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ö, 69 egressi annos pueritiae iatn sumpta togadis penatibus [Porphyrio hat statt dessen apudLares ] bullas suas eoa serrabant, ut puellae pu-pas, vgl. dazu Wissowu, Arch. f. Keligionswiss.7 [1904], S. 53 f.), während sich ein ähnlicherBrauch, die Weihung der Kinderkleider, anFortuna (virginalis) wendet ( Artiob. 2,'L, vgl.Wissowa, Ges. Abhdlg. S. 257; Ttelig. u. Kultusd. Körner * S. 257). An die Stelle der Juno istVenus getreten, wenn junge Mädchen anstattbei ihrer Juno vielmehr bei ihrer Venus schwö-ren, Lygdam. 6, 48 etsi perque suos j'allax iura-vit ocellos luuonemque snam perque suam Ve-nerem, eine Wendung, durch welche auf Stellenwie Plaut, llacch. 217 ni nanctus Venerem es-sem, hanc lunonem dicerem, Seneca apocol. 8, 2sororem suam. ., quam omnes Venerem voca-rent, maluit lunonem vocare und die Saloni-tauer Inschrift CIL 3, 1962 —- Dessau 31S2aMescenia Valentina imperio Veneris lunonem(l. d. Licht fällt. Besonders weit verbreitet istder Brauch, die Gräber von jungen Mädchenund Frauen unter den Schutz der Venus zustellen oder mit einer Veuusstatue (die dannmeist die Porträtzüge der Verstorbenen trug;zu schmücken, woraus sich von selber die Ver-ehrung der Verstorbenen unter dem Namender Venus ergab. Im J. 168 n. Ohr. stiftet inGabii ( CIL 14, 2793 == Dessau 5449) ein Sei-denhändler A. Plutius Epaphroditus zu Ehrenseiner verstorbenen Tochter Plutia Vera VeneriVerae Felici Gabinae . . . templum cum signoaereo effigie Veneris item signis aereis n(umero)II1J dispositis in zothecis et balbis aereis etaram aeream et omni cultu und ein Kapital,aus dessen Zinsen alljährlich am Geburtstageder Verstorbenen ein Festmahl gehalten wer-den soll: der Name Venus Vera Felix Gabinazeigt deutlich, daß unter ihr die Verstorbene(Plutia Vera aus Gabii ) zu verstehen ist. Ebensoerrichtet in Kom {CIL 6 , 15592—94 = Dessau 8063) ein kaiserlicher Freigelassener M. UlpiusCrotonensis seiner Gattin Claudia Semne einGrabdenkmal mit aediculae, in quibus simu-lacra Claudiae Semnes in formam dearum, näm-lich Fortuna, Spes und Venus, mit der InschriftFortunae, Spei, Veneri et memoriae Claud(iae)Semnes sacrum. Dazu stellen sich Inschriftenwie CIL 6. 1424 = Dessau 8061 Glaucopi Ve-neri Gelliae Agrippiane cflarissimaei p(uellae)Aurelia Soteris et Mussius Chrysonicus nutri-tores lactanei; CIIj 6, 20167 = Dessau 80G0Ti. Julius Orpheus sibi et Orfitae f(iliae) an-(norum) XIV virgini Veneri Cupidini infero-r(um); CIL 2, 4415 = Dessau 8059 (Tarraco)Veneri Lutinillae M. Spedius Maternianus ma-ritus. Eine etwas andere Form zeigt eine an-dere Gruppe von Inschriften, wie CIL 5, 836(Aquileia ) Veneri aug. Vetilia L. f. Potens inmemoriam Calviae Bassil/l]ae filiae suae posuit;CIL 2,6054 = 3977 (Saguntum) Veneri sanfe-tae/ in h(onorem) mfem(oriae) Postum i]ae C.f. f Marcel Jlinae an(norum) L V Cor(nelius) My-rismus uxori ; CIL 2, 23 = Dessau 3175 (Mero-briga) Veneri Victrici aug(ustae) sacr(um) inhonorem Luciliae Lepidinue Flavia Titia filiaepientissimae; CIL 3,1965 = Dessau 3176 (Sa-lonae) Veneri Victrici in memoriam Albuciae
C. f. Pontiav uxoris M. Marius Paulus I. d. d. d.Wenn man bei der Venus Victrix solcher Grab-denkmäler zunächst nicht au die siegreicheGöttin der römischen Heere, sondern an eineganz abgehlaßte Vorstellung (etwa von dersiegreichen Gewalt der Liebe) zu denken ge-neigt ist, so wird das widerlegt durch die dal-matinische Inschrift CIL 3, 2770 = Dessau 3177Veneri Victrici Partieae aug(ustae) sac(rum) inmemoriam Antoniae I)ec(imi) f(iliae) PaulaeDec. Antonius Proculus dec(urio) Salon(itanus)et Coponia parentes l. d. d. d.\ die Göttin steht,wie Mommsen richtig betont hat, vollkommender Victoria Parthica aug(usta) CIL 8, 2354= Dessau 305 gleich, es ist also die Gottheit,die dem Kaiser den Sieg über die Parther ge-schenkt hat, welche hier zur göttlichen Ver-körperung einer lieben Verstorbenen gewähltist. In der stadtrömischen Inschrift CIL 6,12281 Arabia Firma Venus Afra vixit annisXVII m(enses) IIII dies tres hat man wohleher mit Marini ( CIL 6 , 34055) Venus(iana)zu lesen. Die Grabschrift eines im Alter vonnoch nicht 16 Jahren verstorbenen Mädchensaus Ostia CIL 14, 610 = Dessau 8062 ArriaeP. f. Maximinae statuam Veneris infelicissimiparentes fi'iae dulcissimae usw. erläutert diezahlreichen Fälle (s. \V. Schwarzlose, De titulissepulcralibus latinis r/uacstionum capita tria,Diss. Halis Sax. 1913, S. 46 f.), in denen auf demGrabe jugendlich verstorbener Frauen Statuender Venus, gewöhnlich mit den Porträtzügender Verstorbenen, aufgestellt waren; diesemBrauche verdanken die im Denkmälervorrateunserer Museen häufig sich findenden Ve-nusstatuen aller Gattungen mit Porträtköpfen(z. B. Jlernoulli, Aphrodite S. 243 f. 266) ihreEntstehung. Auch die aus Salona stammendeStatue einer nackten, von Amor begleitetenVenus mit der Inschrift Vener (i) victrfici) CIL3,1964 = Denksehr. d. Wien . Akad. 7, 2 (1856),S. 38 f., Taf. 4, 7 ist wohl eine Grabstatue; daßdie Göttin in ihrer Darstellung nichts von derSiegesgöttin zeigt, fällt nicht auf, da wir ausden Bildern der Kaisermünzen sehen, daß dieBeinamen Felix, Victrix, Genetrix schließlichganz inhaltlos geworden waren und ohne Un-terschied den verschiedensten Darstellungender Göttin beigeschrieben wurden (Beispielebei Wissowa, Ges. Abh. S. 31 i'.). Vereinzelt be-gognet auch der Fall, daß eine Frau zu Ehreneines verstorbenen Mannes eine Venusstatueweiht, CIL 6,778 Claudia Ti. f. ClaudianaH/ofnorata ... in memoriam Fl(avii) Afqui-]Uni signum Veneris d. d.
Abgesehen von den früher (Sp. 184 f.) er-wähnten Spuren älteren Venusdienstes in Mittel-und Unteritalien sind die inschriftlichen Denk-mäler der Venusverehrung in Rom undItalien weder besonders zahlreich noch er-geben sie viel Neues für die Auffassung derGöttin. Daß hier wie auch in den Provinzenunter den Weihenden die Frauen stark vertre-ten sind, liegt in der Natur der Sache, «i cbringen auch anderen Göttern Bilder der Ve-nus als Weihgabe dar, so in Augusta Praetori»der capitolinischcn Trias (CIL 5, 6829 = Des-sau 3182 lovi Innon(i) Miner(vae ) Antonia
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