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Erster Band.
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so genannten römisch - byzantinischen Bauten der Frankenschon in den Verzierungen der Schnallen, Gurtphiqucn, Haftenu - 8 - w. Aus einer späten Nachwirkung des von Frankenund Burgundionen gepflegten römisch-germanischen Kunststyls,der übrigens auch in Italien nie erloschen war, ist es zu er-klären, dass dieser im 10. und 11. Jahrhundert sowohl inItalien als in den nördlichen Ländern in der Architectur als^manischer Styl wieder aufblühte, der sich denn auch in demHandsehlingwerke besonders wohl gefiel 1 . Uebrigens habendie Burgundionen als geschickte Holzarbeiter später auch diex yloidische Baukunst entwickelt 2 . Wenn dagegen erzählt^ lr d, burgundionische Künstler in Holzarbeit hätten zur Zeitdes ersten Königreiches in den Hauptstädten Kirchen und Palästeer baut und mit Schnitzwerk verziert, und König Gundobadhabe einen solchen Palast zu Quarre (Carouge) bei Genf be-lohnt 3 , so ist dies eben so sehr eine Fiction, als die Angabe,dass Gundobad, selbst ein Maler, mehrere Capellen kunstreichans gestattet habe 4 . Letztere Angabe ist wol eine Erfindungd ß s 16. Jahrhunderts, ähnlich derjenigen, welche von demGeldzeichen der Burgundionen und von dem Wappen Gundobadsersonnen worden (S. 107). Man weiss nur, dass Gundobadden Arianern Oratorien oder Basiliken erbaut hat 5 , und dass

0 Viollet-Le-Duc Dictionn. rais. de l’archit. du XI° au XVI Siede' wo entrelacs und rosaces als genre d’ornement frdquemment adoptdchapitaux pendant le XII siede und als goüt particulier ä l’dpoque,ltn Gegensätze zur Nachahmung der gallo-römischen Traditionen bezeichnetWe rden; ebenders. a. 0. V. 270: „Entrelacs. — On designe ainsi certains° r nements particulierement adoptds pendant l’dpoque romane. Des rinceaux6 tigettes qui s’enchevetrent, des galons qui forment des dessins varidsPassant les uns sur les autres, comme des ouvrages de passementerie,^Qt des entrelacs, en matibre de sculpture ou de peinture ddcorative°yez Peinture, Sculpture)“. Dabei sind freilich Ursprung und Wesene ses Verzierungsgeschmacks, sowie der Unterschied zwischen belebtem und^belebtem Bandschlingwerke, wovon oben S. 206 ff., ganz übersehen.

Wo

*0 Blavignac S. XII.

So Daguet S. 37.

4 ) So Stantz Münsterbueh S. 10.®) Avitus Ep. VI S. 43 fabricas

a patre suo haereticis institutas,

mi t fabricae die vorher erwähnten oratoria vel basilicae gemeint sind.

Burgundien

^* ese Kirchen wurden nach Abschaffung des Arianismus