δε τής τύχης έλάβαονα.Derartige Äußerungen legt Ε. seinen Personenin den Mund, ohne sie zu widerlegen. EineKonsequenz in der Darstellung des Verhält-nisses der τύχη zu den Göttern ist nicht vor-handen. Neben Stellen, die sie als Werk derGötter hinstellen oder sie ihnen gar überlegensein lassen, finden sich solche, die ein Neben-einanderwirken beider zeigen. Electra 890ύλεονς μεν ήγον πρώτον, Ήλεκτρα, τύχης | άρχη-γέτας τήσδε, είτα κάμ έπαίνεβον | τόν των &εώντε τής τύχης υπηρέτην. Iph. Τ. 476f. . . .πάντα γάρ τά των &εών \ εις αφανές ερπει,κονδέν οίδ ονδεις κακόν \ ή γάρ τύχη παρήγαγεις τό δνβμα&ές. Vgl. noch 909 f. und Meussa. a. 0. 12 Anm. 30 gegen Bruhn. FernerPhoen. 1202 ν.αλώς τά τώς &εών καί τά τήςτύχης έχει. Iph. Α. 1404 τό τής τύχης δέ καίτό τής ϋ·εον νοβεΐ. Parallelen dazu bietetAristophanes Pax 939 ob αν ϋ-εός &έλη χή

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