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Erster Band.
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tionen in Holzscnlptur aufweist 1 . An der Holzbaukirche i 11Lomb in Norwegen sind neben dem christlichen Kreuze Giebel-Verzierungen in Norm von Schlangenköpfen als heidnischeReminiscenzen angebracht 2 . Das aus Eichenholz construierte,im Museum von Copenhagen aufbewahrte Grab der König! 11Thyra zu Jellingen, aus der spätheidnischen Zeit Dänemarks,trägt Schnitzwerlc von bizarr gewundenen Schlangen (Drachen),welche überhaupt das Motiv der Verzierung vorchristlicherIfolzconstructionen Dänemarks bildeten und selbst an einerhölzernen Kirchenthüre aus Island vom 12. Jahrhundert bemerktwerden 3 . Es steht nemlich diese Ornamentik in unverkenn-barem Zusammenhänge mit der scandinavischen Mythologie,da in dieser die Schlange (Drachenschlange, Lindwurm) be-kanntlich eine bedeutsame Rolle spielt. Wir erinnern nur andie Weltschlange Jörmungandr. Darum aber die Schlangen-Verzierungen ausschliesslich für scandinavisch zu halten, vn 0es noch vielfach geschieht, ist eben so unzulässig, als dieGothen, Burgundionen und Langobarden aus Scandinavienherzuleiten. Es ist vielmehr, wie die scandinavische Mytho-logie, so der betreffende Kunststyl den germanischen Völker 11gemeinsam gewesen 4 , und mit ihnen scheint das Emblem d erDrachenschlange aus Asien eingewandert zn sein. Dieselbekam als Feldzeichen nicht nur bei den Daeiern vor 5 , sondernauch bei den Scythen, wie denn die spätrömischen Drachen-oder Sehlangenfeldzeichen der Cohorten 6 * * scythische Eeldzeiche 11

1) Blavignac S. 249.

2) Globus von Andree 1862, Abbild. S. 101, wozu der Text S. ^schweigt. Mittheilung von Dr. Uhlmann.

3) J. Kornerup in Mdmoires de la soc. roy. des antiquaires du NoiVNouv. ser., Copenli. 1869, S. 243. 247. 250 f.

4) Dietrich a. 0. S. 86. Einfache Schlangenverzierungen sind 311den am Lupfen in Schwaben entdeckten Särgen, welche männliche Leich enenthielten, so angebracht, dass auf dem Sargdeckel je zwei Schlang e11(Drachen) sich mit den Schweifen berühren und mit den gehörnten KÖpi ePüber das Deckelende hervorragen (Pfahler S. 588).

5) Bernd S. 89.

6) Sirmond zu Sidonius Carrn. II. 233 Not. S. 183 und zu Carin. W

407 ff. Not S. 205, Juret zu Paulin, Vit. B. Martini IV, 021 und Bei' 11

S. 98. 372 f.