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deren aus dem Felde schlagen wird. Über Od.’Werbung um Helena s. bes. d. Art. Tyndareosßd. 5, Sp. 1413; vielleicht gehört hierher Soph.fr. 144 Nck. 1 ; vgl. aber v. Wilamowitz , Berl.Klassikertexte 6, 2, 68.
615,15 f.: weitere Belege für Od.’verstell-ten Wahnsinn sind Lyk. Al. 815f. mit Schol.;Tzetz. Lyk. 384; Nikol. Progymn. c. 10 bei Walz1,356; für seine Entlarvung durch Palame-des: Schol. Aesch. Ag. 805 Kirchh.; Aelian . V.H. 13,12. Palamedes bedroht den kleinen Te-lemach mit dem Schwert auch nach Apollod.epit. 3, 7; vor den Pflug des Vaters legt er denKnaben auch bei Tzetz. Lyk. 386; Eudok. p. 321.Od. pflügt mit ungleichen Zugtieren und säetSalz auch nach Myth . Vat. 1,36; 2,200.
616,40 f.: weitere Zeugnisse über Od.’ Mit-wirkung an der Heilung des Telephos s.in diesem Art. ßd. 5, Sp. 284 f. Doch erledigtsich das dort Sp. 280. 286 aus einer didaBka-lischen Inschrift von Rhodos zitierte SatyrspielTel. des Soph. ( Nauck, Trag. fr. Add. p. XXIV*;Kaibel, Hermes 23, 268 f.); denn wahrscheinlichist gar kein Stück des großen Tragikers ge-meint; vgl. Christ, Gr. Lit.-Gesch. I 8 , 343, 6;318,1. Falls der von Hesych. 1, p. 53 bezeugteTel. des Soph. mit dessen Mveol identisch war( Nauck p. 220*), so behandelte dieses Stück einphantastisches Abenteuer aus Telephos’ Jugend ;s. d. Art. Tel. ßd. 6, Sp. 277 f. Dagegen hat, na-mentlich auf Grund Vorgefundener Verse (Berl.Klassikert. 5, 2, 64 f.), v. Wilamowitz , Soph.' Tra-gödie ’A%uiwv evlloyog ( Nauck p. 161*) auf diezweite Versammlung der Griechen in Argosund die dortige Heilung des Tel. ( Kypria nachProkl.; Apollod. epit. 3,19 f.) bezogen und da-mit nicht nur dieses (gar nicht zügellose) Stück,das er von den Evvöiirtvoi (s. u.) trennt, son-dern auch Od.’ Mitwirkung bei jenem Ereignisin ein wesentlich klareres Licht gerückt. Seinewirksame Vermittlerrolle ergibt sich mehr nochaus den parallelen Dramen des Ear. und na-mentlich der römischen Dichter ( Bibbeck, B. Tr.107 f. 110 f. 346 f.) sowie aus Ov. Met. 13, 171 f.u. Hygin. fab. 101; s. auch die Bildwerke Sp.655 und d. Art. Telephos, Sp. 307. An Tel.’ Ver-wundung und Heilung war auch in Soph.’ Eury-pylos erinnert, vgl. Arist. Poet. c. 23; in denneuentdeckten Fragmenten ( Oxyrhynch. Pap. 9,86 f.; v. Wilamowitz , N. Jahrb. 1912, S. 460 f.) iwird jedoch Od. nicht erwähnt.
616, 67: Od. holt, ut erat astutissimus,die Iphigenie nach Aulis, und zwar nup-tias simulans, auch nach Myth . Vat. 1, 20;2 , 202 .
617, 27f.: auf das wüste, ausgelasseneGastmahl in Tenedos, bei dem sich wegenverspäteter Einladung Achill mit Agamemnon überwirft, beziehen sich die Fragmente vonSoph.’ Satyrspiel (?) XvvätiTtvoi (tvväsiavos), idas also von dem (ernst gehaltenen) ’A%. ßvli.zu trennen ist (s. o.). Od. mischt sich in denWortwechsel der Helden; den von ihm gegenAchill geschleuderten Hohn, als ließe er ausFeigheit die gemeinsame Sache im Stich (fr.141 Nck}), zahlt ihm jener mit dem Hinweisauf seinen angeblichen Vater Sisyphos heim(fr. 142). Trotzdem tritt Od. dann als selbst-
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loser Versöhner auf (Welcher, Trag. 1,111;Commentat. Bibbeck. 110f.).
617,67: bei der άπαίτηαις Ελένης istOd. Begleiter des Menelaos auch nach Quint.Smyrn. 13, 296. Das neuentdeckte Lied desBakchylides s. bei Blass nr. 14, S. 125 f.
618,14f.: im Kriege übernimmt Od. ab-wechselnd mit Diomedes und Palamedes denOberbefehl: Dict. 1,16. — Während der Be-i lagetung steht er mit seinen Ratschlägen mehr-fach im Gegensatz zu I’alam.: Philostr.Her. 10,2. 4; Tzetz. Anteil. 297 f. 326 f.
618,33: die Ursache von Palam.’ gewalt-samem Ende ist Od.’ Groll wegen eeinereinstigen Entlarvung nach Hygin. fab. 106(wahrscheinlich Inhaltsangabe yonEur.’Palam.,Nauck* p. 541); Ov. Met. 13, 68f.; Eudok. p. 321;dagegen Eifersucht auf Palam.’ Ver-dienste und Erfindungen nach Schol.i Eur. Or. 432; Lucian. Non temere cred. delat.28; Philostr. Her. 10, 2f.; Tzetz. Lyk. 386; Gre-gor. Naz. or. 4 c. 107; Serv. A. 2, 81; Schol. Stat.Ach. 1,93. — Od.’ Anklage gegen Pal. lautetauf verräterisches Einvernehmen mit den Troernnach Hygin. a. a. O.; Apollod. epit. 3, 8; Ov.Met. 13,59 f.; Apul. Met. 10,33; Serv., Schol.Stat., Myth. Vat. a. a. O. Damit berührt sich,wenn Sinon bei Verg. A. 2,84 vorgibt, Od. habeden Palam. der Friedensliebe beschuldigt.Dagegen wird er des Strebens nach Herr-schaft und Oberbefehl angeklagt bei Phi-lostr. Her. 10,6; Tzetz. Anteh. 363 f.; nur ange-deutet wird die falsche Beschuldigung bei Ov.Ib. 617. — Palam. ist das Opfer der Hinterlistdes Od. auch nach Xen. Mem. 4,2,33; Apol.Socr. 26; Philostr. vit. Apoll. 3, 22; (Cic.) adHerenn. 2, 19.
619, lf.: Palam.’ Vater Nauplios treibt An-tikleia durch die erdichtete Nachricht vomTode ihres Sohnes Od. zum Selbstmord nachSchol. λ 197. 202; Eustath. 1678, 23. Penelope stürzt er ins Meer, aus dem sie jedoch durchEnten (πηνέλοπις) gerettet wird: Schol. i 797;Eustath. 1422, 7.
619,52: Auf die Doloneia bezieht sichwahrscheinlich auch Bakcliyl. fr. 38 (Bergk,Lyr. 3*, 583); vgl. Ulix. Posth. 1, 38; im übrigens. Pauly*-Wissowa 5, 1287 f.
621, 3 f : der Rechtshandel zwischen Od.und l'eukros beschäftigte vielfach die Rhetoren-schulen; vgl. Cic.invent. 1, 8, 11. 60,92; (Cic.)ad Herenn. 1,11,18. 17,27; 2,19,28; Quintil .4, 2,13.
621, 29f.: Philoktetes’ Abholung ausLeinnos wird von I,esches (nach Prokl.) alleinDiomedes zugeschrieben, wo aber Welcker(Kykl.2*, 238) ovv ’Oäveeel ergänzt; doch wird auchvon Paus. 1, 22, 6 (Gemälde in der Pinakothekder athen. Akropolis ) nur Diom. genannt; end-lich bleibt Od. auch bei Philostr. Her. 5, 3 un-erwähnt, wo Diom. und Neoptolemos dieSendung ausführen. Od. allein tut dies inAesch . Phil. (Dio Chrys. or. 62, 5) und Ov. Met.13,399f.; mit Neopt. in Soph. Phil.·, mitDiom. bei Eur. (Dio Chrys. a. a. 0.) u. Accius (Bibbeck, B. Tr. 377 f.); Hygin. fab. 102; Apol-lod. epit. 6, 8; Quint. Smyrn. 9, 335; Dosiad. An-thol. Pal. 15,26.