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Gallien der fremden Gäste zum zweiten Male los, und vondem ganzen Völkerschwarme, der sich in den Jahren 406/7und 409 auf das unglückliche Land gestürzt hatte, blieb dortnur die Abtheilung der Alanen zurück, die sich schon imJ. 406 zu den Römern geschlagen hatte.
Gewöhnlich wird nun die Befreiung Galliens im J. 407und neben der ersten Invasion die zweite vom J. 409 über-sehen * 1 , oder letztere wird ungehörig dargestellt 2 . Vollends
Chronisten Prosper Aquit. a. 409, Tiro Prosper a. 410, Idatins a. 409—(den Fredegar Chron. III, 2 ausschreibt), Cassiodorus a. 409, IsidorusChron. Vandal. era 444. 446. 449 (nach Orosius und Idatius), Chron. Suevera 446, der sogen. Severus Sulpicius S. 449: II. (anno Honorii et Theo-dosii = a. 409) Alani, Vandali et Suevi Hispanias ingressi Era CCCCXJA Ü(dazu Florez N. b.) und Hermannus Contr. a. 409; Sigebert. Gembl. a. 4l 3 * *datiert, wie oft, falsch. Im Chron. Isidori aus cod. Vat. TJrb. 609 I-(Schelstrate I. 591) soll es heissen: Vandali Hispanias et Sueui GalaeciaWoccupant statt Gallias. — D’Anville S. 139 sagt verkehrt: Constanti uS(er meint Constantinus) habe die Barbaren von Italien abzuhalten gesuchtund daher genöthigt, über die Pyrenäen zu gehen. Das Richtige hatPapencordt S. 11.
1) So von Gagern II. 252, Kortüm S. 467 und vielen Andere»-Bünau I. 511 f. erwähnt zwar den Sieg Constantins, glaubt aber doch, diemeisten Barbaren seien in Gallien verblieben und hätten, von Geronti» 8aufgehetzt, das Land der römischen Herrschaft fast gänzlich entrisse»-Troya I, 2. 921 lässt Constantin nach theilweiser Besiegung der Barbare»den in’s Eisass eingedrungenen Burgundionen Speier und Strassburgtreten (409). Nach Wietersheim IV. 245 räumte Constantin den Barbare 0bestimmte Gegenden Galliens zur Niederlassung ein und besiegte ei® 6 *grössere Abtheilung derselben, die sich nicht fügen wollte.
2) So von Sigonius X. (a. 409) 404 f. und von Valesius Rfr- R
105 ff. Ersterer schreibt in falscher Auslegung Erigerids bei Gregor. 1 at
II, 9 die Invasion von 409 den Franken zu, die von Constantinus herbe 1
gerufen worden seien — ein Missverständniss ihres Zuzuges im J- *
(s. unten) —; dann nimmt er einen zweitmaligen Zusammenstoss d erFranken mit den Vandalen und ihren Verbündeten an und glaubt,
Widerspruche mit der Befreiung Galliens im J. 407 (s. oben), letztere sei e »
seit 406 in Gallien verblieben, im J. 409 aber, von Gerontius z» -“ ugerufen, auf den Zusammenstoss mit den Franken und aus Furchtihnen nach Hispanien gewichen; in Gallien, das auch die Franken g eräumt hätten, seien nur die Burgundionen und ein Theil der Alanen V erblieben. In dieser ganzen Darstellung ist nur das Zurückbleiben elTheilos der Alanen historisch.