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Sechster Band. U - Z und Nachträge.
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Ulixes

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und ersteren als Kurzform von *AixoXvoeog{aus AiiioUniog) zu fassen, bleibt immerhinetwas Wesentliches übrig, daß nämlich beideWörter vermutlich stammverwandt sind.

Zwei weitere Ableitungen gehen gleichfallsvon der 1-Gruppe aus, vertreten aber selbstän-dige Auffassungen. 0. Boßbach, Castrogiovanni(Leipzig 19X2) S. 30, erklärt den NamenOXva-<sevg aus öXixuv und deutet ihn als 'Verder-ber, indem er ihn mitOXvkt&q, einem Gigan- lten des Pergamenischen Altarfrieses, vergleicht;s. d. Art. Bd. 3, Sp. 836. Die Vermutung Grup-pe«, Gr. Mythol. 624, 4, dem Namen liege dieWurzel öXvy- (vgl. iXoXv/fß zu gründe, billigen,wenn auch mit Vorbehalt, C. Theander, Uranos1915, S. 98f., und Kretschmer, Glotta 9,228f.(1916); darnach wäre Od. 6 iv rate ycc%aig ff)ßXoXvyfj XQco(ievog(?).

Der mehrfach erhobene Einwand, als wärejener Guttural in der Mitte des Wortes unver- seinbar mit den FormenOävßsvg (bei Homer )undOXvxsvg (auf Vasen), erledigt sich durchdie offenkundige Tatsache, daß im Latein derGuttural dem Worte von Anfang an eigentümlichist. Gegenüber der homerischen Etymologie, dieden Guttural, wie ja auch das X verdrängt hat,zeigt also das Latein den Namen in al-tertümlicherer Prägung, als er selbstbei Homer vorliegt: 1 und x sind für die lat.Form charakteristisch und in ihr konstant (s. o). :Der Vokalismus ist dagegen bunt zu nennen.Denn statt des U, das H. Jordan ( Krit. Beitr.39 f.) aus italischer Verdumpfung erklärt, trittnoch vereinzelt das 0 auf; so in dem am HausederEumachia zu Pompeji angeschriebenen VerseVerg. Eclog. 8, 70: Olyxis\ ferner auf einerMünze des Antoninus Pius : Olexius (s. d. Art.Bd. 3, Sp. 832); dann bei Hiomed. 1,321 Keil:Olixes (?); endlich bei Fredegar Scholastieus:ab Olixo. ln jener Form Olyxis erscheint, un-ter der Nachwirkung des griech. v , das y.Selten ist dies Ersetzt durch u (Inschrift einesSardonyxBkarabäus: Uluxe; Jordan S. 40), ganzüberwiegend aber durch i wiedergegeben, wäh-rend e nur in Olexius nachweisbar ist (s. o.).Uluxe ist ein vereinzelter altlat. nom.; Ulixeuswird, freilich ohne literarischen Beleg, vonCharis. 1,10 {Keil 1, 23, 6) bezeugt; auch in dencas. obl. zeigt die Endsilbe bisweilen 'griechi-sche Formen, so im gen. Ulixei oder Ulixi{Neue, Lat. Formen! l a , 331. 334); im acc.Ulixen {llor. Sat. 2,3,197. 204; Ep. 1,2,18; Ov.Met. 13, 55. 65; 14,192. 241), während Ulixeum{Enn. Hect. Lutr. bei Ribbeck, R. Tr. 119) un-sicher ist; endlich im voc. Ulixe: Ov. Met.13, 83.

Da die vier (oder fünf) etruskischenNamensformen Beischriften zu mythologi-schen Szenen sind, die ja auf das ionische Eposzurückgehen, so ist es kein Wunder, daß sie,wenn auch mit t oder th geschrieben, docheben zur d-Gruppe gehören. Den Namen Utuzemit dem etrusk. 'Aorist utuse(?) in Verbindungzu bringen und für ' echtetruskisch zu er-klären (?), Od. selbst aber zu bezeichnen als'den Mann, der der Toten weit geopfert hat(?),blieb Vorbehalten Bugge (und Torp), Verhältnisd. Etr. zu d. Indog. (Straßburg 1909), S. 14.

17 (!). Über Od. bei den Etruskern und seinenangeblichen Namen Nanos ( Tzetz. Lyk. 1242f.)s. die Art. Od. und Nanos (oder Nanas) Bd. 3,Sp. 630 u. 6; über die Etruskisierung des griech.OSvaaevg vgl. Herbig, Indog. Forschungen 1917,

S. 178 f., der auch, nach brieflicher Mitteilung,jenen Versuch Bugges , den Namen Odysseus aus dem Etruskischen abzuleiten, verwirft.

Nachträge und Berichtigungen zumArtikel Odysseus , Bd. 3, Sp. 602681.

602,45: mit Od. verschwägert ist sein ihmnicht immer gefügiger Reisegefährte Eurylo-chos (*441, vgl. 205 f.; y 278 f. 339 f.; Paus.10, 29,1), und zwar ist er (nach späterer Sage)der Gatte der Ktimene {Schol. x 441; o 363;Eustath. 1664, 33; 1784, 29).

602, 46: über Ithaka und bes. IV. Dörp-felds Leukashypothese s. Biirchners Art. beiPauly-Kroll 18. Halbbd., S. 2889 f., sowie Rä-ter, Progr. Domgymn. Halberstadt 1911.

603,1: über Kurytos s. d. Art. 1, 1435f., nr. 3u. b. Pauly*-\Vissowa 11. Halbbd., S. 1359.

603,3: unter den etwa zehn Städten na-mensE<pvQT) oder 'Etpvga (Steph. Byz. s. v.;Ebeling, Lex. Hom. s. v.) wird als Wohnsitzdes Ilos, den Od. aufsucht und vergeblich umPfeilgift angeht {Od. a 269, vgl. ß 328), über-wiegend das thesprotische E. in Epeiros {Schol.EV a 269; Schol. M ß 328), jedoch auch E. inElis {Strab. 8, 328) bezeichnet. Zwischen beidenStädten schwanken die modernen Erklärer;für die antiken kommt sogar die berühmteStadt auf dem Isthmus, das spätere Korinth ,in Betracht, wofür Bie den dortigen Aufenthaltder mit giftigen Kräutern vertrauten Medeiageltend machen {Eustath. 1416, 64; Eudok.p. 312).

603,59: auch in Delos landet Od. nach£162f.; über einen anderen dortigen Besuchs. 618,21.

612,9: Od. ist ein treffsicherer Bogen-schütze: * 161 f.; x 452 f.; cp 419 f.; % 8 f. 81 f.266. 283. 292; bei Hict. 3,1 wird er unter denbesten Schützen genannt; vgl. auch Priapea 68, 33.

612,34: hinzuzufügen ist X 367 f.

613,14: Od. ist Zeus Urenkel auch nachLactant. div. inst. 1,23,3.

613,37: über Autolykos Mutter Stilbe s.d. Art. nr. 2.

613, 61: Sisyphos Sohn ist Od. auch nachSoph. Phil. 384; Tzetz. Lyk. 1038; Schol. Ov. Ib-275; vielleicht bezieht sich auf ihn auch dieBenennung Sisyphides (s. d.) in Oxyrhynch. Pap.

3, 70, nr. 421,13; s. ferner Immischs Art. Sinon:

4, 936, sowie den Homerischen Becher ausAnthedon: Robert, 50. Berl. Winckelmannsprogr.1890, S. 90, Abb. S. 93 (mit Beischriften).

0 614,40: unter Helenas Freiern wird Od.

genannt in Hesiods Katal. fr. 94 Rz. s , nacheinem äg. Papyrus: Berl. Klassikertexte 5, 1,28 f. 31 f. 37 f. Zur Charakteristik dient hier,daß er, der schon bei Homer {r 283, vgl. X 358 f.)auf Besitz und Erwerb bedacht ist, dem Braut-vater keine Geschenke anbietet, um sich nichtin Unkosten zu stürzen, weil er voraussieht,daß Menelaos als der reichste Freier die an-