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Sechster Band. U - Z und Nachträge.
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Unterwelt

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nach der Sage der tirynthische Held Pylos einnahm, ist die Andeutung kaum anders zuverstehen, als daß der Schutzgott der Stadtdieser im Augenblick der höchsten Gefahr mitden von ihm beherrschten Schatten zu Hilfekam. Ist dies richtig, so muß es in Pylos einenHadeseingang gegeben haben. Dafür sprichtauch der Name der Stadt, der wahrscheinlichaus den itvXuiAldao zu erklären ist. Eine wei

würde auf die der Euphemossage zugrundeliegende Zeremonie passen. Indessen besagenPindars Worte wirklich nur, was der Scholiastaus ihnen herauslas, sl την βώΧον latoaev elgTatvccgov, 'wenn er die Scholle unversehrt nachTainaron (seinem Wohnort) gebracht hätte 1 .Dann läge in der Sage nur ein Hinweis aufdie symbolische Auslieferung einer Scholle zumZeichen der Unterwerfung eines Landes, und

tere Bestätigung bietet der von Ilom. hyni. 3, io der unverständliche Ritus einer Versenkung der

221. 344 erwähnte döqpodsXoj Xsipwv, wenn die-ser bei Pylos anzusetzen ist; denn er ist vonder gleichnamigen Wiese der Unterwelt ( Od.I 539; co 13) nicht zu trennen. Nicht fernlag an dem in den Alpheios mündenden Ache-ron ein Heiligtum der Demeter, Koro und desHades ( Str. 8,314), das an der Stelle eines ehe-maligen Hadeseinganges errichtet zu sein scheint.27. Lakonien. Auf dem Tainaron be-

Scholle in den Hadeseingang fiele fort. Es er-scheint dies um so eher als möglich, da beiDichtern häufig Tainaron das ganze Gebiet,später sogar als wichtiger Teil das ganze La-konien bezeichnet, wie es andererseits auchzum Hinweis auf den Hades genügt.

In Sparta befand sich ein Heiligtum derGe, das Gasepton, kitoXXtov di virsg ctiro idpvroMalscerTjs, Paus. 3,12, 8. Ob hier ein Kultzu-

lon den alten Dienst der Erdmutter verdrängteoder zurückdrängte wie in Delphi ( Wide, Luk.Kulte 202 f.) oder oh das Geheiligtum wie inOlympia aus einem Blitzgrab sich entwickelte( Maaß, Österr. Jahresh. 11 (1908), 13, der fürrdarjittov bei Pausanias einsetzt ay-pitrov 'blitz-getrofifen), ist zweifelhaft; aber ein Hadesein-gang scheint in der Tat in alter Zeit hier an-

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fand sieh einer der im griechischen Mythos so sammenhang in der Weise vomegt, daß Apol-berühmtesten Hadeseingänge. Durch ihn sollenHerakles hinab [Kur. Here. für. 23; Apollod.

2,123; Pedias. 12) oder empor (Str. 8, 303; Sen.

Here. für. 813; Entführung des Kerberos ausTainaron, Pcdaiph. 40; Tzetz. Ghil. 2,396; vgl.

Hekat. bei Paus. 3, 25, 5; FHG 1, 27, 346), Or-pheus (o. Bd. 3, Sp. 1100, 22 ff.), Theseus und

Peirithoos (Ap. Phod. 1, lOlf.) hinabgestiegen a ».. 6 ------.Γ,ν»"*U

sein, Hades Persephone entführt (Glaud. 35,307), genommen zu sein. Zweifelhaft ist, ob mitMerkur den Laius auf die Oberwelt gebracht so diesem Gasepton die Kaieta [über diese aber

.. - auch o. Bd. 5, Sp. 1232,30] genannte Schlucht

zu verbinden ist, die wahrscheinlich als Hades-eingang galt.

28. Argolis. In dein Gebiet von Lerne»(Gruppe, Handb. 179ff.) wurden zwei, vielleichtdrei Stellen als Hadeseingang bezeichnet. Durchden einen war Kore niedergefahren (Paus. 2,36, 7), durch den unergründlichen alkyonisclienTeich Semele von ihrem göttlichen Sohn empor-

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(Stat. Theb. 2, 56) haben. Ein Psychopompeionbei Tainaron erwähnt Plut. Sera num. vind. 17,den Hadeseingang Aristoph. Ran. 187; Str. 8,

363 u. a. Noch nicht vollständig aufgeklärt istdie von Pind. Pyth. 4, 43ff. berichtete Sage,nach der das vierte Geschlecht nach Eu phamosm Libyen die Herrschaft erlangt hätte, wennder Ahnherr die ihm von Eurypylos verliehene

Scholle Ttdp x»ovwvÄiSa aroya in Tainaron'h hierlnne

geworfen hätte. Sicher will Pindar damit eine 40 geführt worden; Paus. 2, 37, 5. [Auch hier nmg

verbmU-o*« n> > .. die Tradition vom U.-emgang mit geheimnisvol

len Riten, dgupeva, zusammen, und es ist zu er-wägen, inwieweit solche Riten den Anstoß zurLokalisierung eines U.-eingangs gaben; vg .Paula- Wissmoa - Kroll 11, 2166 f.] Außerdemsollte Herakles die lernäische Hydra unter einerPlatane stehend getötet haben (Pa?ts. 2, 37, 4;Pawty-Wtssowa- KVoif, Suppl. 3, 1034, 14)-Durch die Kynadraquelle in Argos soll Ker-

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verbreitete Geschlechtsüberlieferung gegenüberder von ihm befolgten, nach der sie erst im17. Glied nach Libyen kamen, ablehnen unerklären (Studniczka, Kyrene . 109; Malten, Ky-rene 109); und wahrscheinlich hatte diese ver-worfene Sagenfassung den Euphemos auf demTainaron wohnen lassen. Aber das 'Werten

der Scholle scheint doch irgendeinen Anhalt ...- --- o -- "T"

im Ritus haben zu müssen, zuma! wenn die r^laufen sein; Fust. Od. v 40 ®J 7 * 7 'V.Bestimmung dahin ging, daß die Scholle Uermione sollten Herakles aus der U.

den Hadeseintra.no· In J ,*1" 2 35 10) und vielleicht (v. Wtlamo-

por yPaus. AusderAnom.

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iingang hätte geworfen werdenmüssen (o. Bd. 1, Sp. H07, 52). Daß Wasservon weither gebracht wird, um es in eine Erd-schlucht zu gießen, ist aus Bambyke-Hierapolis

bezeugt (Luk. dea Syr. 13) und ist als Regen-zauber mitunter wohl auch in Griechenland vorgekommen ( Gruppe, Grievh. Myth . 94 ; 816,0),Aber für die Versenkung von Erde gibt es m.

W. nur eine, obendrein nicht völlig passendeund auch ohß-f-n- ' ·

..ßUUV ,ulllt pUOdVU'lV "'J -Virmione ist das°von

und auch ebenfalls dunkle Entsprechung in 60 bild zu dem ? rgolischen Herrn .-

Rom, wo bei der Stadtgründung in dendas außer EVii«.!.*.---

außer Früchten auch von jedem der neuenAnsiedler ein wenig Heimaterde geworfen wer-den sollte; Plut. Rom . 11; vgl. Oo. fast. 4, 821 f.i. r Gebrauch scheint zunächst eine symbo-iische Übertragung der Heimat, in weiteremmne aber die Vereinigung der Gebiete, deren-rde vermischt wird, anzudeuten. Das zweite

Orph. Arg. 1136 erwähnte Hermione am Nord-rand der Erde, dessen Bewohner wegen ihrerGerechtigkeit dem Charon das Fährgeld nichtzu entrichten brauchten. Nach Kallim. frg . 110Schn, war ein xaraßaaiov slg "Aiäov in Aigia-los, dessen Einwohner nach dem Tode freieÜberfahrt in den Hades hatten, weil ihre Vor-fahren Demeter Kunde über den Raub der