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Sechster Band. U - Z und Nachträge.
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Ulixes

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vertreten und z. B. die Lahtrygonenbucht beiIlalaklawa auf der Halbinsel Krim angeblich'sicher wiedererkannt hat, während sonst dieQuelle Artakie, aus der die Königstochter Was-ser holt (Od. x 108), nach Alkaios fr. 115 Bgk.*u. Apoll. Rhod. 1, 957 mit Schol. bei Kyzikos angesetzt wird (vgl. auch Herodot 4,14), habenWüamowitz (Homer . Unters. 166 f.) und Kirch-hoff (Odyssee 287 f. ! ) Od. Iteisen gleichfalls indie Pontosländer verlegt, und dieser Ansicht iosind viele Forscher beigetreten·, s. bes. Gruppe,Gr. Mythol. 644 f.; vgl. die Art. Sinon (Immisch )u. Sinopos (Höfer), Bd. 4, Sp. 936. 949j sowieB r . Kranz, Hermes 60, 93 f., u. 0. Maaß, Progr.Gymn. Gütersloh 1915. Doch regen sich immerwieder Stimmen, welche die gegenteilige An-sicht befürworten. Od. gilt, nach neuerer Auf-fassung, für einen peloponnesischen, spe-ziell arkadischen Heros, den manche sogarzu einem dort ansässigen Gott maclieD möch- 20ten: Fougeres , Mantinee et VArcadie orientale1898, S. 240 f.; Valeton, Mnemosyne 1898, S. 397 f.;Kretschmer, EM. in die Gesell, d. grieeh. Spr.

S. 280f. ; Gercke, Ilb. Jahrh. 1906, S. 3.31 f.;Solmsen, Kuhns Zeitschr. 42, 209 f.; Gruppe, Gr.Mythol. 716 u. Burs. Jahresb. 137, 668 f. Außer-dem wird von ihm früh bei den aitolischenEurytanen, den epeirotischen Thesprotern undan seinem Sterbeort Trampya erzählt, endlichihm in Ithaka eine neue Heimat, ja sein Herr- soschersitz angewiesen: Gruppe S. 624 f.; Art. Odys-seus Sp. 628. 630. Durch illyrisch-epeirotischeStämme ist Od. Erscheinung den italischenVölkern vermittelt worden: Kretschmer a. a. 0.

S. 280f., und zwar wohl schon in Behr alterZeit; denn bereits aus der mykenischen Periodesind auf sizilischem und italischem Boden grie-chische Niederlassungen nachweisbar: Beloch ,Gr. Gesch. 1, 233 f. (mit Belegen); vgl. 182f. Dortund in einem noch ferneren Westen mögen 40Schiffermärchen die Gestalt des Od. mit fabel-haften Seeabenteuern ausgeschmückt haben, zueiner Zeit, wo sich das Epos noch nicht seinerbemächtigt hatte, ja dessen Gesänge noch garnicht erklungen waren. So glaubt denn Drerup,Homer S. 1247., schon umkleidet mit den imWesten entstandenen Erzählungen sei Od.nach Kleinasien gewandert und hier erstwas man schon längst annahm (Art. Od. Sp.652,

39 f.) von der homerischen Dichtung mit der 50Sage vom Trojanischen Kriege verknüpft wor-den. Zugleich habe sich dort der Nostos desOd. auch auf die nahegelegcnen Pontosgegen-den ausgedehnt und an einigen Stellen, dievielleicht schon der Argonautensage angehör-ten, auch seinerseits Platz gegriffen. Es sindalso Plankten, Kimmerier, Laistrygonen, Kirke,ursprünglich dem Westen zugehörig, gleichsamein zweites Mal im Osten lokalisiert worden,wogegen dort für die Kyklopen, Kalypso , die soPhaiaken sich keine einwandfreien und für dieOdyssee tauglichen Wohnsitze haben findenRollen, sondern deren Ansetzung auf Euboia ,

'n Lykien, Thrakien , an der Propontis odera fn Pontos EuxeinoB sich im besten Falle aufeine Wiederholung desselben Ortä-oder Völker-oamens, demnach eine bloße Namensgleichheitgründet. Hierbei handelt es sich aber nicht

einmal immer um den nämlichen ethnographi-schen oder geographischen Begriff. Würde esdoch niemand einfallen, deshalb, weil Euripi-des mit KvuUoniösg iexiai (I. T. 845) und Kv-ulanLu y& (Or. 965) Mykene , Hesych. mit Kv-nXaMav tdog Tiryns bezeichnet, den Schauplatzvon Od. Abenteuer bei Polyphem in der Ar-golis anzusetzen; ebensowenig darf man aberwegen der Erwähnung des Priesters Maron vonIsmaros in Thrakien , mit dessen Weine Od.den Polyphem berauscht, die homerische Kyklo-peia dorthin verlegen (Gruppe, Gr. Mythol. 215.645) oder die Kyklopen der Odyssee in Lykien suchen, etwa weil die Mauern argivischer Städteund Festungen von lykischen Kyklopen erbautund diese die Nachbarn der homerischen Phaia-ken gewesen sein sollen (Od. £4f.; GruppeS. 330,2; 639). Und vollends die Phaiaken!Faßt man ihre Insel denn eine solche istdoch ihr Wohnsitz (£ 204, vgl. S 354) alsbloßes Fabelland, so erledigt sich die Pflicht,dieses geographisch zu fixieren. Wer sich je-doch unter der Residenz des Alkinoos eine hi-storisch bekannte Stadt denkt, wird mit Wila-mowitz (Homer . Unters. 172), der ja sonst dieStätten der Odyssee gerade im Osten zu findengeneigt ist (s. 0 ), sich noch am liebsten fürKorkyra entscheiden und von Od. v 180 f. an-nehmen, 'daß schon der Dichter an dieser StelleKorkyra für Scheria gehalten hat (s. d. Art.Phaiaken Bd. 3, Sp. 2210, 60f.). Mit Unrechtbehauptet endlich Beloch 1 *, 229, nur an derKüste der Krim hätten die Griechen von denhellen Nächten des Nordens im Lai-strygonenlande (Od. x 82f.) Kunde erhaltenkönnen; ein anderer Weg ist wahrscheinlicher.Über den Bernstein der Nord- und Ostsee , vondem zahlreiche perlenartige Stücke schon in denSchachtgräbern von Mykene gefunden wordensind (Schuchhardt, Schliemanns AusgrabungenS. 237*) und den als Schmuck auch die Odyssee(0 460; ff 296) bezeugt, sagt Schwei zer-Sidler zuTac. Germ. 45, er sei schon sehr früh entwederauf dem von den Phoinikern gefundenen See-weg oder durch Binnenhandel die Elbe aufwärtsüber Böhmen, Mähren und Ungarn gen Südengewandert und wie in die Pfahlbauten desPolandes, so auch in die mykenischen Gräbergelangt. So verschiedene Importartikel nunBernstein und jene physikalische Beobachtungder hellen Nächte auch sind, sie können zu-sammen oder doch auf den gleichen Pfaden zuden Griechen gedrungen sein; ein westlicheroder nordwestlicher Zugang ist aber nach demGesagten hierfür einleuchtender als das Ein-dringen vom Pontos EuxeinoB her. Somit ge-bührt den Einwirkungen des Westens die Priori-tät; erst der Dichtung der Odyssee im ionischenKleinasien war es Vorbehalten, weitere Einzel-züge hinzuzufügen und an dort vorhandenenStätten zu fixieren. So wurde der Wohnsitz dervielleicht schon auf italischem Boden angesetz-ten Laistrygonen jetzt mit der Quelle Artakiebei Kyzikos in Verbindung gebracht (s. 0 .),dem Od. die in lonien vielverehrte Göttin Ino-Leukothea als Retterin beigegeben und ihmselbst in Lykien ein für uns wenig klarer, weilvom Dichter nur angedeuteter Wirkungskreis