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Erster Band.
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bar vor ihrem Zusammentreffen mit den Bulgaren 1 . Yalesiusund Tillemont bezeichneten die TJrugunden oder Burugundenunpassend mit dem Namen der Ostburgundionen, unterschiedensie aber wohlweislich als ein eigenes Yolk von den Burgun-dionen. Dagegen haben ältere, neuere und selbst neuesteHistoriker, wie Luden, Troya, von Wietersheim, Pallmann undDerichsweiler, durch Yermengung beider Völker grosse Ver-wirrung in die Geschichte der Burgundionen gebracht, wovonweiterhin ein Mehreres zu demjenigen, was hierüber schonungemerkt ist (S. 16 Not.).

Selbst die BovQyLioveg, bei Ptolemäus 2 ein Völkchen süd-lich von den Weichselquellen, sollten identisch mit den Bur-gundionen oder doch ein Stamm derselben sein 3 .

1) Er setzt also, wie Leibniz SS. Rbr. I. 30 N. n. bemerkt, Vurgnn-daib in das heutige Ungarn. Hach Uphagen S. 500 bezeichnet Vurgundaibdie späteren "Wohnsitze der germanischen Burgundionen (ähnlich urtheilt"Goya I t 2. 877. 893. I, 3. 1025); ebenders. S. 499 f. 515 deutet die beiPaulus Diaconus vorausgehenden Ländernamen Golanda, Anthaib, Banthaibauf das Land der Gothen, der "Wenden und auf Böhmen; anders der vonWietersheim IV. 479 N.** citierte Schaffarik. Wietersheim selbst IV. 479 f.bezweifelt die ganze Nachricht des Paulus; doch vermuthet er IV. 57G inVurgundaib den vorübergehenden Wohnsitz der mit den Gothen im 2. Jahr-hundert ausgezogenen östlichen Burgundionen. Zeuss S. 473 bezieht da-gegen den Namen des Landes mit Becht auf die Urugunden ; Derichsweiler

5 f- missdeutet ihn auf die Sitze der Burgundionen zwischen Oder undWeichsel. Ueber die Urugunden und die Phrugundionen des Ptolemäuss - Valesius Rfr. I. 50 ff. IV. 158. 188, NG. 107, Pagi a. 433, XIV (zeiht'kn Agathias irrig der Verwechslung der BovQyov&avcg, Burgundionen, mit•kn scythischen r I>Qovyovvd toiveg, während letztere bei Agathias Bovqovyovr-l ' l ° t heissen), Tillemont HEmp. V. 55, Sehöpflin S. 209 N. a, Thunmann*68 (nennt die Burugunden des Agathias fälschlich Burgunder und gibtSle für die späteren Bulgaren aus, welche Deutung von Schaffarik wieder-holt, aber von Wietersheim IV. 57G mit Recht verworfen wird), Zeuss280 f. 694 ff., Belloguet S. 59 f. 63. 65 f. 68 ff. (zweifelt an der Identität'kr Urugunden mit den Phrugundionen des Ptolemäus, unterscheidet aberktztere von den Burgundionen) und Smith S. 85 — 92 (bezieht S. 85 diel lov Qyov£uj)V£g bei Agathias falsch hieher).

2) Geogr. III, 5.

3) Ersteres bei Lazius XI. 595 f. 601 f. 614; letzteres bei Sickler' ‘1> der übrigens im Handb. d. alt. Geogr. S. 89 die Phrugundionen

^ es Ptolemäus mit einigem Zweifel zu Osthurgundionen macht, sie jedochaa ers terer Stelle schlechtweg als Burgundionen bezeichnet. Siehe dagegen