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Tochter gegeben hatten. [Auch in Hermionesollte der Abstieg zum Hades so kurz sein,daß die Einwohner ihren Toten kein Fährgeldmitgaben; Sir. 8, 373. Nach Rohde, Psyche 1,214, 3 ist Aigialos wohl = Sikyon.] über denKult des Hades Klymenos, der Persephone undDemeter in Hermione s. o. Bd. 2, Sp. 1228, 69 ff,— Am Markt in Troizen befand sich in alterZeit ein U.-eingang, durch welchen Dionysos die Semele und Herakles den Kerberos empor-geführt haben sollten; Paus. 2, 31, 2; Pauly-1 Vissowa-Kroll, Suppl. 3,1028, 2 ff. s. auch u.nr. 38. — Nemea : Der wahrscheinlich argivi-sche Dichter, der in die Sage vom Zug derSieben gegen Theben den Aufenthalt in Nemea einfügte, hatte eine Legende vor sich, die nachden Namen Eurydike , Hypsipyle, Archemorosund vielleicht auch Adrastos, wenn dieser denAnlaß zur Verknüpfung der nemeischen Über-lieferung mit dem thebanischen Sagenkreis gab,religiöse und wahrscheinlich auch gerichtlicheHandlungen an einem vermeintlichen U.-ein-gang begründen sollte. Daß Hypsipyle nichterst von Euripides in den Sagenkreis von Ne-mea eingeführt wurde, hat Pfister, Reliquien-kult 1,161 ff. gezeigt.
29. Arkadien . Kyllene: Kores Nieder-fahrt, Kanon 15; vgl. Paus. 8,15,4. — Nona-kris: Versinkende Quelle Styx; Paus. 8, 17,6ff.; s. o. Bd. 4, Sp. 1671, 59tf. Hier war nachCurtius, Pelop. 2, 197 einst der Bundesmittel-punkt einer Eidgenossenschaft. — Phigaleia :ψυχαγωγοί, Paus. 9,17,9. — In dem χάβραγης (Paus. 8, 22, 3; βάρα&ρον ebd. 8) bei Stym -p ha los versank der gleichnamige Fluß. Viel-leicht sollte hier der Eingang zur U. sein, durchden Aischylos in den Ψυχαγωγοί den Teiresias durch Odysseus befragt werden ließ.
30. Thrakien . Im Haimosgebirge ist einNekyomanteion mit einem Hadeseingang viel-leicht aus der Sage vom Verschwinden desAristaios ( Diod. 4,82, 6; vgl. Rohde, Psyche 1*,115) zu erschließen.
81. Kleinasien . Im Gebiet des Maiandrosgab es mehrere Plutonien; Bouche-Leclercq ,Hist, de la divin. 2, 373ff.; Str. 12, 679; z. B. zuHierapolis (Str. 13, 629; Buresch, Phil. Jbb.146 [1892], 286ff.), wo von Kores Abstieg er-zählt wurde; zu Acharaka, zwischen Nysa und Tralles (vgl. noch Str. 14, 649); zu Thym-bria (Str. 14,636). Als ein Charonion erwähntAntig. Kargst. 123 το όρυγμα im Latin 08 . InMagnesia a. M. ist Artemis Leukophryene dieGöttin vom weißen Felsen; hier lag am Le-thaios bei Aulai eine dem Apollon geweihteHöhle, in deren Nähe heilige Männer vom Fel-sen sprangen; Paus. 10, 32, 6. Bei Ephesos war ein Styxwasser, bei dem Keuschheitseideabgelegt wurden; Ach. Tat. 8,12ff. — Akonaibei Herakleia Pontica: Höhle Acherusia (Plin.6, 4); Spitze Acherusias (Ap. Rhod. 2, 353. 743;vgl. Val. Flacc. 3, 298). Hier eollte Herakleshinabgestiegen sein (Xen. an. 6, 2, 2) oder denKerberos emporgeführt haben, auf dessen Gei-fer das Gift des Akonits zurückgeführt wurde;Herodoros , FHG 2, 35; Andren, FHG 2,348;Fuphor. frg. 28 Mein.·, Bion. Perieg. 788f.; Sch.Ap. Rhod. 2,354; Sch. Nik. Al. 13; Plin. 27,4
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u. a. Nach Plut. Kim. 6, ser. num. vind. 10 hatder spartanische König Pausanias im vsKvopav-zitov von Herakleia den Geist der von ihm ge-töteten Kleonike von Byzanz beschwören lassen.
32. Sizilien. Bei Syrakus sollte durchdie Kyanequelle Hades mit Persephone nieder-gefahren sein; Biod. 5,4. Bei Firm. Mat. err.prof. rel. 7, 4 sind bei Syrakus beide Gottheitenwieder emporgestiegen. Wenn die Stätte derEntführung nach Knna (Cic. Verr. 4, 48. 106;Biod. 5,3 u. ö.) am Ätna (Timaios bei Ps.-Arist.mir. ausc. 82; Plut. quaest. nat. 23 u. ö.) verlegtwird, so sollten vielleicht zwei verschiedene ört-liche Überlieferungen ausgeglichen werden. DerÄtna selbst wird, wie viele andere Vulkane, alsHadeseingang gegolten haben, ebenso wie derLago Naftia bei l’alagonia, wo die Delloi undPalikoi walten; o. Bd. 3, Sp. 1281 ff.; dazu Cia-ceri, Culti e miti della antica Sicilia 23ff.; [s.auch A. Strdhle, Bie dm Alten bekannten vul-kanischen Gebiete, Tübinger Biss. 1921J.
33. Campanien. Die zahlreichen vulkani-schen Erscheinungen, die heißen, übelriechen-den Quellen, die aus dem Lande oder demWasser aufsteigenden Dämpfe ließen das Ge-biet nördlich vom Golf von Neapel (s . Strbhle
а. a. 0. 22 ft.) besonders geeignet als vermeint-liche Eingänge zur U. erscheinen. In diesemvulkanischen Gebiet sollten viele Giganten be-graben sein. Südlich von Kyme lag die fi%c-govoia Xijivr} (Sir. 6, 244f.), nordöstlich davonder schon im Altertum mit ihr, wie es scheint,mitunter verwechselte Aomos (Ephor, bei Sir.
б, 244; Tim. bei Aristot. mir. ausc. 102; Liv. 24,12,4 u. ö.); dort auch die Flüsse Styx , Pyri-phlegethon (Str. 6, 244; Arist. a. a. 0.) und Ko-kytos (Lykophr. 705), die Sage von Odysseus’Abstieg (Str. a. a. 0.) und das rtaXaiov vcnvo-pavzsiov (Biod. 4,22; vgl. Ps.-Skymn. 239; Max.Tyr. 14,2). Über Avernus s. Stolz, Indogerm.Forsch. 22, 248f.
34. Rom . Hier gab es mehrere Hadesein-gänge, mundi genannt, über deren Unterschei-dung bei den alten Schriftstellern eine auchdurch Thulin, Bie Etrusk. Bisziplin 17 ff. nichtvollständig geklärte Verwirrung herrscht. Daßder mundus auf dem Palatin der von Boniausgegrabene Tholos aus Tuff war und daß erals Mittelpunkt der Stadt galt, will Frottring-ham, Am. Journ. Arch. 18 (1914), 314 ff. erwei-sen. In einem Fall läßt sich auch in Rom derin Griechenland mehrfach nachgewiesene Zu-sammenhang des U.-eingangs mit Regenzauberbeobachten; denn der Manalis lapis, der alsostium Orci galt und wahrscheinlich zu einemMundus gehörte, muß dem zur Regengewinnungbenutzten gleich benannten Stein bei der PortaCapena , wenn nicht gleich, so doch begrifflichähnlich gewesen sein. Einer der Mundi warbei der Stadtgründung angelegt und mit Früch-ten sowie mit Erde aus der Heimat der neuenAnsiedler angefüllt worden (s. auch o. nr. 27),und zwar nach Plut. Rom . 11 nach etruski-schem Ritus. — Als Eingang zur U. wird auchdie schwefelhaltige Quelle Albunea bei Tibur gekennzeichnet, bei der nach Varro eine Si-bylle geweissagt hatte; o. Bd. 4, Sp. 803, 49 ff.S. auch Verg. Aen. 7, 82 ff. Die Quelle, die eine
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