Band 
Sechster Band. U - Z und Nachträge.
Seite
19-20
JPEG-Download
 

19

Ulixes

Ulixes

20 1

624, 45f.: Polyxenas Opferung ist Od.Werk nach Eur. Hek. 132 f. 222. 343 f.; Eiet.5,18. Rätselhaft ist das Zitat im Schol. Eur.Hek. 41, angeblich aus den Kypria (Kinkel p. 62),wonach Polyxena bei der Einnahme der Stadtvon Od. und Diomedes tödlich verwundet unddann von Neoptolemos bestattet wird; vgl.Förster, Hermes 18, 476.

625,1: Nach Ilions Zerstörung veruneinigensich die beiden Atriden; während Agamemnon mit seinen Mannen vorläufig zurückbleibt, se-gelt Menelaos mit Nestor , Diom., Od. und deranderen Hälfte des Heeres ab: Od. y 130 f.;Nosten nach Prokl.; Apollod. epit. 6,1; vgl.Gruppe S. 697. In Tenedos aber, wo diese durchOpfer den Zorn der Götter zu besänftigen su-chen, erregt Zeus unter ihnen neuen Streit;Od., dem der Abfall vom Oberfeldherrn un-heilvoll scheint, kehrt zu Agam. zurück; auchNestor und Diom. trennen sich von Menel.,der nun für sich die Heimreise fortsetzt: y 159 f.Od. ist bei Agamemnons nunmehrigem Auf-bruch der einzige Fürst, der ihn noch begleitet:Aesch . Ag. 805 i. Kirchh.

626,41: Zu berichtigen ist die Angabe, auchin Soph. Phil, trete Od. als Kaufmann auf; derIpnoQOs ist dort keineswegs Od., etwa in Ver-kleidung; vgl. auch Sp. 644, 61. Dagegen hältihn für einen solchen der greise Vater: Od.to 300.

629, 9 f.: über Od. Liebeshandel mit Poly-phems Tochter s. auch Cramer, Anecd. Paris .2, 209 f. sowie den Art. Elpe Bd. 1, Sp. 2899.

626, 30 f.: Belege für Od. Abenteuer beiKirke sind auch Xen. Memor. 1,3,7; Anthöl.Pal. 10, 50; 16, 12; Etym . Magn. u. Suid. s.Ki(inri; Ov. Met. 14, 248 f.; Hygin. fab. 126;Myth. Vat. 1,15; 2,21lf.

626, 48 f.: Zu IVeickers reichhaltigem Art.Seirenen Bd. 4, Sp. 601 f. ließe sich höchstensnachtragen ein Hinweis auf Alkman fr. 41(Bergk, Lyr. 3 4 , 52; Ulix. Posth. 1, 35 f.), wo derDichter nur scheinbar von Homer abweicht;vgl. Schol. H 236. Bemerkenswert ist in derspäteren Dichtung das Loreleimotiv: Serv. A.5,864, sowie daß die S. bisweilen (vielleichtschon in der alten Komödie) als meretrices ge-deutet werden: Myth. Vat. 1,42; 2,101; 3,10.

626, 64f.: Über das Skyllaabenteuer undden von Arist. Poet. c. 16,5; 26,1 erwähntenDithyrambos des Timotheos s. d. Art. Bd. 4,Sp. 1025 f. 1033.

627, 12: Od. verliert auf der Heimfahrt vorSalamis durch die Tücke des Telamon, dersich so für den Tod seines Sohnes Aias rächt,Schiffe und Gefährten und rettet sich selbstnur mit Mühe und Gefahr nach Kreta : Eiet.6,5; s. d. Art. Telamon Bd. 5, Sp. 224.

627, 33: Od. leidet auf der Fahrt vom Phaia-kenlande nach Ithaka durch den Zorn des Her-mes Schiffbruch: Hygin. fab. 125.

628, 4: Thoas der Aitoler (/I. B 638; A 527;N 216 f.; O 281 f.) könnte, so gut wie die Atri-den und Nestor, an seinen heimischen Herr-schersitz zurückgekehrt sein; dann bestündeals Ziel von Od. Auswanderung die Lesart beiApollod. epit. 7,40: eis AlttoXiav zu Recht. Dajedoch nach einer anderen Quelle Thoas Te-

mesa in Bruttium besiedelt ( Strab. 6, 256), aberauch Od. nach Italien ( Aristot.Ιΰ-αχ. ποί. fr.

607 Rose), und zwar gleichfalls nach Temesa igelangt, wo er seinen liebsten Gefährten Po- ·lites (s. d. nr. 3) einbiißt (Strab. a. a. O.; vgl. !Paus. 6,6,7; Rohde, Psyche 192*), so hat die IVermutung Immischs (s. d. Art. Thoas Bd. 5, jSp. 820), Od. sei nach Apollod. a. a. 0 . eisha-itav gekommen, viel Überzeugendes, wenn auchfreilich Paus. a. a. 0 . Od. Ankunft in Temesanicht in der Zeit nach seiner späteren Auswan-derung, sondern während der Irrfahrt nachIlions Zerstörung ansotzt.

628,12: Od.Gastfreund in Elis (EugammonsTelegonie nach Prokl.) heißt Polyxenos (s. d.nr. 6).

628, 22: Über Od. und Kallidikes Sohn Po-lypoites s. d. Art. Bd. 3, Sp. 2710f. mit reich-haltigen Zusätzen.

628,36: Das Kind, das Penelope dem Od.nach seiner Heimkehr aus dem Lande desThesproter gebiert, ist, nach Höfen wohl rich-tiger Beurteilung einiger Quellenstellen, eineTochter und heißt Ptoliporthe; s. d. Bd. 3,

Sp. 3271; vgl. auch Sp. 631,24; Sp. 632, 43.

628, 50: Hierzu vgl. A. Hartmann, Unter-suchungen über die Sagen vom Tod des Od.,

1917, wo auf Grund eingehender Quellenana-lyse alle einschlägigen Fragen erörtert, vielegelöst werden; s. auch d. Art. Telegonos Bd. 5,

Sp. 248 f. ;

629, 34 f.: Das hohe Alter des Od. als Grund .seiner Benennung κόραξ ( Tzetz. Lyk. 794) wird 1von Hartmann S. 148 bestritten; vgl. aber W.Schmid, Bert Philol. Wochenschr. 1917, S. 15041'.

630,6: Die Notiz des Historikers Theopom-pos über Od. Tod in Tyrrhenien stellt sichim richtigen Wortlaut anders als bei Müller,

Fr. h. Gr. 1,296, wonach er von den dortigen rEinwohnern getötet worden wäre; nach demvollständigen Text bei Tzetz. Lyk. 806 u. fr.inc. 364 in Hellen. Oxyrh. von Grenfell u. Hunt:üv&a %al rehevrcf, νπ' αδτών μζγάΧωρ τιμώ-pevos stirbt er eines natürlichen Todes,von ihnen hochgeehrt; vgl. auch Sp. 636, 65,wo 'gewaltsam zu tilgen ist.

630,29: Die von einer Seite beanstandeteÜbersetzung des Ausdrucks Όμηρου παίγνιον:Homers Liebling (Schoßkind), als läge eine >Verwechselung mit παιάίον vor, ist durchaus 1richtig; beide Wörter bedeuten Liebling. Aller-dings ist auiyviov zunächst Spiel, Spielzeug,dann aber deliciae, Liebhaberei, und ferner |Mignon, puer delicatus: vgl. Ar. Ekkl. 921; IPlut. Anton. 69: Σ. τψ των Kaleagos παιγνίων sπαιδάριον, a διΧίχια Ρωμαίοι καΧονβιν. Plaut.

Pers. 204: Paegnion, deliciae pueri, salve. ;

631, 39 f.: Über Od. und Penelope als El-tern des Pan ( Euphorien bei Schol. Lucan. 3,

402; Schol. Theokr. 1,123) s. d. Art. Pan Bd. 3,

Sp. 1354 f., u. Penelope Sp. 1909 f.

633,2 f.: Die (dort bekämpfte) Ansicht, nachder Od. Irrfahrten wie der Argonautenzug ur-sprünglich im Osten, bes. in den Küsten - 'gegenden des Pontos Euxeinos, stattfinden, hatan gewichtigen Autoritäten starke Stützen.Nachdem K. E. v. Baer ( Über die Homer. Lo-kalitäten in der Odyssee, 1878), jene Annahme