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Sechster Band. U - Z und Nachträge.
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cus). Der Schol. Soph. Ai. 1858 rechnet ihn zuden xovtpoi fynir\xxoi liifierdßiproi·

643, 28: als das Prototyp eines ehrsüch-tigen Demagogen außerdem in der AulischenIphigenie, im Palamedes, im Philoktet ; vgl.Nestle, Eur. S. 201. 280 f. 318.

614,12: Od. wird Parasit auch von Philo-deinos genannt; vgl. üriinerl, Kolot. u. Mened.

31 f.: grelle Züge seines Gebarens bei Aiolos und AlkinoOB; sogar in der Unterwelt wäre er, iofalls er die Toten bei der Mahlzeit angetroffenhätte, als Schlemmer aufgetreten.

645, löf.: orientalische, speziell 'indoger-manische Einflüsse auf die Odysseussage sindnicht klar erwiesen. Während Welcher (Kykl

2 S , 307), Wilamowitz (Homer . Unters. 194), Jire-czek (Deutsche Heldens. l,273f.) u. a., allerdingsunter Vorbehalt, die Sage von Od. Tode mitdem Hildebrandslied in Verbindung bringenund die Verwandtschaft der Sagenmotive für 20ein uraltes indogermanisches Erbteil erklären,lehnt zuletzt Hartmann a, a. 0. S. 225 den Zu-sammenhang mit jener Dichtung wie auch mitFirdusis Pustern und Sohrab wieder ab, weildas gleiche Motiv immer aufs neue habe er-funden werden können; b. auch d. Art. Telego-nos B. 5, Sp. 254. Ebenso unsicher ist dieÜbertragung alter Heldensagen aus semiti-schem Völkerbereich. Den babylonischenUrsprung eines Teiles der Odysseussage ver- 30mutet P.Jensen , Das GUgamesch-Epos in derWeltliteratur, 1906, ohne allseitig zu überzeu-gen; vgl. Gruppe,,, jiurs. Jahresb. 137, 66 f. Ver-danken ferner auch die Griechen den Phoini-kern die Buchstabenschrift, so haben diesedoch selbst im Seehandel, worin sie ja für dasAltertum bahnbrechend waren, auf Griechen-land weit weniger eingewirkt, als man nochbis vor kurzem annahm, wo man nach demoft zufälligen Gleichklang von Eigennamen 40viele Orte, namentlich Küstenplätze auf phoini-kische Niederlassungen zurückführte (Busolt,Gr. Gesch. 1 ! , 263 f.; Beloch l s , 223 f.; vgl. auchPöhtmann, Gr. Gesell. S. 12 f.*); vollends auf diehomerische Poesie ist ihr Einfluß gering ge-wesen (Gruppe a. a. 0. S. 65. 67), weshalb V.Berard (Les Pheniciens et V Odyssee, 1902 f.) trotzeinzelner richtiger Beobachtungen mit seinemphantastischen Itineraire dUlisse und der Iler-leitung vieler homerischer Eigennamen aus dem 60Hebräischen nur wenig Glauben verdient. Ähn-lichen Bedenken unterliegt E- Aßmann, DasFloß des Od., sein Bau u. sein phoinikischerUrsprung, 1904. Wenn sich unleugbare Spu-ren homerischer Erinnerungen, bes. der Kyklo-peia, fern im Norden und Osten, im Kaukasuswie in Indien , gezeigt haben, so beweisen schondie mit solchen Erzählungen verknüpften Na-men wie Polyphem zur Genüge, daß die Sagender Ilias und Odyssee auch dahin ausgestrahlt sosind, aber nicht umgekehrt einen Einfluß derdortigen Völker und Gegenden auf jene Dich-turigen, die für uns an poetischem Wert nochSpinnen, je klarer sich ergibt, daß sie Er-^«gnisse griechischen Geistes sind; s. Balte,

e wonumentis ad Odysseam pertinentibus, Perl.Um. 1882, S. 10 f. Manchem späteren Dich-^ hat Od. vor Augen geschwebt. So trägt mit

ihrer Verschlagenheit die Titelheldin von Eur.I. T. seine Charakterzüge, wenn sie ihm auchv. 535 wegen ihrer einstigen Opferung in Aulisflucht; ebenso in Goethe s Iphigenie Pylades(II 1: ich hör Ulyssen reden)·, vgl. Zeitler,Goethe-Handbuch 3, 60 f. Beachtung verdient,daß Pichard Wagner (Ges. Sehr. u. D. s 4. 289 f.)erklärt, der Odysseusmythos liege den Mythenvom Fliegenden Holländer , von Tanhäuser, sogarauch von Lohengrin zugrunde; der in denDiebesbanden der Kalypso und der Kirke ver-strickte, aber aus deren Armen sich wiederlos-windende und heimwärtsstrebende hellenischeHeros sei das deutliche Vorbild jener Opern-helden, ja sein Charakter werde durch sienoch bereichert und gesteigert; vgl. Ilb. Jahrb.1913, Bd. 31, S: 333.

654,66f.: Achills und Patroklos Ab-schied von Thetis, der sie durch Od., Mene-laos und Menestheus entführt werden, s. aufdem schwarzfig. Vasenbild im Art. PatroklosBd. 3, Sp. 1697 f., Abb. 1.

655, 19: Weitere Bildwerke mit AchillsEntdeckung aufSkyros s. im Art. PhoinixBd. 3, Sp. 2405 f.

666,4: Die in Aulis gefundene Vase mitPalamedes Steinigung ist eine Fälschung; s.Millin-Pcinach 2, 65.

660, 4f.: Die Totenklage um Patroklos und Hektors Lösung sind Reliefs auf einerSilberkanne von Bernay; s. die Art. Patroklos u. Priamos Bd. 3, Sp. 1705 f. 2959 f. Hier wiedort ist Od. am Pilos kenntlich. Zwar ohnekriegerischen Schmuck, aber durch den breit-krempigen Petasos, nicht auf dem Haupte,sondern im Nacken ist er unter anderen griech.Helden bezeichnet auf einem archaischen Va-senbild, dem Ergänzungs- und Gegenstück zuHektors Lösung: Mon.d. 1. 8,27; Engelmann,Homeratlas nr. 108.

661,44: Od. als Beobachter des Amazonen-kampfes auf dem Pariser Pcnthesileiasarkophags. im Art. Amazonen Bd. 1, Sp. 279 f.; vgl. auchRobert, Sarkophagreliefs 2, 70 f.

662, 3 f.: Die bildlichen Darstellungen desWaffenstreits sind verzeichnet bei Gruppe,Gr.Mythol. 684, u. Pauly*-Wissoira 1,936.

664,17f.: Od. bei der Abholung Philo-ktets s. im Art. Bd. 8, Sp. 2336f.

665, 18 f.: Die reiche Literatur über Dar-stellungen desPalladionraubes s. bei GruppeS. 686,1, sowie im Art. Bd. 3, Sp. 3417 f.

669,641.: Od. bei Gefangennahme u. Opfe-rung Polyxenas s. im Art. Bd. 3, Sp. 2784f.2737 f.

070,40f.: über die Kyklopeia s. außerdem Art. Kyklopen Bd. 2, Sp. 1685 f. nun auchd. Art. Polyphemos Bd. 3, Sp. 2702 f.; fernerGruppe S. 706 f.; endlich die rotfig. Schale ausTodi mit Od. unter dem Widder: Mon. ant.dei Lincei 1910, Bd. 24, S. 875 f.

671, 12: Das Laistrygonenabenteuerbehandeln vier Landschaftsbilder vomEsquilin;vgl. außerdem Overbeck, Her. Gal. S. 777.

671, 52 f.: Od. und Kirke in Bildwerken s.Gruppe S. 709,2: außerdem Mon. ant. dei LinceiBd. 24: ein buntbemalter Sarkophag vergegen-wärtigt auf Bild 2 auch dieses Abenteuer.