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zu können, ebenso Zeus die des Amphitryon,um sich der Alkmene zu bemächtigen, undApollon (oder Helios) der Leukotboc (s. d. u.2,1245 f.) wegen diejenige ihrer Mutter Eury-nome; der Dryope (s. d.) halber wird er zueiner Schildkröte und dann zu einer Schlange.Dionysos verwandelt sich der Alphesiboia 4zuliebe in einen Tiger (1, 259), Asklepios derAristodeme 2 wegen in einen Drachen (1,561), derFlußgott Krimisos wird aus ähnlichem Grundezu einem Bären oder Hund, Kronos aus Liebezur Philyra zu einem Koß (3, 2354) Nach grie-chischem Muster nimmt auch der italische Vor-tumnus (s. d.) als Liebhaber der Pomona ver-schiedene Formen an, was freilich zugleich inseinem ursprünglichen Wesen als deus vertendibegründet ist.
Zum Stier wird Zeus aus Liebe zu Europa 10 und zu Io (2, 264 f.), aus Leidenschaft fürLeda zum Schwan, zum Adler bei der Ent-führung des Ganymedes und der Aigina (1,148),zur Taube bei seiner Vereinigung mit Phthia i,zu einem Stein beim Raube der Aigina (l,642 f.), zu goldenem Regen bei der Verführungder Danae (1, 047), zu einer Ameise bei Er-zeugung des Myrmidon (2, 3313), zu einemGeier bei derjenigen der Paliken (3, 1293) undzu einem Wiedehopf bei der Verbindung mitLamia (3, 2566). In der Gestalt eines Drachenerzeugt er endlich mit Kora-Persephone denDionysos -Zagreus (s. d.). Der mythische Zau-berer und Astrolog Nektanebos wohnt der Kö-nigin Olympias in wechselnden Gestalten, be-sonders in der einer Schlange, bei (3, 838).
Demeter-Erinys verwandelt sich auf derFlucht vor Poseidon in eine Stute (s. Aieionu. 3, 2803. 4, 1672), Nemesis, um der Verfol-gung des Zeus zu entgehen, in einen Fisch,einen Polypen (aiptia 3, 3119), eine Gans undandere Tiere (3, 118 f. 2, 1923) und ähnlichThetis (s. d.) im Kampfe mit Peleus (2, 1836;vgl. 3,239); vgl. auch Metis 1. Auf der Fluchtvor Aiakos wird die Nereide Psamathe zu einerRobbe ((jpcijxrj, 3, 2418) oder zu einem sich imSeetang verbergenden Fisch (cpvxrj, 3, 3194),die Musen auf der vor Pyreneus vielleicht zuSchwänen (3, 3346); Zeus entgeht der Verfol-gung des Kronos in der Gestalt einer Schlange(s. Helike 3).
Im Anschluß an ägyptische Sagen werdenZeus, Hera, Apollon, Hermes, Ares, Artemis ,Dionysos, Herakles, Hephaistos und Leto ausFurcht vor Typhon zu Tieren ( Ovid. met. 6,526 ff. Antonin. Lib. 28), aus Trauer um ihrenGatten Isis zur Schwalbe (3,113); über die Tier-verwandlungen der rein ägyptischen Nephthyss. 3, 199; doch ist überhaupt bei allen inTiergestalt oder mit Tierköpfen vorgestelltenägyptischen Gottheiten ihre Selbstverwand-lungskraft vorauszusetzen, so daß sie hier nichteinzeln anzuführen sind.
6) Um Semele zu verderben, besucht sieHera in der Gestalt ihrer Amme Beroe 1 (s. d.u. Ovid. met. 3, 273 ff.), Artemis verwandelt sichin eine Hirschkuh, um die Aloiden zu vernich-ten (1, 679), Iris sucht in der Gestalt der Be-roö 4 die geflüchteten Troerinnen zur Verbren-nung der Schiffe zu bereden (1, 784); um die
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Minyaden zu warnen und dann um sie zu be-strafen, tritt ihnen Dionysos zuerst als Jung-frau und nachher als Stier, Löwe und Pantherentgegen (2, 3014); Nereiden verwandeln sichin Löwen und Panther, um Herakles vomKampfe mit Nereus abzuschrecken (3,217. 248),dieser selbst aber wird dabei zu Wasser undFeuer (3, 247). Aphrodite nimmt die Gestalteiner alten Frau an (3, 2272), Athene die desMelas 6, wobei sie von Teuthis-Ornytos (3,1060)verwundet wird, Apollon diejenige eines Knabenund tötet den Phorbas 2 im Faustkampf (3,2427).
In hervorragendem Maße besitzen die Gabeder Selbstverwandlung die Göttinnen des Ge-!*^spensterglaubens Hekate, Empusa und Antaia(1, 1898. 1243), sowie die Oneiroi, die Götterder Traumbilder, Morpheus, Ikelos-Phobetorund Phantasos (s. d. u. 3, 902). Auch den Tei-chinen (6, 237) ist sie eigentümlich.
Gründe der Verwandlungen.
1) Als Grund für die Annahme von Tier-gestalt durch Götter und Dämonen wird dieursprüngliche Tierform derselben in Anspruchgenommen. Gerade in Rücksicht auf die späterallgemein verehrten griechischen Götter istdiese aber nur in wenigen Fällen sicher zu er-weisen. Tatsächlich erklärt sich hieraus dieKultverwandlung des Dionysos in Stier oderBock (1, 1067 ff. 4, 662), die bocks- und pferde-artige Bildung des Pan, der Satyrn und Seilene(4, 529), die Roßgestalt des Poseidon (3, 2823),die stierköpfigen oder als Stiei e mit Menschen-antlitz gebildeten Flußgötter (1, 1489 ff.; vgl.Marx im Arch. Jahrb. 4 [1889], S. 123 f.), derfischleibige Triton (s. d.) und vielleicht die Ver-wandlung des Sabazios in eine Schlange (4,262 f.), während diejenige des Zeus Meilichios(2, 2661. 3, 743) und des Asklepios (1, 619 ff.
3, 303) diese Götter ebenso wie den AgathosDaimon und den Sosipolis (4, 1222) oder denKadmos (2, 889), den Trophonios und die He-roen überhaupt nur als %tiovioi bezeichnet.Der Zusammenhang und die Gleichsetzung desZeus mit einem stiergestaltigen Gott ist wenig-stens wahrscheinlich (2, 3011. 6,148. 152. The-seusb, 763). Auch von denjenigen Verwandlungs-sagen, die der neueste Bearbeiter von Meta-morphosen auf ursprünglichen Theriomorphis-mus zurückführt ( Bubbe, De met. Grate, cap.sei. S. 2 ff.), ist dies nur bei wenigen wirklicheinleuchtend. Ob Aktaion tatsächlich einst alsGott in Hirschgestalt in Boiotien und Io alskuhgestaltige Göttin in Argos verehrt wordenist, bleibt zweifelhaft. Wahrscheinlicher ist,daß Kallisto , die von Zeus Stammutter der Ar-kader wird, einst eine bärengestaltige ArtemisKalliste gewesen ist (Bubbe S. 16; vgl. 2, 934.Preller-Bobert, Gr. Myth. 1,303), und auchdie Verwandlung der Taygete in eine Hindinmag mit deren Beziehung zur Artemis ElaphiaZusammenhängen (Bubbe S. 20), obwohl einehirscbgestaltige Göttin schwerlich vorausgesetztwerden darf (Gruppe, Gr. Myth. 840, 2).
In der Sage des Arkaders Lykaon (o. 2,2171) tritt uns die uralte aus der Zeit des To-temismus stammende Werwolf- oder Mannwolf-vorstellung entgegen, ohne daß man deswegen