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gleicbung alter Blitzgrabor an die Hadesein-gänge, als solcher gefaßt worden. Auch derBrunnen Kallichoron, die άγέλαατος πέτρα undder Stein άναχΧή&ρα stehen zu dem Hadesein-gang in Beziehung.
21. An den Küsten des Euripos ist eintl.-Schlund nicht bezeugt. Aber die Platane(II. B 807; vgl. Putts. 9,19,7) und die eherneSchwelle ( Paus . a. a. 0.) von Aulis, die Ama-zonensagen von Chalkis (Plut. Thes. 27) und iovon dem boiotischen Thermodon (Herod. 9, 43·,Paus. 9,19, 3) sind wahrscheinlich Reste alterKulte an Unterweltsöffnungen oder der zu ihrerBegründung gedichteten Sagen.
Einen Eingang zur U. bei Tanagra , durchden Herakles emporgestiegen sein sollte, be-zeugt Schol Nik. Al. 41, wo Meinelce schwer-lich mit Recht Ταινάρω vorschlägt. Hier spieltauch die Sage von Ocha (s. d. Art.), die sichvom Felsen stürzte, die alexandrinische Um- sobildung einer Legende, welche ähnliche Ritenerklären wollte, wie sie für den Kolonos Hip-pios zu erschließen sind. Ocha heißt nach demBirnbaum, und einen heiligen Birnbaum aufdem athenischen Kolonos erwähnt Soph. Oed.Col. 1696. Der Birnbaum diente im Zeugungs-zauber (Arch. f. Rel.-Wiss. 15 (1912), 376), derin der Tat sowohl an der athenischen Richt-stätte (ebd. 366) als auch in Aulis (ebd. 377)geübt wurde. 8®
In Potniai werden μέγαρα erwähnt, in die,wie im attischen Demeterkult, Ferkel versenktwurden, Paus. 9,8,1. In der Tat war bei denIrümmern der Stadt zu Pausanias ’ Zeit einheiliger. Hain der Demeter und Persephone ;allein diese oder wenigstens Kore scheint erstnach attischem Vorbild hier einen Kult emp-fangen zu haben. Dagegen war hier wahr-scheinlich ein alter Hadeseingang; nicht ferndavon wird ein anderer Zugang zur U. gelegen iohaben, durch den Amphiaraos in die Tiefe ge-rnhren sein sollte; Paus. 9,8,3. Da in derNähe der Ismenos oder Knopos fließt, so kannder Ort Knopia, von wo nach Str. 9, 404 dasAmphiareion nach Oropos übertragen wurde,eben dies von Pausanias beschriebene sein.Anders Kutsch, Attische Heilgötter und Heil-heroen (RGW 12,3) S. 44f., der Knopia andie ΤΧιχή λίμνη verlegt.
Das Tilphossion war während des 8. und soauch noch im 7. Jahrh. eine Gerichts- undKultstätte von Gemeinden südlich des Kopais -sees. Noch Paus. 9, 33, 3 spricht von der be-sonderen Heiligkeit der Eide , die bei den dortverehrten Göttinnen, den Praxidikai, geschwo-ren wurden, und die Tilphosa Erinys solltedem Ares den Drachen geboren haben; Schol.cioph. Ant. 117 = 126. Auch hatte nach einervon Schol. ψ 346 berichteten Sage Poseidonals Hengst bei der boiotischen Quelle Tilphusa 60das Roß \reion gezeugt und dem König des be-nachbarten Haliartos, Kopreus, (o. 2 ,Sp. 1284,36) geschenkt, von dem es an Herakles undB Püter an Adrastos, den 'Unentfliehbaren’, ur-sprünglich einen den Falscheid rächenden I)ä-'non, kam. Auf einen vermeintlichen Hades-mngang weist auch die Sage von dem Seherciresias hin, der hier begraben sein und aus
der Tiefe weissagen sollte; s. o. 6, I86f. 195,36 ff. Gekennzeichnet war der Zutritt zur U.hier wie oft durch eine versinkende Quelle(Hom. hym. 2, 204 ff.) und durch einen Baityl,der, wie das häutig geschah, mit Wollbindenverhüllt und daher Kalypso genannt wordenzu sein scheint. Wie gewöhnlich bei den großenZentralheiligtümern dieser Zeit galt der Fetisch,bei dem sich die verbündeten Geschlechterversammelten, als Nabel oder Mittelpunkt derErde; die Sage läßt Kalypso auf einer Inselwohnen, macht aber diese zum Nabel desMeeres ( Od. a 50). Die Insel heißt Ogygia miteinem von Ogygos oder Ogygas, dem Vaterder Praxidikai, abgeleiteten Namen. DieserOgygos ist von dem boiotischen König nichtzu trennen, unter dem die große Flut eintrat,und so wird man von dieser auch am Til-phossion erzählt haben, etwa so wie später inAthen (o. 3, Sp. 668, 12ff.), daß durch denErdspalt das Wasser abgelaufen sei, und daßder gerettete Ogygos den Bundesaltar ge-stiftet habe.
Leb ad eia. Daß die Trophonioshöhle mitdem xaTaßäoior (Schol. Aristoph. Nub. 508) zeit-weilig als Eingang zur U. gedacht wurde, lassendie Quellen der Lethe und Mnemosyne vermu-ten, deren Wasser die Besucher des Orakelstranken; Paus. 9, 39, 8; vgl. Pit«. 31, 15. BeiLuk. Nekyom. 22 steigt Menippos durch dieTrophoniosgrotte aus dem Hades an die Ober-welt. Nach Paus. 9, 37, 7 hatte sich am ßo&possiyapifdovg die Erde aufgetan und den Tropho-ni’os verschlungen; s. auch o. Bd. 5, Sp. 1269ff.Etwas nördlich von Lebadeia lag das Laphy-stion, wo Herakles Charops mit dem Kerbe-ros emporgestiegen sein sollte; Paus. 9, 34, 5.
22. In Delphoi gab es ein Heiligtum derGe und Themis , die das Orakel innegehabthaben sollen, bevor Apollon es sich aneignete.Die Lage des Ge-Heiligtums ist strittig; Corssen,Sokr. 1 (1913), 501 ff. sucht es an der Kastalia,südlich vom Tempel und zwar außerhalb desheiligen Bezirkes nahe dem Damatrion undvermutet, daß hier auch der Drache getötetsei. Oft wird eine Höhle erwähnt, aus oder inder die Orakel gegeben wurden und durchderen Ausdünstungen die Pythia mit dem Weis-sagegeist erfüllt werden sollte; vgl. Kehrle, Kult.Keuschh. 79 ff. Demnach scheint die Schluchtunter dem Tempel selbst angenommen wordenzu sein; allein es ist schwer einzusehen, wiein den hier in Betracht kommenden Zeiten derErdgeschichte innerhalb des Tempelbezirkeseine derartige Erdspalte, die allerdings auchPomtow, Philol. 71(1912), 71 annimmt, bestan-den haben könne. Strabo 9, 419 scheint auchmit einem vorsichtigen ipual die Verantwortungfür diese Behauptung abzulehnen. Oppc, Journ.Hell. Stud. 24 (1904), 214ff. vermutet daher, daßdas Orakel ursprünglich in der Kastaliaschluchtlag und daß bei der Verlegung die alten Vor-stellungen auf die neue Stätte übertragen wur-den. Für diese Vermutung, die freilich nichtalle Bedenken löst (vgl. Itursians Jahresber. 137,Suppl. 1908, 243), spricht, daß das Wasser derKastalia oder seine Ausdünstungen prophetischeKraft verleihen sollte. Außerdem ließe sich